Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Luminale

Symposium
Von Grenzen und heiligen Orten
Lichtkokon
Stadtlicht

Luminale

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Programmheft 

Symposium

Ort Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, Geb.1,  R.601
Zeit 17. März, 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Vortragssprache Englisch, teilweise Deutsch übersetzt

"Die Festbeleuchtung einer Stadt war einst ein seltenes Eregnis, das man sich für Siege und Nationalfeiertage, für Kanonisationen und Krönungen vorbehielt. Nun ereignet sie sich allnächtlich und preist die Vorzüge von Schnäpsen, Zigaretten und Zahnpasta an. (...) Neon ist allgegenwärtig, und daher hat es keine Wirkung auf uns außer vielleicht der, Sehnsucht nach der Urnacht in uns zu wecken." Aldous Huxley, Himmel und Hölle, London, 1956

Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können mit dem Besuch des Symposiums 6 Fortbildungspunkte erwerben. Der Besuch des Symposiums ist kostenfrei.

Kooperationspartner

Programm

Grusswort

Prof. Martina Klärle, Dekanin Fachbereich Architektur-Bauingenieurwesen-Geomatik

Einführung

Helmut Bien, Kurator Luminale Frankfurt, Stadtlicht – Zur sozialen Macht des Lichtes

Prof. Wolfgang Rang, from genesis to Shanghai

Beiträge

  • Prof. Dr. Manuel Cuadra, Frankfurt/ Kassel, LICHT, oder: Der Verlust der Finsternis
  • Prof. Claudia Lüling, Frankfurt/ Berlin, Textiles Licht / Light Textiles - Textile Light
  • Michael Hootz, Frankfurt, Lichtkonzepte für Frankfurt am Main
  • Thomas Erfert, Frankfurt, Kunden- und Betreiberanforderungen an die LED Technologie des Stadtlichtes
  • Andreas Danler, Innsbruck, visuelles und nicht visuelles Stadtlicht
  • Susanne Seitinger PhD, Boston/ Hamburg, Light for Public Space
  • Michael Batz, Hamburg, das Licht, das Fest, der Terror
  • Uwe Knappschneider, Wuppertal, smart city lighting - Fluch oder Segen
  • Prof. Luoxi Hao, Shanghai, urban lighting in China: Challenge, Exploration, Practice
  • Roger Narboni, Bagneux, city lighting: a tool for urban planning?
  • Prof. Wolfgang Rang, Frankfurt, Light patterns as a media for societal change
  • Mark Burton-Page, Lyon, Lighting Urban Community International

Die Referenten

Martina Klärle

geboren 1967 in Creglingen, Deutschland, studierte sie in Würzburg und Osnabrück Vermessungswesen und Umweltmonitoring, Promotion an der Universität Vechta über prozessorientierte kommunale Flächennutzungsplanung. Sie lehrte in Würzburg und Osnabrück, seit 2007 an der Frankfurt University of Applied Sciences Geoinformation und leitet dort den Forschungsbereich Erneuerbare Energien im Landmanagement, in dem sie ein Solardachkataster entwickelt. Geschäftsführende Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts seit 2011, Trägerin des deutschen Nachhaltigkeitspreis für Bauen 2014 und Trägerin des europäischen Solarpreis für Architektur und Bauen 2014.

Helmut Bien

Kulturwissenschaftler, Journalist und Geschäftsführer von Westermann Kommunikation, Ingelheim. Er entwickelte im Auftrag der Messe Frankfurt das Konzept für die Luminale, das international inzwischen als Vorbild gilt. Außerdem konzipiert und organisiert er Ausstellungen und Veranstaltungen für Kulturinstitutionen, Museen und Unternehmen: u. a. im Hamburger Bahnhof, Berlin und der Naxos Fabrik Frankfurt und kulturgeschichtliche Ausstellungen zum Thema Werbung in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin.

Wolfgang Rang

Geboren 1949 in Essen, studierte Architektur an der Technischen Universität Darmstadt, der University of California, Los Angeles, und Sinologie in Frankfurt. Er ist Gründungsmitglied der „global school of architecture – schule des sehens“ in Bhaktapur, Frankfurt, Moskau und Berkeley und lehrt an der Fachhochschule Frankfurt am Main. 1979 – 1996 Mitinhaber des Architekturbüros Berghof Landes Rang in Frankfurt. Seit 1996 leitet er das Atelier Wolfgang Rang. Materielle und immaterielle Architektur- und Raumschöpfungen.

Manuel Cuadra

Lateinamerikanischer und deutscher Abstammung, widmet er sich seit seinem Architekturstudium in Lima und der Promotion in Darmstadt in seinen Büchern, Ausstellungen und Vorträgen der Reflexion der Architektur. Die Lehre der Architekturgeschichte an der Universität Kassel erweitert die Perspektive durch eine kultur-anthropologische Lektüre von Architektur, Stadt und Kulturlandschaft. Er ist außerordentliches Mitglied des Bundes Deutscher Architekten, BDA, Ehrendoktor der Universidad Nacional de Ingeniería in Lima und Direktor des International Committee of Architectural Critics, CICA.

Claudia Lüling

1961 in Stuttgart geboren, Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences und Mitglied des FFin (Frankfurter Forschungsinstitut), davor Gastprofessorin an der UdK Berlin und wiss. Mitarbeiterin an der TU Berlin.Ihre Ausbildung erhielt sie an der TU Darmstadt und an der SCI ARC, Los Angeles, wo sie u.a. für Morphosis gearbeitet hat. Selbstständige Architektin seit 1999, seit 2004 lüling rau architekten, Berlin, seit 2009 lüling sauer architekten, Berlin, mit Prof. Christiane Sauer und Formade.
U.a. Deutscher Bauherrenpreis für „Hohe Qualität - Tragbare Kosten“. Schwerpunkt ihrer Forschungsaktivitäten sind MehrWerkstoffe, d.h. Materialien und Konstruktionen mit einem Mehrwert für die Architektur, die energetisch sinnvoll und gestalterisch anspruchsvoll sind. (Publikation Claudia Lüling, Energizing Architecture – Design and Photovoltaics, Berlin, 2009). In aktuellen Forschungsprojekten zu zu geschäumten Textilkonstruktionen aus Abstandstextilien (FabricFoam©) werden aus dem neuen Gradientenwerkstoffen resiliente, textile Leichtbauweisen entwickelt. Stuttgarter Leichtbaupreis 2014, Sonderpreis „Textile Strukturen für neues Bauen“ Messe TechTex 2015.

Michael Hootz

1955 in Mainz geboren. Studium Stadtplanung und Städtebau an der Universität Kassel. Bauassessor. Leiter der Abteilung Städtebau, Hochbau und Bauunterhaltung, sowie stellvertretender Amtsleiter des Bauamtes in Mühlheim am Main; Leiter des Baurechtsamtes (Bauaufsicht) und der unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Ulm. 1998 Abteilungsleiter im Fachbereich Städtebau im Amt für kommunale Gesamtentwicklung und Stadtplanung in Frankfurt am Main. Seit Herbst 1998 Abteilungsleiter für die Stadtgestaltung / Öffentlicher Raum in der Gesamtstadt Frankfurt am Main. 2009 Abteilungsleiter für Stadtgestaltung/Öffentlicher Raum,  Verkehrsobjektplanung, Ökologie und Landschaftsplanung im Stadtplanungsamt Frankfurt am Main.

Thomas Erfert

Seit 2005 technischer Geschäftsführer bei der Mainova AG (SRM Straßenbeleuchtung Rhein Main GmbH), ehrenamtlich tätig in der LiTG und Fachberater in den Normungskomitees der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE für Lampen, Leuchten, Vorschaltgeräte und Fassungen (DKE).
Er studierte Elektrotechnik an der TU in Dresden mit Abschluss auf dem Gebiet der Lichttechnik. Von 1997 bis 2005 arbeitete er bei der Uwe Braun Lichtsysteme Prozesstechnik GmbH, anfangs als Leiter Lichtlabor und später als Leiter des weltweiten Projektmanagements und stellv. Vertriebsleitung.

Andreas Danler

Ingenieur der Elektrotechnik mit umfassender lichttechnischer Ausbildung in Tageslichttechnik, Kunstlichtlichttechnik und Wahrnehmungspsychologie. Er arbeitet seit 1989 im Lichtplanungsbüro Christian Bartenbach und ist seit 2003 Mitglied der Geschäftsleitung im Bartenbach Lichtlabor, seit 2014 Bartenbach lighting design. 2002-2007 Lehrbeauftragung an die Universität Stuttgart, Institut für Innenraumgestaltung und Entwerfen. Seit 2004 lehrt er an der Leopold-Franzens Universität Innsbruck Lichtakademie Bartenbach,  Bartenbach academy am Masterstudiengang Licht, sowie am Akademielehrgang Licht. Er ist Referent bei Fortbildungsinstituten der Architektenkammern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen.

Susanne Seitinger

Global Sub-segment Manager in Public Professional Systems bei Philips Lighting, leitet verantwortlich Strategien zum Beitrag von programmierbaren LED-Lichtelementen zur Schaffung sicherer, einladender und ansprechender städtischer Bereiche.
Ihre Ausbildung  und Erfahrungen in Architektur und Stadtplanung wie auch in der Interaktion von Mensch und Computer führten zu Forschungs- und Planungsprojekten wie der Digital Mile in Saragossa, Spanien, und Urban Pixels, drahtlosen LED-Pixeln (Bildpunkten) zur vorübergehenden Gestaltung von Media-Fassaden. LightBridge, ein Projekt zur 150-Jahr-Feier des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, Massachusetts, nutzte neue Konfigurationen von Low-Resolution-Displays und sensor-aktivierte innerstädtische Bildschirme, um das Potential reaktionsfähiger Infrastrukturen in künftigen Stadtlichtplänen vorzustellen.

Sie veröffentlichte vor kurzem den Beitrag „Light for Public Space“,  der eine ausführliche Übersicht der Trends in der aktuellen Lichtplanung bietet. Susanne Seitinger erwarb einen BA an der Princeton University sowie die akademischen Grade PhD, MS und MCP am MIT. In ihrer Dissertation mit dem Titel Liberated Pixels: Alternative Narratives for Lighting Future Cities untersuchte sie die Ästhetik und das interaktive Potential zukünftiger Licht- und Display-Infrastrukturen.

Michael Batz

Autor, Theatermacher, Lichtkünstler. Geboren 1951 in Hannover. Lebt und arbeitet in Hamburg. Studium Germanistik, Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte in Marburg/Lahn.
Seit 1974 zahlreiche Theaterproduktionen, künstlerische Leitung von Festivals. 1990 bis 1994 Dramaturg KAMPNAGEL Internationale Kulturfabrik Hamburg. Seit 1994 Theater in der Speicherstadt und HafenKulturTage (künstlerische Leitung). Zahlreiche Preise u.a. 2005 International City-People-Light Award (LUCI Association), 2011 Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater, 2013 Herbert Wehner-Medaille, 2014 HAMMA Award Bestes Gesamtkunstwerk Hamburg.

Illuminationen (unter anderem):

  • Kaiviertel, Salzburg
  • Reichstag, Schloß Bellevue, Bundesrat, Yorckbrücken, Berlin
  • Speicherstadt, Kunsthalle, Deutsches Schauspielhaus, Hauptkirchen, Hamburg

Lichtinszenierungen (unter anderem):

  • Kathedrale, Chartres
  • Blue Goals, Blue Port, Hamburg/Shanghai
  • Luminale, Frankfurt/M. Teatro Municipal, Sao Paulo
  • Cities for Life, Hamburg

Publikationen (unter anderem):

  • Bitte nicht wecken, Zehn szenische Lesungen, Hamburg 2008
  • Portalspiele, Hamburg 2011
  • Was Bilder verschweigen, Mitternachtsgespräche über Kunst, Hamburg 2012

Uwe Knappschneider

1957 in Karlsruhe geboren. Er absolvierte ein Duales Studium an der Berufsakademie Karlsruhe im Bereich Strahlenschutz und Medizinische Physik, war Mitarbeiter der Arbeitsgruppe medizinische Physik der St. Vincentius Krankenhäuser Karlsruhe, Lehrbeauftragter für Strahlenmesstechnik und von 1989 bis 1992 Leitender Medizinphysiker in die Städtischen Kliniken Aschaffenburg. Danach erfolgte eine Neuorientierung im Bereich Architektur und Städtebau an der Universität Kaiserslautern 1997 zum Raum- und Umweltplaner.
Im Anschluss daran arbeitete er im Team von Johannes Dinnebier als Projektleiter an der Entwicklung des Lichtmasterplanes für Leipzig (1999) und Einzelprojekten der EXPO 2000 Hannover, bevor er 2001 das Büro  licht|raum|stadt planung gemeinsam mit Sonja Dinnebier gründete. Preise und Auszeichnungen. (Kommt hier noch was?)

Luoxi Hao

Geboren 1963 in der Provinz Shannxi, China, erwarb einen Doktortitel in Science Building Technology. Als Professorin an der Tongji University lehrt, forscht und plant sie auf den Gebieten Licht, Farbe und Gestaltung sowie architektonisches und urbanes Lichtdesign. Sie ist Vice Chairman der China Illuminating Engineering Society (CIES) und Direktorin des Working Committee for International Exchanges of CIES und  hatte die Oberleitung beim Licht-Masterplan für die Expo 2010 in Shanghai. Als Mitglied des Teams von China’s 29th Antarctic Expedition leitete sie das staatliche Forschungsprojekt The Application of LEDs in the Chinese Polar Station. Ihr wurde der National Outstanding Scientific and Technologial Worker Award verliehen.

Roger Narboni

1953 in Algier, Algerien, geboreb, studierte an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris und der Faculté des Sciences d’Orsay.  1988 gründete er bei Paris das Studio für Lichtdesign CONCEPTO, begründete 1987 eine neue Disziplin namens Light Urbanism und hat über 120 Licht-Masterpläne und zahlreiche Licht-Landschaften sowie Beleuchtungen von Städten und Architekturobjekten in Frankreich (Kathedralen in Paris und Reims, Flußlandschaft der Garonne in Toulouse) und weltweit (nächtliches Umfeld des Großen Kanals in Hangzhou und Flußlandschaft in Dujiangyan, Haupttor der Altstadt von Jerusalem, Israel) ausgeführt. Narboni ist Experte für Licht-Masterpläne und für Maßnahmen zur Stadtbeleuchtung; er lehrte Lichtdesign und leitet internationale Workshops über Light Urbanism. Er hat eine große Zahl von Lichtprodukten erdacht und gestaltet, arbeitet für europäische Hersteller und führt seit zehn Jahren zukunftsweisende Forschung und Untersuchungen zum Thema künftiger Stadtbeleuchtung durch.

Mark Burton Page

Generaldirektor von LUCI, dem internationalen Netzwerk von Urban-Lighting-Städten mit Sitz in Lyon, Frankreich. Seine Arbeit konzentriert sich auf den Austausch von Wissen und Know-how über Licht in Städten weltweit. Dies geschieht vor allem durch LUCIs gegenseitige Informationspolitik und durch gemeinsame Events und Projekte sowie themenbezogene Publikationen. Vorher arbeitete Mark Burton-Page als Programme Manager beim European Forum for Urban Security. Studium politischer Wissenschaften und Public Policy, Mastertitel in Management of Local Authorities an der Universität Paris.

Christina NessID: 14873