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Open Access und Urheberrecht

Open Access

Das Open-Access-Konzept hat zum Ziel, wissenschaftliche Literatur frei zugänglich und kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen. Dabei wird einerseits die uneingeschränkte legale Nutzung der Dokumente ermöglicht und andererseits sichergestellt, dass Ihre Rechte als Autor/in nicht verletzt werden

Vorteile:

  • Größere Verbreitung wissenschaftlicher Information
  • Schnellere Veröffentlichung und Zugriff auf aktuelle Forschungsergebnisse
  • Möglichkeiten zur Weiternutzung
  • Transparenz und Qualitätssicherung.

Viele Mittelgeber der Forschungsförderung empfehlen oder geben vor, dass die mit ihren Mitteln finanzierte Forschung in Open-Access-Publikationen veröffentlicht werden soll. Mit der Veröffentlichung im Open Access wird der Zugang zu Forschungsergebnissen erleichtert und damit die Sichtbarkeit der Veröffentlichung erhöht.

Es gibt verschiedene Wege im Open Access (OA) zu publizieren:

Der goldene Weg = Erstveröffentlichung im Open Access

  • Erstveröffentlichung in einer Open-Access-Publikation (z. B. Open-Access-Zeitschrift).
  • In der Regel Finanzierung der Veröffentlichung über Article Processing Charges (APC) durch die Autoren/-innen. Bei einigen Verlagen gibt es Rabatte auf die Veröffentlichungsgebühren (APC) aufgrund von bestehenden Lizenzverträgen der Bibliothek. Darüber hinaus gibt es Fördermöglichkeiten über den IFOFO-Publikationsfond.
  • In einigen Fällen können Autoren ohne Gebühren in Open Access-Zeitschriften publizieren. Hierbei sind die Gebühren bereits über Lizenzen von Fachgesellschaften abgedeckt oder es handelt sich um Open-Access-Zeitschriften oder Servern, die von Hochschulen herausgegeben werden. OA-Zeitschriften, bei denen von den Autoren/-innen keine Publikationsgebühren zu zahlen sind, werden auch als Platin oder Diamant Open Access bezeichnet.

Hybrid Open Access

  • Hierbei erscheint nicht die gesamte Zeitschrift im Open Access, sondern nur einzelne Artikel. Sie als Autor/in entscheiden, ob Sie Ihren Artikel im Open Access veröffentlichen wollen.
  • In der Regel Finanzierung über Article Processing Charges (APC) durch die Autoren/-innen.
  • Die Veröffentlichung in Hybrid Open-Access-Zeitschriften der Verlage Wiley und künftig Springer ist bereits über einen Lizenzvertrag der Bibliothek abgedeckt. In allen anderen Fällen ist dieses Verfahren eher kritisch zu sehen, da für diese Zeitschriften zumeist doppelt bezahlt wird. Einerseits muss für den lesenden Zugriff der gesamten Zeitschrift eine Lizenzgebühr (von der Bibliothek oder einer Privatperson) bezahlt werden. Zum anderen werden zusätzlich einzelne Artikel finanziert, damit sie im Open Access zugänglich sind und dies zum Teil zu erhöhten Gebühren. 

Der grüne Weg = Zweitveröffentlichung im Open Access

  • Kostenlose Zweitveröffentlichung eines im Verlag erschienenen Werkes. Die Veröffentlichung kann z. B. auf dem Publikationsserver der Hochschule (WIPS) erfolgen und/oder einem fachlichen Open Access-Server wie z.B. arXiv.
  • Die Veröffentlichung erfolgt parallel zur Verlagsveröffentlichung (wenn der Verlagsvertrag dies erlaubt) oder nach Ablauf einer Frist.

Nähere Informationen zu den Geschäftsmodellen finden Sie auf der Informationsplattform Open Access.

Erstveröffentlichung im Open Access

Die Erstveröffentlichung Ihrer Publikation in einer Open-Acess-Zeitschrift ist in der Regel mit Kosten verbunden. Die Finanzierung der Veröffentlichung erfolgt im Allgemeinen über Artikel Processing Charges (APC), die von Ihnen als Autorin oder Autor zu tragen sind. Folgende Veröffentlichungswege werden hierbei unterschieden:

Gold Open Access

  • Veröffentlichung in einer Open-Access-Publikation 
  • Bei einigen Verlagen gibt es Rabatte auf die Veröffentlichungsgebühren (APC) aufgrund von bestehenden Lizenzverträgen der Bibliothek.

Hybrid Open Access

  • Es erscheint nicht die gesamte Zeitschrift im Open Access, sondern nur einzelne Artikel.
  • Sie als Autor können entscheiden, ob Sie Ihren Beitrag im Open Access publizieren wollen.
  • Bei einigen Verlagen sind die Veröffentlichungsgebühren (APC) aufgrund von bestehenden Lizenzverträgen der Bibliothek bereits abgedeckt

Veröffentlichung beim Wiley-Verlag im Rahmen des DEAL-Vertrages

  • Gold Open-Access-Zeitschriften: Hier erscheinen alle Artikel im OA. Über einen Lizenzvertrag der Bibliothek erhalten Sie 20 % Rabatt auf die Veröffentlichungsgebühren Anleitung (in engl. Sprache).
  • Hybrid Open-Access-Zeitschriften (Online Open Journals): Sie als Autor/in können entscheiden, ob Sie Ihren Artikel im Open Access veröffentlichen wollen. Wiley bietet diese Option für die allermeisten Zeitschriften an. Die Veröffentlichungsgebühren sind bereits über einen Lizenzvertrag der Bibliothek abgedeckt  Anleitung (in engl. Sprache).
  • Enthalten im Vertrag sind auch die Verlage Ernst & Sohn und Wiley-VCH

Veröffentlichung beim Springer-Verlag im Rahmen des DEAL-Vertrages

  • Gold Open-Access-Zeitschriften: Bei diesen rund 600 Zeitschriften erscheinen alle Artikel im OA. Dies betrifft alle SpringerOpen Journals sowie BMC-Zeitschriften. Über einen Lizenzvertrag der Bibliothek erhalten Sie 20 % Rabatt auf die Veröffentlichungsgebühren.
  • Hybrid Open-Access-Zeitschriften (Open Choice Journals): Hier können Sie als Autor/in wählen, ob Sie im Open Access veröffentlichen wollen. Die Veröffentlichungsgebühren für Open Access sind bereits über einen Lizenzvertrag der Bibliothek abgedeckt. Wir bitten Sie nicht Opt-Out (kein Open Access) zu wählen. Die Kosten werden der Bibliothek auch dann in Rechnung gestellt, wenn Sie kein Open Access wählen.
  • Nicht im Lizenzvertrag der Bibliothek enthalten sind die OA-Veröffentlichungsgebühren für Einladungsartikel in Facharztzeitschriften (diese sind in der  Zeitschriftenliste  in Spalte J gekennzeichnet). Hier müssten Sie alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

Weitere Information zum Publizieren bei Springer

Veröffentlichung bei ACM

  • Rabatt auf die Veröffentlichungsgebühren im Open Access, in Journals sind 1.500 USD (statt 1.700 USD) zzgl. MwSt., für Proceedings 800 USD (statt 900 USD) zzgl. MwSt. zu zahlen.

Veröffentlichung bei Hogrefe (PsyJournals)

  • Sie als Autor/in können entscheiden, ob Sie Ihren Artikel im Open Access veröffentlichen wollen.
  • Rabatt von 25 % auf die Veröffentlichungsgebühren in den Hybrid-Zeitschriften des Verlags, d.h. 1.875 Euro statt 2.500 Euro zzgl. MwSt. (Anleitung)

Förderung durch den IFOFO-Publikationsfond

  • Unter bestimmten Bedingungen können Kosten in Höhe bis zu 1.000 Euro für die Veröffentlichung in internationalen englischsprachigen Open Access-Zeitschriften übernommen werden. Nähere Informationen finden Sie im Intranet unter Abteilung FIT.

Zweitveröffentlichung im Open Access

 Wissenschaftlicher Publikationsserver der Frankfurt UAS (WIPS)

WIPS verzeichnet die wissenschaftlichen Publikationen von Hochschulangehörigen der Frankfurt UAS und dient zugleich als Publikationsserver. Es handelt sich damit um einen institutionellen Publikationsserver. Sofern es der Verlagsvertrag gestattet oder es sich um einen Zeitschriftenartikel handelt, können Sie Ihre wissenschaftliche Veröffentlichung parallel oder nach einer Frist kostenlos auf WIPS im Open Access veröffentlichen. Die Volltexte stehen nach ihrer Veröffentlichung weltweit im Internet zur Verfügung, werden dauerhaft archiviert und mit einem stabilen Zitierlink (URN) versehen. Die Dokumente sind über Bibliothekskataloge und Suchmaschinen erschlossen und zugänglich.

Für die Veröffentlichung benötigt die Bibliothek eine Einverständniserklärung zur Veröffentlichung auf WIPS. Das Einstellen der Dokumente und der Eingabe der Metadaten inklusive Verschlagwortung wird von der Bibliothek übernommen.

Fachliche Publikationsserver

  • peDOCS: Publikationsserver für Veröffentlichungen in der Erziehungswissenschaft (vorwiegend deutschsprachig).
  • Social Science Open Access Repository: Publikationsserver für Veröffentlichungen in der Sozialwissenschaft (vorwiegend deutschsprachig).
  • EconStor: Publikationsserver für deutsch- und englischsprachige Veröffentlichungen in den Wirtschaftswissenschaften. Es können auch ganze Schriftenreihen veröffentlicht werden.
  • arXiv: Publikationsserver für Physik, Mathematik, Informatik, quantitativer Biologie, quantitative Finanzwissenschaft  und Statistik.

Über die Plattform OpenDOAR können Sie nach institutionellen und fachlichen Open-Access-Repositorien suchen.

Fachübergreifender Open-Access-Publikationsserver

  • ZENODO: Es können auch Forschungsdaten und andere Formate veröffentlicht werden, die Betreuung und Weiterentwicklung erfolgt durch das CERN.

§ 12 UrhG legt fest, dass der/die Autor/in darüber entscheidet, ob und wie sie ihr Werk vervielfältigen, verbreiten, ausstellen oder vorführen möchte. Sie können die einfachen oder ausschließlichen Nutzungsrechte an einen Verlag übertragen:

Einfaches Nutzungsrecht:

  • Der Verlag darf Ihr Werk auf die im Vertrag vereinbarte Art nutzen (vgl. § 31 UrhG)
  • Sie selbst haben weiterhin das Recht, das Werk an anderer Stelle zu veröffentlichen.

Ausschließliches Nutzungsrecht:

  • Der Verlag hat das alleinige Recht zur Nutzung Ihres Werkes und entscheidet, wer und in welcher Form dies genutzt werden darf  (vgl. § 31 UrhG).
  • Eine weitere Veröffentlichung ist nicht möglich (ausgenommen des unten aufgeführten Sonderfalls). Wir empfehlen Ihnen, sich im Verlagsvertrag Ihr Recht zur Zweitveröffentlichung  zu sichern.

Zweitveröffentlichungsrecht bei Zeitschriften im Open Access

Auch wenn Sie im Verlagsvertrag ein ausschließliches Nutzungsrecht übertragen haben, können Sie unter folgenden Bedingungen Ihren bereits veröffentlichen Beitrag ein zweites Mal im Open Access publizieren.

Bedingungen:

  • Artikel aus Zeitschriften, die mindestens zweimal im Jahr erscheinen.
  • Nach Ablauf eines Jahres nach Veröffentlichung beim Verlag.
  • Zweitveröffentlichung der akzeptierten Manuskriptfassung (nicht der Verlagsfassung).
  • Die Publikation ist "im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungstätigkeit entstanden" (vgl. § 38 Abs. 4 UrhG). Was dies genau umfasst, ist gerichtlich bisher noch nicht festgelegt worden. Im Zweifel ist bis dahin davon auszugehen, dass damit nur staatlich geförderte Drittmittelprojekte gemeint sind.

Fälle, die die oben genannten Bedingungen nicht erfüllen:

  • Es lohnt sich, bei bereits geschlossenen Verträgen die Vertragsbedingungen zu prüfen.
  • Häufig ist im Verlagsvertrag geregelt, dass eine Zweitveröffentlichung nach einer festgelegten Dauer (einer sogenannten Embargo-Frist) möglich ist. Hilfestellung, was der Verlag erlaubt, bietet die Sherpa-Romeo-Datenbank.

Recherche und Qualitätsprüfung

Directory of Open Access Journals (DOAJ)

  • Verzeichnis von ca. 9000 internationalen Open-Access-Zeitschriften aller Wissenschaftsgebiete, viele davon mit Peer-Review-Verfahren;
  • Suche nach Sachgebieten möglich;
  • bei vielen Zeitschriften werden die Veröffentlichungskosten pro Artikel, d.h. die Article Processing Charges (APC) angeben.

Open-Access.net

  • Fachspezifische Informationen zum Open Access;
  • Übersicht über wichtige Open-Access-Zeitschriften und -Konferenzreihen.

Wie bei herkömmlichen Zeitschriften gibt es bei Open-Access-Zeitschriften Qualitätsunterschiede. Bei Open Access-Publikationen ist jedoch keine Drucklegung erforderlich und die Finanzierung erfolgt in der Regel durch Article Processing Charges, getragen von den Autoren bzw. deren Einrichtungen. Dies machen sich die sogenannten Predatory Journals zunutze. Sie bieten die Veröffentlichung wissenschaftlicher Beiträge im Open Access gegen eine zum Teil günstige Gebühr an, es findet aber kein Peer-Review-Verfahren oder eine redaktionelle Arbeit der eingereichten Beiträge statt. Zum Teil existieren die Herausgeber nicht oder die genannten Wissenschaftler/innen im Editorial Board wissen gar nicht, dass sie dort aufgeführt werden. Die Namen der Open-Access-Journals oder Konferenzreihen ähneln zudem häufig renommierten Zeitschriften oder Konferenzen.

Bei Zeitschriften empfiehlt es sich, den Titel im Directory of Open Access Journals (DOAJ) zu suchen. Alle dort aufgeführten Open-Access-Zeitschriften erfüllen grundlegende wissenschaftliche Qualitätskriterien. Bitte beachten Sie allerdings, dass es länger dauert, bis neue Zeitschriften dort aufgenommen werden.

Eine weitere gute Hilfestellung zur Einschätzung der Qualität und Seriösität von wissenschaftlichen Zeitschriften und Konferenzen finden Sie auf der Webseite der Initiative Think. Check. Submit.

Der nationale Open-Access-Kontaktpunkt für Deutschland OA2020-DE hat eine Liste der am häufigsten zitierten Open-Access-Zeitschriften zusammengestellt. Aufgeführt sind Zeitschriften aus dem Directory of Open Access Journals (DOAJ), die über einen hohen SNIP-Wert verfügen.

SNIP  ist ein Zitationsmaß für Zeitschriften, das anhand von Daten aus dem Vorjahr bemessen wird und vom Centre for Science and Technology Studies der Universität Leiden entwickelt wurde. Mehr zu SNIP finden Sie unter Centre for Science and Technology Studies Journal Indicators.

 BASE

  • Eine der weltweit größten Suchmaschinen für wissenschaftliche Literatur im Internet, z.B. Zeitschriftenartikel, Preprints und Forschungsdaten
  • Die Quellen werden intellektuell ausgewählt und geprüft
  • Enthält über 100 Millionen Dokumente aus über 4.000 Quellen, bei etwa 60 % sind die Volltexte frei zugänglich
  • Betreiber ist die Universitätsbibliothek Bielefeld

Dimensions

  • Datenbank für internationale Veröffentlichungen, darunter ein großer Anteil von Publikationen im Open Access
  • Die Suche kann auf Open-Access-Veröffentlichungen (Gold und Green Open Access) eingeschränkt werden
  • Über Linked Data sind Veröffentlichungen mit Zitaten, Projektanträgen, Fördergebern etc. verknüpft

Directory of Open Access Books (DOAB)

  • Verzeichnis von E-Books, die im Open Access zur Verfügung stehen, darunter E-Books von Springer und Brill

Directory of Open Access Journals (DOAJ)

  • Verzeichnis von internationalen Open-Access-Zeitschriften, viele davon mit Peer-Review-Verfahren

Darüber hinaus gibt es eine Reihe fachspezifischer Suchmaschinen bzw. Open-Access-Datenbanken.

Ansprechpartner/innen

Dagmar Schmidt (069 1533 2466)
Christina Thomann (069 1533 2127)
Bernd Wagener (069 1533 2102)

openaccess(at)bibl.fra-uas.remove-this.de

 

 

FAQ Urheberrecht

Nach § 60a UrhG können urheberrechtlich geschützte Werke unter folgenden Voraussetzungen in digitaler Form im Intranet (z. B. Moodle und BSCW-Server) für die Lehre zugänglich gemacht werden.

Voraussetzungen:

  • Zur Veranschaulichung im Unterricht.
  • Kein kommerzieller Zweck.
  • Bereitstellung nur für einen abgegrenzten Teilnehmerkreis (Passwortschutz).
  • Quellenangabe (vgl. § 63 UrhG).

Umfang der Nutzung:

Bis zu 15 % des Werkes

  • Auszüge aus einem Schriftwerk (in der Fassung des UrhG bis 28.02.2018 waren 12 % für die Lehre erlaubt).
  • Auszüge aus Zeitungen, Wochenzeitschriften und sogenannten Kioskzeitschriften.

Vollständige Nutzung

  • Einzelne Beiträge aus einer Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift.
  • Werke geringen Umfangs (Werke bis 25 Seiten).
  • Einzelne Abbildungen.
  • Vergriffene Werke.

Die Vergütung für die Nutzung bzw. Zugänglichmachung soll gemäß § 60h UrhG pauschal, ggf. auf der Grundlage von Stichproben, erfolgen. Die Zahlung erfolgt durch das Land bzw. die Hochschule.

Nach § 60c UrhG können urheberrechtlich geschützte Werke unter folgenden Voraussetzungen in digitaler Form im Intranet (z. B. Moodle und BSCW-Server) für die Forschung zugänglich gemacht werden.

Voraussetzungen:

  • Für die gemeinschaftliche Forschung (Forschergruppen).
  • Für Dritte zur Überprüfung der Forschungen.
  • Kein kommerzieller Zweck.
  • Bereitstellung nur für einen abgegrenzten Teilnehmerkreis (Passwortschutz).
  • Quellenangabe (vgl. § 63 UrhG).

Umfang der Nutzung:

Bis zu 15% des Werkes

  • Auszüge aus einem Schriftwerk (in der Fassung des UrhG bis 28.02.2018 waren 25 % für die Forschung erlaubt).
  • Auszüge aus Zeitungen, Wochenzeitschriften und sogenannten Kioskzeitschriften.

Vollständige Nutzung

  • Einzelne Beiträge aus einer Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift;
  • Werke geringen Umfangs (Werke bis 25 Seiten);
  • einzelne Abbildungen;
  • vergriffene Werke.

Voraussetzungen:

  • Zur Veranschaulichung im Unterricht.
  • Kein kommerzieller Zweck.
  • Für Lehrende und Teilnehmer einer Lehrveranstaltung.
  • Für Dritte zur Veranschaulichung des Unterrichts an der Frankfurt UAS oder Lernergebnissen aus dem Unterricht an der Frankfurt UAS.

Umfang der Nutzung:

Bis zu 15% des Werkes

  • Auszüge aus einem Schriftwerk.

Vollständige Nutzung

  • Einzelne Beiträge aus einer Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift.
  • Werke geringen Umfangs (Werke bis 25 Seiten).
  • Einzelne Abbildungen.
  • Vergriffene Werke.

Keine Nutzung

  • Beiträge aus Zeitungen, Wochenzeitschriften und sogenannten Kioskzeitschriften

Nach § 60c UrhG können urheberrechtlich geschützte Werke unter folgenden Voraussetzungen für die gemeinschaftliche Forschung vervielfältigt werden.

Voraussetzungen:

  • Für die gemeinschaftliche Forschung (Forschergruppen).
  • Für Dritte zur Überprüfung der Forschungen.
  • Kein kommerzieller Zweck.
  • Quellenangabe (vgl. § 63 UrhG).

Umfang der Nutzung:

Bis zu 15% des Werkes

  • Auszüge aus einem Schriftwerk (in der Fassung des UrhG bis 28.02.2018 waren 25% für die Forschung erlaubt).
  • Auszüge aus Zeitungen, Wochenzeitschriften und sogenannten Kioskzeitschriften.

Vollständige Nutzung

  • Einzelne Beiträge aus einer Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift;
  • Werke geringen Umfangs (Werke bis 25 Seiten);
  • einzelne Abbildungen;
  • vergriffene Werke.

Welche Materialien dürfen Sie kopieren:

  • Bis zu 75 % eines veröffentlichten oder unveröffentlichten Werkes (vgl. § 60c UrhG).

Bedingungen:

  • Verwendung für die eigene wissenschaftliche Forschung, d.h. keine Weitergabe.
  • Die Quelle muss bei der Verwendung für die eigene Forschung angegeben werden (vgl. § 63 UrhG).

Bei der Vervielfältigung von Werken für die gemeinschaftliche wissenschaftliche Forschung, z. B. durch Forschergruppen, gilt die Beschränkung auf 15 % eines Werkes.

Welche Materialien dürfen kopiert werden:

  • Bücher, Beiträge aus Zeitschriften, CDs, CD-ROMs.
  • Download von Internet-Inhalten.

Aufnahmen von öffentlichen Vorträgen, Aufführungen oder Vorführungen eines Werkes auf Bild- oder Tonträgern sowie Kopien von Musiknoten dürfen dagegen nur mit Zustimmung des Rechteinhabers erstellt werden.

Bedingungen:

  • Für den privaten Gebrauch (vgl. § 53 UrhG), d. h. keine kommerzielle Nutzung und auch keine Nutzung für wissenschaftliche Zwecke (letzterer Fall unterliegt weiteren Beschränkungen).
  • Eine Weitergabe im privaten Kreis ist erlaubt, nicht jedoch die Weitergabe im Rahmen der Lehre oder wissenschaftlichen Forschung (für diese Fälle gibt es weitere Beschränkungen).
  • Die Kopie darf nicht von offensichtlich rechtswidrig hergestelltem Material erstellt werden (z. B. illegale Tauschbörsen). Maßnahmen zum Kopierschutz durch DRM dürfen nicht umgangen werden.

Gemäß § 51 UrhG können Sie unter folgenden Vorraussetzungen fremde Werke zitieren:

Voraussetzungen

  • Der Schwerpunkt muss in der Eigenleistung liegen, d.h. der Konzeption von eigenem Material.
  • Das Zitat darf dann zur Verdeutlichung des eigenen Konzeptes oder im Rahmen eines wissenschaftlichen Diskurses, also der wissenschaftlichen Aufarbeitung einer Fachfrage, verwendet werden (=Belegfunktion). 
  • Die jeweilige Quellenangabe muss den Namen des Urhebers und die Quelle beinhalten (vgl. § 63 UrhG).

Umfang

  • Fremde Werke dürfen nur in einem Umfang zitiert werden, der für die Darstellung wirklich notwendig ist (=Verhältnismäßigkeit).
  • Das Werk darf beim Zitieren nicht geändert werden. Kürzungen bzw. Auslassungen sind entsprechend zu kennzeichnen (vgl. § 62 UrhG).
  • Einzelne Abbildungen dürfen vollständig übernommen werden (z.B. für eigene Präsentationen).

Mit § 60d UrhG wurde erstmals eine Regelung zum Text- und Datamining im Urheberrecht eingeführt. Danach dürfen Sie Werke vervielfältigen, um daraus gewünschte Daten zu extrahieren und diese im nächsten Schritt automatisiert zu analysieren und auszuwerten.

Die extrahierten Daten dürfen unter folgenden Voraussetzungen für Dritte zugänglich gemacht werden:

  • Für die gemeinschaftliche Forschung (Forschergruppen) oder zur Überprüfung der wissenschaftlichen Qualität durch andere Forscher (Peer review).
  • Kein kommerzieller Zweck.
  • Bei Bereitstellung im Intranet nur für einen abgegrenzten Teilnehmerkreis (Passwortschutz).

Eine Weitergabe der ursprünglichen Werke, aus denen der Datenpool gewonnen wurde, ist jedoch nicht zulässig.

Nach Abschluss der Forschungsarbeit:

Wenn Sie Ihre Forschungsarbeit abgeschlossen haben, können Sie den Datenpool selbst sowie evt. vh. Ursprungsmaterial (jedoch keine Kopien) Bibliotheken, Archiven oder Hochschulen zur dauerhaften Archivierung übermitteln. Sie als Forscher müssen jedoch alle Kopien der Werke, aus denen die Daten gewonnen wurden, sowie den Datenpool selbst bei sich bzw. im Intranet dauerhaft löschen.

Literatur, die nicht in der Bibliothek der Frankfurt UAS oder der Goethe-Universität vorhanden ist, können Sie per Fernleihe aus anderen Bibliotheken in Deutschland bestellen. Dieser Dienst ist kostenpflichtig (mind. 1,50 € pro Bestellung).

Nach bisher geltendem Urheberrecht konnten Kopien aus Zeitschriftenartikeln und Sammelwerken nur in ausgedruckter Form geliefert werden, d. h. mussten von Ihnen in der Bibliothek abgeholt werden. Ab 01.03.2018 kann die Bibliothek Ihnen den Artikel gemäß § 60e Abs. 5 UrhG. direkt per E-Mail an Ihren Arbeitsplatz schicken: 

Was darf verschickt werden:

  • Auszüge aus einem Schriftwerk mit einem Umfang von bis zu 10% des Werkes.
  • Einzelne Beiträge, die in wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind. Diese dürfen vollständig verschickt werden. Beiträge aus Zeitungen und sogenannten Kioskzeitschriften dürfen nicht in elektronischer Form verschickt werden.

Bedingungen:

  • Keine kommerzielle Nutzung.

Weitere Informationen zur Fernleihe finden Sie im FAQ.

Das BMBF hat zusammen mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. eine hilfreiche Übersicht über die wichtigsten Regelungen des Urheberrechts für Lehre und Forschung zusammengestellt.

Handreichung

 

BibliothekID: 3176
letzte Änderung: 25.09.2020