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Frauen in MINT-Fächern

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – Studiengänge, die in den Fachbereichen 1  Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik und 2  Informatik und Ingenieurwissenschaften angeboten werden.

Ziel der Hochschule ist es, den Anteil von Frauen in MINT-Fächern wesentlich zu erhöhen. Deshalb unterstützen die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Frauen in MINT-Studiengängen und fördern die Entwicklung von Angeboten, um Schülerinnen für die MINT-Fächer zu begeistern. 

Die Frankfurt UAS hat 2014 das Memorandum des Nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ unterzeichnet und sich damit zur Unterstützung des Paktes verpflichtet durch die Beteiligung an gemeinsamen Aktionen und Aktivitäten sowie durch eigene Beiträge und konkrete Maßnahmen.

Die Lernwerkstätten im Forschungsorientierten Kinderhaus der Frankfurt UAS gestalten in Zusammenarbeit mit der Krabbelstube Campus Kids "Erfahrungswelten" für Kinder unter drei Jahren, das Projekt "Brücken bauen" für Kinder in Kitas und Horteinrichtungen und die Veranstaltung "Technik ist cool" für Mädchen und Jungen ab 5 Jahren aus Kitas sowie für 3. und 4. Grundschulklassen. Die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und Jungen ist ein zentrales pädagogisches Anliegen dieser Formate, die Interesse und Begeisterung an Wissenschaft, Forschung und Technik wecken wollen.

Das gFFZ, das Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen, das an der Frankfurt UAS angesiedelt ist, werden Forschungsprojekte zum Thema Gender und MINT durchgeführt. Aktuell wurde eine "Handreichung für die Integration von Genderaspekten in die Lehre" der MINT-Fächer erarbeitet, die fortlaufend ergänzt werden soll. Derzeit wird hier das vom BMBF geförderte Projekt "GenderFoLI" durchgeführt, in dem Fortbildungen für Lehrende in den Ingenieurwissenschaften an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und an Universitäten konzipiert und getestet werden, die sie motivieren und befähigen, hochschuldidaktische Genderkompetenz und Genderwissen in ihre Lehre zu implementieren.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sind auch Kontaktpersonen für Akteurinnen und Akteure (z. B. lokale Frauenbeauftragte oder Schulen), die sich für die MINT-Förderung von Frauen und Mädchen einsetzen.

Angebote für Studentinnen

In der "Chancenakademie – gemeinsamer Start ins Studium" bietet die Frankfurt UAS Maßnahmen an, die Studierende beim Lernen unterstützten sollen. Es gibt Peer-Learning-Gruppen, ein Help Desk Mathematik und Themenspecials Mathematik. Da aus der Forschung bekannt ist, dass insbesondere junge Frauen gerade in den MINT-Fächern schneller an sich zweifeln und daher eher in Gefahr sind, ihr Studium abzubrechen, hilft ihnen dieses Angebot besonders.

Das "Netzwerk Mentoring Hessen", maßgeblich mitbegründet von der Frankfurt UAS (damals noch Fachhochschule) ist ein einzigartiges Mentoringprojekt in Europa, in dem Studentinnen der MINT-Fächer, Doktorandinnen und Post-Doktorandinnen unterstützt und für eine Karriere in Wirtschaft oder Wissenschaft gezielt gefördert werden. Die Frankfurt UAS ist aktiv an diesem Netzwerk beteiligt und unterstützt es fachlich und personell. Jedes Jahr profitieren 20 bis 30 neue Studentinnen und Doktorandinnen der Frankfurt UAS von diesem Angebot.

Angebote für Schülerinnen

Die Frankfurt UAS beteiligt sich jedes Jahr am bundesweiten "Girls' Day" und am "Boys' Day".

Die Zentrale Studienberatung bietet den Workshop „Was machen Ingenieurinnen“ an, der anhand von Alltagsgegenständen (bspw. Fahrrad, Handy, Haus) zeigt, welche Technik in ihnen steckt, welche Berufsgruppen diese Technik entwerfen und was man für diese Berufe studieren muss. Der Workshop wird flexibel eingesetzt bei Schulbesuchen, am Girls' Day oder sonstigen Veranstaltungen mit Schüler/-innen. Interessierte können sich an die ZSB oder an Frau Janina Hirth wenden.

Ein weiteres Programm ist „Chancen bilden- Fit fürs Studium“, in dem sowohl die Studierfähigkeit als auch die Studienorientierung von Schülern und Schülerinnen gefördert wird, die aus nicht-akademischen Familien kommen. Die Teilnehmer/-innen werden durch persönliche und fachliche Begleitung im Orientierungs- und Qualifizierungsprozess nachhaltig unterstützt. Diese Begleitung wird – unter fachlicher Anleitung – von studentischen Mentor/-innen durchgeführt und bezieht sich auf die letzte schulische Phase vor dem Fachabitur bzw. Abitur und die daran anschließende Studieneingangsphase. Das Programm erreicht viele junge Menschen mit Migrationshintergrund, darunter überproportional viele junge Frauen, erfüllt also sowohl die Ziele der Geschlechtergleichheit, des Aufstiegs durch Bildung, wie auch der Integration.

Das Projekt "MINT to Be" bietet Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 2 in einem zweiwöchigen Orientierungsstudium die Möglichkeit, sich intensiv mit den MINT-Studienmöglichkeiten der Frankfurt UAS auseinanderzusetzen. Seminare zur Mathematik dienen den Teilnehmenden als zusätzliche Vorbereitung für ihre Abitur- bzw. Abschlussprüfungen. Dieses Projekt strebt auch an, mehr weibliche Studieninteressierte für MINT-Studiengänge zu begeistern.

Seit 2018 beteiligt sich die Frankfurt UAS am "Hessen Technikum", in dem Abiturientinnen ein halbes Jahr lang ein kombiniertes Firmen- und Hochschulpraktikum absolvieren können, um MINT-Studiengänge und Berufsfelder besser kennenzulernen und sich danach fundierter für ein MINT-Studium entscheiden zu können.

Die Gleichstellungsbeauftragten der Frankfurt UASID: 2371
letzte Änderung: 11.08.2020