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Leidenschaft für die Internationalisierung der Hochschule ausgezeichnet

Der Förderverein der Frankfurt University of Applied Sciences e.V. hat am 03. Dezember 2018 an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) den Innovationspreis verliehen. Der Preis geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei Lehrende der Hochschule: Luftverkehrsexpertin Prof. Dr. Yvonne Ziegler und Maschinenbauingenieur Prof. Dr. Hans-Reiner Ludwig erhielten den mit insgesamt 2.000 Euro dotierten Preis für herausragende Leistungen bei der Entwicklung der Hochschule und Umsetzung des Leitbildes. Gewürdigt wurden insbesondere die Verdienste beider Persönlichkeiten für die Internationalisierung der Hochschule. Ziegler lehrt und forscht am Fachbereich Wirtschaft und Recht, Ludwig am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften. Den Festvortrag „Vernetzung – in Frankfurt und aus Frankfurt heraus“ hielt Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport AG. Der Preis wurde von Petra Rossbrey, der Vorsitzenden des Fördervereins der Frankfurt UAS, übergeben.

„Beide Preisträger haben – jeder auf seine Weise – nachhaltig zur Internationalisierung der Hochschule beigetragen. Für die Jury besonders bemerkenswert ist, dass Ziegler mit ihrem EU-Projekt nach außen Richtung Indien für die Frankfurt UAS wirkte und Ludwig demgegenüber nach innen und Geflüchteten in Deutschland – an unserer Hochschule – einen Start ermöglichte. Dieses herausragende Engagement, welches den offenen Bildungszugang an der Frankfurt UAS in hohem Maße fördert, möchten wir durch den Innovationspreis unseres Fördervereins auszeichnen“, betont Rossbrey, Geschäftsführerin GCS Gesellschaft für Cleaning Service mbH & Co. Airport Frankfurt/Main KG. „Mit Yvonne Ziegler ehren wir eine Professorin, die in der Öffentlichkeit eine hervorragende Repräsentantin unsere Hochschule ist. Ihre Expertise ist in den Medien sehr gefragt. Hans-Reiner Ludwig hat früh sowohl das Potenzial erkannt, das Geflüchtete mitbringen, als auch die gesellschaftliche Verantwortung angenommen, denen Hochschulen aufgrund der Flüchtlingskrise nachkommen sollten“, so Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. „Dass die Jury gleich zwei Preisträger ausgewählt hat, unterstreicht die Bedeutung des Themas Internationalisierung und das vielfältige Engagement der gesamten Hochschule auf diesem so wichtigen Feld, für das die Preisträgerin und der Preisträger exemplarisch geehrt werden. In einer der weltoffensten und internationalsten Metropolen Deutschlands sind wir eine multikulturelle, diverse und weltoffene Hochschule. Vielfalt ist für uns ein sehr wichtiger Wert unseres Selbstverständnisses, weil wir davon überzeugt sind, dass nur Diversität die Kraft entfalten kann, um diesem Land eine gute Zukunft zu geben“, ergänzt Dievernich.

Beispiel für Zieglers Internationalisierung:
Aufgrund ihres eigenen internationalen Profils war es Ziegler von Anfang an wichtig, ihre Auslandserfahrungen an die Studierenden weiterzugeben. So hat sie bereits ein Jahr nach ihrer Berufung im Jahr 2008 das englischsprachige Studium Generale Modul „Asiability“ aufgebaut (zusammengesetzt aus den Worten „Asia“ und „Ability“) und bietet dort interkulturelles Management mit Fokus auf die Länder China, Indien und Japan an. Auch als Studiengangsleiterin der dualen Bachelor-Studiengänge Luftverkehrsmanagement und Tourismusmanagement hat sie dort englischsprachige Fachmodule eingeführt. 2010 hat Ziegler den ersten komplett englischsprachigen Studiengang am Fachbereich, MBA Aviation Management – gemeinsam mit Personalexperten der Fraport AG, der Flughafen München GmbH und der DFS Deutsche Flugsicherung – aufgebaut und akkreditieren lassen. Mit diesem MBA Programm hat Ziegler sich um Fördermittel bei der EU beworben und den „Export“ des Studiengangs in Kooperation mit einer indischen Partnerhochschule nach Indien erreicht. Bei dem EU-Projekt „Capacity Building in the Indian Aviation Industry” handelt es sich um ein mit 2,3 Millionen Euro dotiertes Forschungs- und Weiterbildungsprojekt, das drei Ziele verfolgte: eine Qualifizierung von ausgewählten Beschäftigten der Luftverkehrsbranche in Indien, eine nachhaltige Qualifizierung der indischen Partnerhochschule University of Petroleum and Energy Studies (UPES), um selbst ein Masterstudium nach europäischen Qualitätsstandards anbieten zu können und gemeinsame Forschungsaktivitäten beider Hochschulen zu ausgewählten Brennpunktthemen des indischen Luftverkehrs. Im Rahmen dieses Programmes wurde der englischsprachige Studiengang MBA Aviation Management im Team-Teaching mit Lehrenden der indischen Partnerhochschule in den drei Metrocities Delhi, Mumbai und Bangalore einmalig für ca. 50 Studierende angeboten. Die Frankfurt UAS ist hier erstmalig mit einem kompletten Studiengang und einer Flying Faculty des Fachbereichs im Ausland in der Lehre tätig geworden. Dieses Projekt habe Ziegler mit ganz erheblichem persönlichem Einsatz und mit großem Erfolg durchgeführt; die Jury des Innovationspreises war daher der Meinung: „Hier haben wir es mit einer Professorin zu tun, die in bemerkenswert hohem Maße und mit herausragendem persönlichen Einsatz die Internationalisierung der Hochschule nachhaltig förderte.“ Zudem warb Ziegler neue Hochschulpartnerinnen ein, die regelmäßig Austauschstudierende des Fachbereichs aufnehmen oder sich an den Weiterbildungsstudiengängen oder Forschungsaktivitäten beteiligen. Ziegler hat des Weiteren verschiedene Gastdozenturen im Ausland durchgeführt.

Beispiel für Ludwigs Internationalisierung:
Ludwig hat sich ebenfalls für ein „Mobilitätsfenster“ im Studiengang Maschinenbau eingesetzt und bietet seit vielen Jahren zwei Module in englischer Sprache an. Darüber hinaus engagierte er sich nachhaltig für die Vertiefung der Partnerschaft mit der Universidad de Cádiz (Spanien). Er verantwortete die Entwicklung des Studiengangs „Maschinenbau deutsch-spanischer Doppelabschluss“. Was die Jury jedoch besonders beeindruckte, ist sein besonders großes und persönliches Engagement für das „Willkommensjahr für Geflüchtete“, das Ludwig an der Hochschule initiierte. Das Willkommensjahr bietet Geflüchteten die Chance, ein Fachstudium mit Intensivkursen in deutscher Sprache und Fachsprache zu verbinden. Dazu werden Fachmodule des ersten Semesters auf das Willkommensjahr (2 Semester) verteilt. Somit entsteht Raum für Intensivkurse in deutscher Sprache. Nach einem Jahr sind die Teilnehmenden qualifiziert, die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) abzulegen und das reguläre Studium zu beginnen. Für die Finanzierung konnte Ludwig Mittel sowohl vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst wie auch Spenden von (ehemaligen) Mitarbeiter/-innen, Professorinnen und Professoren, Fachschaften und der verfassten Studierendenschaft sowie vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) Frankfurt-Darmstadt einwerben. „Das Konzept hat sich in der Umsetzung als erfolgreich erwiesen und geflüchteten Menschen Perspektiven des Hochschulzugangs eröffnet und den Fachbereich und die gesamte Hochschule bereichert. Ludwig hat es geschafft, einen wertschätzenden und offenen Umgang zu leben und eine persönliche  Willkommenskultur in seiner Arbeit zu verankern, die Studierende – egal mit welchem Hintergrund – begrüßt und unterstützt“, so Dievernich. Auf Grund des Erfolgs im Bereich Maschinenbau konnten in der Folge weitere finanzielle Mittel für die Verbesserung und Fortsetzung des Projekts eingeworben werden. Inzwischen haben weitere Studiengänge am Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik  und am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften ein Willkommensjahr gestartet.  Das Willkommensjahr Maschinenbau erlebt bereits seinen dritten Durchlauf. Die Jury war deshalb der Meinung: „Hier haben wir es mit einem Professor zu tun, der sich in hohem Maße der Verantwortung unserer Gesellschaft und der Frankfurt UAS stellt und innovative Lösungen unglaublich engagiert umsetzt.“ Und Dievernich ergänzt: „Ludwig ist ein Professor mit Leib und Seele. Seine Energie, sein Durchhaltevermögen und sein Optimismus haben das Willkommensjahr ermöglicht.“


Zur Person Ziegler:
Prof. Dr. Yvonne Ziegler wurde 2007 an die Frankfurt UAS, Fachbereich Wirtschaft und Recht berufen und ist Professorin für Betriebswirtschaftslehre mit besonderem Schwerpunkt „Internationales Luftverkehrsmanagement“. Bereits ein Jahr später, 2008, wurde sie Mitglied des Senats, dem sie seither angehört. Von 2010 bis 2013 war sie Dekanin ihres Fachbereichs. Sie ist die forschungsstärkste Professorin ihres Fachbereichs und hat erstmalig für den Fachbereich EU- und Landesdrittmittelprojekte eingeworben. Zudem beträgt das eingeworbene Drittmittelvolumen über 2,5 Millionen Euro. Auszüge aus ihren Forschungsthemen sind: Luftfrachtsicherheit, Halal Logistik in der Luftfracht, Pharma Supply Chain Risiko Management sowie die Frankfurter Karrierestudie zum Thema „Karriereperspektiven berufstätiger Mütter“.
Zieglers Lebenslauf zeichnet sich durch internationale Erfahrungen aus: Sie hat von 1991 bis 2007 für die Lufthansa in Führungspositionen im Bereich Marketing und Vertrieb gearbeitet – davon knapp acht Jahre im Ausland in Japan, Italien und Schweden. 1994 bis 1996 hat sie begleitend zu ihrer beruflichen Tätigkeit als Marketing-Managerin für Lufthansa Cargo in Japan zum Thema „Japanische Karrierefrauen“ an der Wirtschaftsuniversität Wien am Lehrstuhl für Personalwirtschaft promoviert. Ziegler ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter zwischen 12 und 20.

Zur Person Ludwig:
Prof. Dr. Hans-Reiner Ludwig, Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften, lehrt und forscht bereits seit 1993, also seit 25 Jahren, an der Frankfurt UAS. Ludwig wurde 1993 an die Hochschule als Professor für Konstruktion und Werkzeugmaschinen in den damaligen Fachbereich Maschinenbau berufen. In der Selbstverwaltung hat er zahlreiche Ämter ausgefüllt. Ludwig amtierte von 2001 bis 2002 als Vizepräsident und war an seinem Fachbereich in verschiedenen Rollen aktiv: im Fachbereichsrat, im Dekanat, als Studiengangs- und Prüfungsamtsleiter und aktuell als Studiendekan. Ludwig ist zudem langjähriges Senatsmitglied. Neben seiner Aktivität in Lehre und Selbstverwaltung ist Ludwig Mitglied in der Forschungsgruppe „Personalized Biomedical Engineering“. Sein langjähriges Forschungsthema ist die Entwicklung einer personalisierten lokalen Knie-Endoprothese („Frankfurter Inlay“).

Zum Preis:
Der Innovationspreis des Fördervereins der Frankfurt University of Applied Sciences e.V. wird an Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frankfurt University of Applied Sciences verliehen, die sich durch herausragende Leistungen in einem der folgenden Bereiche auszeichneten: in Lehre und Weiterbildung, in Forschung/Entwicklung/Transfer oder bei der Entwicklung der Hochschule und der Umsetzung des Leitbildes. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine vom Vorstand des Fördervereins bestellte Jury bestehend aus a) der/dem Vorsitzenden des Fördervereins, b) der Präsidentin/dem Präsidenten der Hochschule, c) einem Mitglied oder Beauftragten des AStA der Frankfurt UAS, d) einem Mitglied oder Beauftragten des Personalrats, e) einer Professorin/einem Professor der Hochschule und f) drei sonstigen Mitgliedern des Fördervereins, die nicht Mitglieder der Hochschule sein dürfen. Die unter e) und f) genannten Mitglieder werden für 4 Jahre bestellt.
Weitere Informationen unter: www.frankfurt-university.de/foerderverein
 

Kontakt:

Frankfurt University of Applied Sciences
Geschäftsführung Förderverein
Monika Rosenberger
Tel.: +49 69 1533-2166
rosenberger(at)kom.fra-uas.remove-this.de;

Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht
Prof. Dr. Yvonne Ziegler
Tel.: +49 69 1533-2922
yziegler(at)fb3.fra-uas.remove-this.de;

Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften
Prof. Dr. Hans-Reiner Ludwig
Tel.: +49 69 1533-2234
hrludwig(at)fb2.fra-uas.remove-this.de

Mehr zur Person Ziegler: www.frankfurt-university.de/ziegler; mehr zur Person Ludwig: www.frankfurt-university.de/ludwig.

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Zentrale WebredaktionID: 2461
letzte Änderung: 22.08.2018