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Der aus dem Studiengang Geoinformation und Kommunaltechnik hervorgegangene Forschungsschwerpunkt unter der Leitung von Prof. Dr. Martina Klärle bietet eine Plattform für  innovative Projekte an der Schnittstelle zwischen Geoinformatik und Erneuerbaren Energien. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung von automatisierten Potenzial- und Standortanalysen für Erneuerbare Energien auf der Basis von flächendeckend vorliegenden Geodaten. Moderne Geoinformationssysteme und darauf basierende Anwendungen werden gezielt eingesetzt, um die Gebietskörperschaften auf dem Weg ins Erneuerbare-Energien-Zeitalter zu unterstützen.

Kleinwindkraftanlagen können bislang nur selten wirtschaftlich betrieben werden, da die genaue Windgeschwindigkeit in Bodennähe nicht bekannt ist. WIND-AREA liefert nun eine exakte Strömungssimulation auf der Basis hochauflösender Fernerkundungsdaten, welche Topographie, Vegetation und Gebäude detailliert berücksichtigt. Ziel ist es, Orte, die aufgrund kleinräumiger Strömungen erhöhte Windgeschwindigkeiten aufweisen, ohne aufwändige Testmessungen lokalisieren zu können. Damit kann erstmals ein großflächiger Nachweis der wirtschaftlichsten Standorte für Kleinwindkraftanlagen erbracht werden, ein wichtiger und bisher unerschlossener Marktbereich für die Energiewende. Das Forschungsprojekt wurde 2014 abgeschlossen und bereits für städtische Teilbereiche  und ländliche Gemeinden in die Praxis umgesetzt.

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Flyer WIND AREA

Film WIND AREA

Als Ergebnis des Forschungsprojekts SUN-AREA, für das Prof. Dr. Martina Klärle 2009 den Deutschen Solarpreis erhielt, können vollautomatisch alle Dachflächen ermittelt werden, die für die Gewinnung von Solarenergie optimal geeignet sind. Mittlerweile gibt es für über 1.000 Städte im In- und Ausland ein SUN-AREA-Solardachkataster, welches den Bürgern verlässliche Informationen über die Eignung ihres Daches und die Wirtschaftlichkeit einer solaren Nutzung bietet. Zur Ermittlung von geeigneten Dachflächen werden hochaufgelöste Laserscandaten ausgewertet, die mittels einer Befliegung gewonnen werden. Diese werden mit Katasterdaten verschnitten; zudem erfolgt eine Simulation der Sonneneinstrahlung über den Tag und das Jahr hinweg. Damit kann für jede einzelne Dachfläche der Stromertrag, der bei einer Photovoltaik-Nutzung zu erwarten ist, exakt berechnet werden.

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Das 2011 abgeschlossene Forschungsprojekt ERNEUERBAR KOMM! ermöglicht erstmals eine ganzheitliche Flächenpotenzialanalyse für alle Formen der Erneuerbaren Energien. Mit Hilfe von Geobasisdaten wird ermittelt, wie viel Strom aus Solar- und Windenergie, Biomasse und Wasserkraft auf der Fläche einer Gemeinde erzeugt werden kann. Die Methode ERNEUERBAR KOMM! stößt auf große Resonanz bei Kommunen, Landkreisen und Regionen und konnte bereits wenige Monate nach Abschluss des Forschungsprojektes für über 600 Gemeinden in die Praxis umgesetzt werden.

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Dr. Ulrike ReichhardtID: 4974
letzte Änderung: 09.10.2018