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18
Jan

Ausbau der Strominfrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern durch dezentrale Windkraftanlagen und Mango-Schneider

Pokal-Übergabe an den Gewinner des AppliedIdea-Ideenwettbewerbs: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Ulrich Schrader, Vizepräsident für Forschung, Weiterbildung und Transfer; Kerstin Bitterer, Fraport AG; Preisträger Florian Dannhof; Prof. Dr. Cord Siemon, Fb. 3

Innovative Ideen beim AppliedIdea-Ideenwettbewerb der Frankfurt UAS ausgezeichnet

Frankfurt am Main, 18. Januar 2018. Der Ausbau der Strominfrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern durch dezentrale Windkraftanlagen, ein Mango-Schneider (Dicer) sowie eine Bildungsreise für junge Asiatinnen und Asiaten: Die Preisträger/-innen des zweiten AppliedIdea-Ideenwettbewerbs der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) wurden ausgezeichnet. Der Ideenwettbewerb für Studierende, Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende sowie Alumni der Frankfurt UAS fördert innovative Ideen noch vor einer möglichen Umsetzung. Er wurde 2016, gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, an der Frankfurt UAS eingeführt. Der Preis soll die Teilnehmenden dazu motivieren, sich intensiv mit ihrer Idee zu beschäftigen und ihnen die Möglichkeit geben, ein professionelles Feedback zu dieser Idee von Expertinnen und Experten aus Hochschule und Wirtschaft zu erhalten.
 
Der erste Preis des Wettbewerbs in Höhe von 1.500 Euro ging an „RecyclAir“. Erfinder Florian Dannhof setzt für den Ausbau der Strominfrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern (z.B. Ghana/Westafrika) auf dezentrale Windkraftanlagen. Diese erneuerbaren Energieanlagen werden vor Ort mit den Möglichkeiten, dem Know-how sowie nachwachsenden Rohstoffen aus lokaler Hand erstellt, vermarktet und genutzt und die Materialien einer Wiederverwendung zugeführt. Dannhof studiert an der Frankfurt UAS im Bachelor-Studiengang „Energieeffizienz und erneuerbare Energien – Elektrotechnik“. „Die Idee an ,RecyclAir‘ und das Interesse an der Entwicklungshilfe verfolge ich schon seit rund zehn Jahren. Angefangen hat es, als ich mit 18 Jahren in Uganda (Ostafrika) war. Dort wurde mir erstmals bewusst, wie es ist, ohne Strom auskommen zu müssen. In den letzten vier Jahren beschäftigte ich mich deshalb neben dem Studium damit, ,RecyclAir‘ Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen“, erklärt Dannhof. Im Rahmen der im Oktober 2017 vereinbarten Kooperation zwischen dem Kreis Offenbach und der Frankfurt UAS wurde an den Gewinner des ersten Preises zusätzlich ein Sonderpreis – eine persönliche Gründungsberatung – verliehen.
 
„Mango-Dicer“ gewann den mit 1.000 Euro ausgeschriebenen zweiten Preis. Die Mango erfreut sich in Deutschland immer größer werdender Beliebtheit. Jedoch ist die Zubereitung der Frucht zeitaufwändig. Außerdem bringt das Fruchtfleisch eine unangenehme, glitschige Haptik mit sich. Ist die Mango reif, so enthält sie viel Fruchtsaft. Dies führt dazu, dass es sehr schwer ist, eine Mango ohne verschmutzte Hände zuzubereiten. Die Konstruktion von Kai Patrick Oertel, Fabienne Beul, Tom Latka und Robin Strycek ermöglicht die verzehrfertige Zubereitung von Mangos, ohne dabei mit dem Fruchtfleisch in Kontakt zu kommen. Die Zubereitung mit dem Mango-Dicer ist nicht nur sauber, sondern auch deutlich schneller und einfacher als nur mit einem Messer. Das Funktionsprinzip konnte bereits mit einem Prototyp, der im 3D-Drucklabor der Frankfurt UAS gefertigt wurde, nachgewiesen werden. Die vier Konstrukteure studieren im Master-Studiengang „Allgemeiner Maschinenbau“ an der Frankfurt UAS.
 
Mit dem dritten Preis (500 Euro) wurde die Business-Ferienfreizeit von Bich Tram Uong und Biying Li ausgezeichnet. Die Idee dieses Teams sieht vor, eine Bildungsreise für junge Asiatinnen und Asiaten (vor allem Schüler/-innen) nach Deutschland anzubieten, in der die Grundlagen der BWL und VWL näher gebracht werden.
 
Zusätzlich wurde ein Zuschauerpreis an Eugen Kraus und Masina Terella für die Idee „PNEU“ vergeben. Bei PNEU handelt es sich um ein spezielles Sitzmöbel für den Innen- und Außenbereich, welches die Fähigkeit besitzt, von einem ultraleichten und kompakten Körper zu einer standsicheren Sitzgelegenheit zu werden. Durch ein neuartiges Kammersystem und eine kombinierte Oberflächenstruktur wäre die Verwendung dieses Produkts bei Massenveranstaltungen möglich. Zudem bietet das Produkt einen angenehmen Sitzkomfort bei kalten Außentemperaturen und benötigt sehr wenig Lager- oder Stauraum. Masina Terella ist Absolventin des Master-Studiengangs Architektur an der Frankfurt UAS; Eugen Kraus ist Student dieses Studiengangs.
 

Der AppliedIdea-Ideenwettbewerb
Die Teilnahme am AppliedIdea-Ideenwettbewerb steht allen Studierenden, Professorinnen und Professoren, Mitarbeitenden sowie Alumni bis fünf Jahre nach ihrem Abschluss offen, die eine besondere Idee, sei es für eine kommerziell orientierte Unternehmung oder für einen Non-Profit-Ansatz, vorstellen wollen. Die Teilnahme eines Hochschulangehörigen kann in einem Team mit Personen erfolgen, die nicht mit der Frankfurt UAS verbunden sind. Neben den Geld- und Sachpreisen wird im Rahmen des Wettbewerbs Unterstützung bei der Realisierung der Ideen geboten.

Kontakt

Frankfurt University of Applied Sciences
Abteilung Forschung Innovation Transfer
Kristiane Seidel
Tel.: +49 69 1533-2162
ideenwettbewerb@fwbt.fra-uas.de
 
Weitere Informationen zum AppliedIdea-Ideenwettbewerb unter: www.appliedidea.de.

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