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IDAHOBITA*

Alljährlich am 17. Mai wird weltweit der "Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- & Asexuellenfeindlichkeit“ (IDAHOBITA*) gefeiert. An diesem sollen die vielfältigen sexuellen Orientierungen und L(i)ebensweisen sichtbar werden ebenso wie die Vielfalt der Geschlechter. Wir bieten Informationen und setzen uns für Akzeptanz und Rechte aller Menschen ein, sich so zu zeigen und zu leben, wie sie sind.

Akzeptanz und Willkommen für Trans*- und Inter*-Personen – IDAHOBITA 2020 Teil 2 (Online)

Unter diesem Schwerpunkt erwartet Sie vom 11. bis 26. November der zweite Teil der Veranstaltungsreihe „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ sowie Darbietungen der Slam Poet*innen Annika Blanke und Sven Hensel.

Corona-bedingt ins Wintersemester verschoben, bildet das Programm nun zugleich den Auftakt für ein neues Projekt der Hochschule: Gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) startet im WS 2020/21 die Entwicklung des Konzeptes für eine „Trans*sensible Verwaltung und Lehre an der Frankfurt UAS“. Das Projekt soll beteiligungsorientiert verlaufen und richtet sich an alle Hochschulmitglieder – sowohl Mitarbeitende, Lehrende als auch Studierende. Um transparent zu machen, warum das wichtig ist und für weiterführende Hintergrundinformationen, bietet die Veranstaltungsreihe einen guten Einstieg in das Thema.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung. Freuen Sie sich auf spannende Vorträge, Workshops und peppige Poetry!

Eingeladen sind Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Frankfurt UAS, Zugehörige, Eltern, Schüler*innen und pädagogisches Fachpersonal sowie alle, die interessiert sind und ins Gespräch kommen wollen.

Die Veranstaltungen sind durch die Hessische Lehrkräfteakademie zertifiziert, für Mitarbeitende der Frankfurt UAS gelten die Veranstaltungen als hausinterne Weiterbildungen.

Anmeldungen demnächst auf dieser Seite!

Slam-Poet*innen und Autor*innen der Publikation „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“, hrsg. von Prof. Dr. Stefan Timmermanns (Frankfurt UAS) und Prof. Dr. Maika Böhm (Hochschule Merseburg):

Programm

Vortrag von Dipl. Soz. Kerstin Oldemeier

„Geschlechtliche Vielfalt – Negative & positive Erfahrungen junger divers* und trans* geschlechtlicher Menschen“

Ein Blick in die Lebenswelten junger divers* und trans* geschlechtlicher Menschen legt einerseits offen, dass Diskriminierung eine nahezu tägliche Erfahrung ist: Unter ihnen haben 9 von 10 laut einer bundesweiten Studie schon mal Diskriminierung aufgrund ihrer geschlechtlichen Zugehörigkeit erlebt. Andererseits gibt es auch schöne Erfahrungen, über die viel zu selten gesprochen wird. Aus diesem Grund betrachtet der Vortrag die ‚zwei Seiten einer Medaille‘ und diskutiert Defizite sowie Ressourcen in den Lebenswelten junger divers* und trans* geschlechtlicher Menschen.

Slam Poetry von und mit Annika Blanke

„Worte kennen keine Grenzen!“

Annika Blanke, Jahrgang 1984, steht seit fast fünfzehn Jahren auf den Poetry Slam-Bühnen in Deutschland, Österreich, Schweiz und den USA. 2015 war sie Opening Act von Andrea Gibson in Berlin, 2019 vertrat sie die Bundesrepublik Deutschland beim Länder-Wettbewerb der BUCH WIEN.

Ihre Texte behandeln eher ernste Themen - meist auf humorvoll-ironische Weise, sodass die zusehenden Personen häufig zwischen Nachdenken und Schmunzeln abwechseln müssen.

Vortrag mit Workshop von Ursula Rosen, Lehrerin und Autorin

„Inter* macht Schule“

Obwohl vor fast drei Jahren das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat, dass das deutsche Grundgesetz auch intergeschlechtliche Menschen vor Diskriminierungen wegen ihres Geschlechts schützt, hat sich in der Schule nicht viel getan:  Inter*Kinder werden weiterhin gezwungen, sich den Mädchen oder den Jungen zuzuordnen, im Biologieunterricht wird weiterhin vermittelt, dass es nur zwei Geschlechter gibt und Beratungslehrkräfte sind häufig nicht oder kaum in der Lage, die besonderen Bedarfe von Inter*Kindern einzuschätzen. Der Grund liegt zumeist in dem geringen Wissen über diese Thematik. Der geplante Vortrag mit interaktiven Übungen soll Lehrkräfte dazu befähigen, in ihrem Unterricht und im außerunterrichtlichen Bereich Inter*mitzudenken und individuelle Konzepte für die Inklusion aller Geschlechter an ihrer eigenen Schule zu entwickeln.

Queer Slam Poetry mit Sven Hensel

Sven Hensel, liebevoll die "Wortgewordene Energydose der Slamszene" genannt, ist Spoken Word Artist, Slam Poet und eines der umtriebigsten Jungtalente der letzten Jahre. Seit 2014 trat er bei über 950 Spoken-Word-Veranstaltungen auf – in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und Südtirol. 2015 wurde er U20NRWMeister und 2018 Vize-Erotikmeister im Poetry Slam. Im Februar 2017 erschien sein erstes Buch "Aufhause - von Zugvögeln und Fernverkehrern“, 2019 die Anthologie „Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden“. Seine Ansätze ans Schreiben verleiten zum um-die-Ecke-denken und resultieren in unerwarteten sprachlichen Bildern, meist queer, mal laut, mal leise, aber immer Sven.

Vortrag mit Workshop von Dr. rer. nat. Ulrich Klocke, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Psychologie, Sozial- und Organisationspsychologie

„Zwischen Diskriminierung, Unsichtbarkeit und Akzeptanz: Die Situation von lsbti* Kindern und Jugendlichen und wie pädagogische Fachkräfte sie verbessern können“

Wenn Menschen Geschlechternormen nicht erfüllen, erleben sie oft abwertende Reaktionen. Lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* (lsbti*) Jugendliche haben daher ein deutlich höheres Suizidrisiko. Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte haben ihnen gegenüber daher eine besondere Verantwortung. Bisher berücksichtigen sie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt allerdings selten in einer selbstverständlichen Art und Weise. Der geplante Vortrag mit Workshop-Anteilen soll für die Situation von LSBTI sensibilisieren und Möglichkeiten aufzeigen, wie pädagogische Fachkräfte deren Situation verbessern können.

Videoaufzeichnung des  Gastvortrags anlässlich des IDAHOBITA* 2020:  Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß: Auch biologisches Geschlecht ist vielfältig – Bedeutung für die pädagogische und sozialarbeiterisch e Praxis.

Freuen Sie sich im November auch auf die Slam-Poet*innen:

Klicken Sie vorab schon mal rein!

  • Annika Blanke "Ich möchte eine Frau sein"

Zum Videoausschnitt vom Poetry Slam "Weststadtstory" in Essen auf Youtube.

  • Sven Hensel "Letzte Rechtfertigung" 

Zum Videobeitrag Auftritt bei Poetry Slam TV auf Youtube.

 

Weitere Informationen, Unterstützungsangebote und (Spenden-)Aufrufe in der Corona-Krise:

Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt

Aufruf „Rette deine Queeren Bars in Frankfurt“ des Bündnisses für Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt, um bunte Schutzräume auch über die Corona-Krise hinweg zu erhalten.

Informationen und Hilfsangebote für LSBT*IQ-Personen und Vereine zur Corona-Krise zusammengestellt vom LSBT*IQ-Netzwerk Rhein-Main:

Umfrage zur Gesundheitsversorgung von Trans*-Personen zu Zeiten von Corona

Corona-spezifische Hilfsfonds für die queere Community 

Sammlung von Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für LSBT*IQ+ während Corona u. a. zu finden über

LSBT*IQ-Netzwerk Hessen: Instagram

LSBT*IQ Netzwerk Hessen: Facebook 

 

Das Datum – zur Erinnerung an den 17. Mai 1990  

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten. In Erinnerung an dieses Ereignis organisieren Aktivist*innen alljährlich Veranstaltungen zum "Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- & Asexuellenfeindlichkeit“. Sie werben für Solidarität mit und für Menschenrechte von Personen, die lesbisch, homo- bzw. bisexuell lieben, sich als transident oder intergeschlechtlich identifizieren.

IDAHOBITA* an der Frankfurt UAS

Seit 2009 beteiligt sich die Frankfurt University of Applied Sciences mit Veranstaltungen am IDAHOBITA*. Denn: Sie versteht sich als eine offene Hochschule, die sich der Integration, Antidiskriminierung sowie der Respektierung von Diversität verpflichtet fühlt – auch und gerade mit Blick auf Sexualitäten. Das Thema Diversity ist ein strategischer Baustein der Frankfurt UAS. Die Ausrichtung des IDAHOBITA* ist eine von vielen Hochschulaktivitäten, in der Diversity sichtbar und erlebbar wird.

Die Hochschulinitiative "IDAHOBITA"

Die Hochschulinitiative „IDAHOBITA*“ plant und führt die Aktivitäten in 2020 durch. Unterstützt wird sie dabei von CampusKultur.

Mitmachen

Sie wollen sich einbringen bei den Vorbereitungen oder der Durchführung des nächsten IDAHOBITA*? Sie kennen eine*n spannende*n Referent*in?

Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf:

Rückblick auf die letzten Jahre

Sie sind neu an unserer Hochschule? Sie wollen wissen, wie und was wir in dne letzten Jahren an Programmangeboten rund um den 17. Mai angeboten haben? Im folgenden eine kleinen Eindruck unserer Aktivitäten.

Programm in 2019

Mit dem neuen Programm hat sich die Hochschulinitiative in 2019 auch für die Anpassung des Namens in "IDAHOBITA" entschieden. So werden nun die Aspekte Biphobie und Interphobie auch im Namen sichtbar: Die Buchstaben BI in der Abkürzung IDAHOBITA verweisen auf Bi- und Intersexualität.

Programmauszug

Am Donnerstag, 16. Mai, 18:00 Uhr fand Geb. 1, Café 1 die Podiumsdiskussion „Jetzt is‘ doch mal gut!?“ – Diskriminierung von LGBTIQ* - Schnee von gestern? statt

Es gab Impulsvorträge und Diskussion zu Homo- und Trans*Phobie in Medien und Alltag

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Postkarte "Frankfurt UAS Diversity –Vielfalt eröffnet Chancen"

Programm in 2018

Vom 14. bis 18. Mai 2018 fand unter dem Motto „Oh wie schön ist IDAHOT“ eine Aktionswoche mit Filmabend, Musik, Workshops, Diskussionsrunden und Ausstellungen zu den Themen Vielfalt und Toleranz statt.

Die Hochschulinitiative „IDAHOBITA“ plante und führte zusammen mit dem Queer-Referat des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) die Aktivitäten durch. Unterstützt wurden sie dabei von CampusKultur.

Kontakt

Prof. Dr.
Klaus Müller
Studiengangsleitung Pflege (B.Sc.) und Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe (B.A.)
Gebäude 2, Raum 227
Fax : +49 69 1533-2809
Campus KulturID: 4317
letzte Änderung: 21.10.2020