Tagung besorgt.konservativ.rechts.

Interdisziplinäre Auseinandersetzungen mit neueren rechten Hegemoniebestrebungen

Liebe Teilnehmer_innen, Referent_innen sowie anderweitig Interessierte,

wir bedanken uns für das zahlreiche Interesse an der Tagung "besorgt. konservativ. rechts. - Interdisziplinäre Auseinandersetzungen mit neueren rechten Hegemoniebestrebungen".

Auf diesem Wege wollen wir Sie darauf hinweisen, dass uns von Seiten der Referierenden bereits einige Texte, Präsentationen sowie Beiträge erreicht haben, mit denen an der Tagung in den jeweiligen Panels und Workshops gearbeitet wurde und die wir ihnen deshalb zur Verfügung stellen, um sich bei Bedarf nochmalig über einzelne Themenfelder zu informieren. Darüber hinaus finden sie einen kurzen Tagungsbericht, der das Tagungswochenende von vielen Seiten beleuchtet und einen guten Überblick über die unterschiedlichen Inhalte gibt.

Diese Dokumente befinden sich alle in der Spalte der Downloads und können heruntergeladen werden.

Viele freundliche Grüße von den Veranstalter_innen!

 

Die gegenwärtige gesellschaftliche Situation in Deutschland scheint so bipolar wie seit langem nicht. Während auf der einen Seite für eine offene und diverse Gesellschaft geworben wird, sind auf der anderen Seite im Jahr 2016 ca. 800 Angriffe auf „Migrant_innen“, Demonstrationen gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sowie Erfolge rechter Parteien zu verzeichnen. Manche Menschen mögen von der Massivität des Erstarkens reaktionärer Tendenzen überrascht sein, dabei verweist die derzeitige Situation auf Lücken, denen zu wenig Beachtung geschenkt wurde: Während schon der klassische Rechtsextremismus in gesellschaftlichen Debatten bisweilen ein randständiges Thema war, blieben die sogenannte „Neue Rechte“ und neuere rechte Akteur_innen weitgehend unbeachtet. Dabei haben die Akteur_innen der „Neuen Rechten“ in der derzeitigen Situation eine bemerkenswerte Rolle inne. Es gelingt ihnen immer mehr in gesellschaftspolitischen Diskursen mit ihrer Ideologie eine „geistige Meinungsführerschaft“ zu etablieren; sie dringen durch neoliberale Forderungen in Politik, Gesellschaft und die Felder Sozialer Arbeit ein und greifen emanzipatorische Wissenschaft durch menschenfeindliche und populistische Hetze an. Das Nichtbeachten dieser Agitationsformen der Rechten führt zu Lücken in der Analyse und Handlungspraxis, welche wir mit unserer Fachtagung gerne füllen wollen. Die Tagung hat das Ziel, über „Neue Rechte“ zu informieren und den Menschen Gehör zu verschaffen, die von den Aktivitäten der „Neuen Rechten“ betroffen sind, um daraus Handlungsperspektiven für Politik, Zivilgesellschaft und die Soziale Arbeit zu entwickeln sowie Möglichkeiten einer breiteren gesellschaftlichen Widersetzung aufzuzeigen.

Vorträge und Workshops

In Planung sind Vorträge und Workshops zu den Themen: Antifeminismus; Rassismus; Neue Rechte und alte Kontinuitäten am Bsp. Sexualität und Sexualpädagogik; Antisemitismus und Querfront; Juristische Positionen; Soziale Arbeit und Bildungsarbeit; Rassismus gegen Sinti und Roma; Antimuslimischen Rassismus.

Dafür haben unter anderem folgende Referent_innen zugesagt: Andreas Kemper, Elisabeth Tuider, Manuela Bojadzijev, Clemens Reichhold, Antonia Schmid, Ronja Wagner, Cagri Kahveci, Tino Heim, Lee Hielscher, Laura Solmaz Litschel, Stefanie Lohaus, Lucius Teidelbaum, Emy Fem, Zülfukar Çetin, Jonas Fedders, Kevin Culina, Julia Bernstein, Daniel Keil, Max Pichl, Oliver Fassing, Philipp Beitzel, Bernd Grafe-Ulke und Tobias Neuburger, Stefan Paulus.

 

 

 

David HübnerID: 16901