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Zur Zukunftsfähigkeit von Baukultur und Siedlungsbau 1945-1975

Das Forschungslabor Nachkriegsmoderne versteht die Wohnsiedlungen der Jahre 1945-1975 als eine wichtige kulturelle, soziale, wirtschaftliche und architektonische sowie städtebauliche Ressource. Auf dieser Grundlage will das Labor die besten Strategien für deren Weiterentwicklung und für das Weiterbauen dieser Ressource entwickeln und kommunizieren. Durch den hohen Veränderungs- und Nachverdichtungsdruck gewinnt eine umfassende Beschäftigung mit diesen Beständen derzeit zusätzliche Dringlichkeit.

Siedlungsspaziergänge

Entdecken Sie mit dem Forschungslabor Nachkriegsmoderne und kunstkontakt Wohnungsbauten der Nachkriegsmoderne im Raum Frankfurt Rhein-Main. Erfahren Sie mehr über deren Geschichte, die Ideen der Planer und das Leben in den Siedlungen heute.

 

Wohnstadt Limes
In Schwalbach, am Fuße des Taunus, spazieren wir durch die ab Anfang der 1960er Jahre geplante Wohnstadt Limes. Wir ergründen Schritt für Schritt das Konzept der Planer und ihre Qualitäten im Hier und Jetzt.

Der für den 19. Oktober geplante Siedlungsspaziergang zur Wohnstadt Limes musste leider abgesagt werden. Der Spaziergang wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Sonnenring
Die Architekturführung Sonnenring im Herbst 2019 gewährte Einblicke hinter die Fassade eines der größten Wohngebäude Frankfurts und beschloss den Rundgang mit einem Ausblick in die Ferne. Zum FFin Blog

Für alle Interessent*innen: Die Führung wird voraussichtlich im Sommer 2020 wiederholt.

 

Nordweststadt
Im Juli 2019 führte der erste Siedlungsspaziergang des Forschungslabor Nachkriegsmoderne und kunstkontakt durch die Nordweststadt. Die Geschichte der Siedlung, die Ideen der Planer und das Leben in der Großsiedlung heute, waren dabei genauso ein Thema wie die denkmalgeschützte Kirche Cantate Domino, das weithin bekannte Nordwestzentrum und die unterschiedlichen Schulgebäude im Wohngebiet.

Für alle Interessent*innen: Die Führung wird voraussichtlich im Frühling 2020 wiederholt.

FACHTAGUNG - Adaptive Re-Use

Strategien für den Wohnungsbau der Nachkriegsmoderne

In prosperierenden Regionen ist der Druck auf den Wohnungsmarkt besonders hoch; händeringend wird nach Flächenressourcen gesucht, um den rasant ansteigenden Wohnraumbedarf zu decken. Mit dem Blick auf die Innenentwicklung geraten insbesondere die Siedlungen der Nachkriegsmoderne in den Fokus, da sie aufgrund ihrer meist geringen baulichen Dichte Potenzial für Nachverdichtung besitzen. Dadurch besteht die Gefahr, dass charakteristische Merkmale der Siedlungen mit deren prägenden Freiraumstrukturen verlorengehen. Ein Teil der Siedlungen gilt zwar grundsätzlich als erhaltenswert, es besteht aber häufig (noch) kein Ensemble- oder Denkmalschutz, der einen behutsamen Umgang mit den städtebaulichen Strukturen sichern könnte.

Die Tagung Adaptive Re-Use diskutierte anhand von Beispielen aus dem europäischen Raum die Erfassung, Bewertung und Strategien für den Umgang mit Großwohnungsbauten und Siedlungsstrukturen aus der Zeit zwischen 1945 – 1975.

Sie fand am 11. Oktober 2019 an der Frankfurt University of Applied Sciences statt.

Zum Programm (PDF 280 KB)

 

 

Forschungsschwerpunkt

Der überwiegende Teil unseres Wohnungsbestandes stammt aus der Nachkriegszeit zwischen 1945 und 1975. Auch wegen seiner besonderen Qualität, welche vom Angebot der Außenräume bis zum Zuschnitt der Grundrisse reicht, ist dieser Bestand noch heute von großer Bedeutung. Insbesondere in Ballungsräumen wie der Region Frankfurt Rhein-Main bietet er dringend benötigten günstigen und gleichzeitig qualitativ hochwertigen Wohnraum. Jedoch muss er in vieler Hinsicht an heutige Bedürfnisse und Anforderungen angepasst werden (energetische Sanierung, Barrierefreiheit, soziale und Versorgungsinfrastruktur).

 

Zielsetzung

Das Forschungslabor Nachkriegsmoderne sieht sich als die erste Anlaufstelle in der Region Frankfurt Rhein-Main für alle, die mit dem modernen Siedlungs- und Städtebau in Verwaltung, Wohnungsbaugesellschaften, Bürgerschaft, in Praxis und Forschung zu tun haben oder sich damit beschäftigen.

Das interdisziplinäre Team des Labors möchte den Städtebau der Nachkriegsmoderne als baukulturelles Erbe im Bewusstsein verankern und zur Entwicklung zukunftweisender Strategien für den Umgang mit bestehenden Ressourcen beitragen.

 

Verknüpfung Forschung und Lehre
Interdisziplinär
Das Forschungslabor arbeitet interdisziplinär innerhalb der Architekturwissenschaften. Gemeinsamer Rahmen ist der Fokus auf Siedlungen und Bauwerke, die in der Zeit zwischen 1945 und 1975 entstanden sind.

Regional
Das Forschungslabor hat einen starken regionalen Schwerpunkt, um Brücken zwischen Forschung und Praxis auszubauen und Netzwerke auf der Basis eines persönlichen Austauschs mit anderen Akteuren zu initiieren.

Integrativ
Das Forschungslabor verbindet Forschung und Lehre. Neben den Synergien mit der Lehre im Fachbereich Architektur, wird auch der Wissensaustausch mit anderen Fachbereichen angestrebt.

Vernetzt
Das Forschungslabor ist offen für bundesweite und internationale Kollaborationen, die dem allgemeinen Profil der Nachkriegsmoderne nahestehen.

Öffentlich
Das Forschungslabor möchte die baukulturelle Bedeutung des Siedlungsbaus der Nachkriegsmoderne einem breiten Publikum vermitteln und das Bewusstsein für diese Epoche schärfen.

 

Tätigkeitsfelder
| Forschung
| Wissenschaftliche Betreuung von Dissertationen
| Beratung für Bestandshalter
| Workshops
| Fachtagungen
| Publikationen
| Veranstaltungen und Stadtführungen für die interessierten Öffentlichkeit

Für allgemeine Anfragen wenden Sie sich an:

Prof. Dr.-Ing.
Michael Peterek
Studiengangsleitung Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen M.Eng. + Urban Agglomerations M.Sc.
Gebäude 1, Raum 506
Prof. Dr.-Ing.
Wolfgang Jung
Studiengangsleitung Advanced Architecture M.Sc.
Gebäude 1, Raum 511
Prof. Dr.
Patricia Ines Hoeppe
Stellv. Studiengangsleiterin Performative Künste in sozialen Felder
Gebäude 2, Raum 507
Fax : +49 69 1533-2809
Dr.
Matthias Brunner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Gebäude 1, Raum 524

Publikationen

Die späten Ernst-May-Siedlungen in Hessen
Eine Untersuchung von Prof. Dr.-Ing. Maren Harnack, MA Paola Wechs und Julian Glunde.
In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen
Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt 2019
 

 

Identifikationsräume
Potenziale und Qualitäten großer Wohnsiedlungen
Harnack, Maren und Stollman, Jörg (Hg.)
Universitätsverlag der TU Berlin, Berlin 2017

Community Spaces
Conception – appropriation – identity
Harnack, Maren et al. (Hg.)
Universitätsverlag der TU Berlin, Berlin 2015

Die Rückkehr der Wohnmaschinen
Gentrifizierung und sozialer Wohnungsbau in London
Harnack, Maren
Transcript, Bielefeld 2012

 

Stadtbausteine
Peterek, Michael und Bürklin, Thorsten
Birkhäuser, Basel 2016

 

Lokale Identitäten in der globalen Stadtregion
„Alltagsrelevante Orte“ im Ballungsraum Rhein-Main
Reihe Stadt und Raum im globalen Kontext Bd. 1
Peterek, Michael und Bürklin, Thorsten
IKO – Verlag für interkulturelle Kommunikation, Frankfurt am Main 2006

 

Wohnung. Siedlung. Stadt.
Paradigmen der Moderne 1910 – 1950
Peterek, Michael
Mann Verlag, Berlin 2000

 

 

Reworking the „Economic Miracle“ Area in Wolfsburg
Optimizing the performance and the energy efficiency in the Satallite Town Detmerode
Edited by Wolfgang Jung, Hans-Jürgen Schmitz, Nicole Froberg and Stefan Heßling
Intensive Programme 2013/2014 - International Workshop in Wolfsburg

Reworking the Reconstruction Era in Berlin
Optimizing the performance of the Academy of Arts, the Hansa Libary and the Shopping-Centre in the Hansaviertel
Edited by Wolfgang Jung, Hans-Jürgen Schmitz, Winfried Brenne, Franz Jaschek and Stefan Heßling
Intensive Programme 2012/2013 - International Workshop in Berlin

Reworking the Bauhaus Era in Dessau
Optimizing the energy efficiency in the housing estate Törten
Edited by Wolfgang Jung, Hans-Jürgen Schmitz, Monika Markgraf and Stefan Heßling
Intensive Programme 2011/2012 - International Workshop Dessau

Reworking the Modern Movement - the "Pärnuk KEK" in Pärnu, Estonia
On how to preserve Modern Movement monuments
Edited by Wolfgang Jung, Mart Kalm and Stefan Heßling
Intensive Programme 2007/2008 - International Workshop in Pärnu

Frankfurter 10-Punkte Plan zur Umsetzung der Energiewende in Ballungsräumen
Klärle, Martina, Rucker-Gramm, Petra, Schmitz, Hans-Jürgen
Eigenveröffentlichung der Frankfurt University of Applied Siences, Frankfurt 2013

 

 

 

Geschwister-Scholl-Schule Lünen Die Geschichte einer Instandsetzung
Kurz, Philipp, Schmitz, Hans-Jürgen
Wüstenrot Stiftung (Hg.), Krämer Verlag, Stuttgart 2014

 

 

 

 

OnTop im internationalen Hochschulwettbewerb
Solar Decathlon Europe 2014
Klärle, Martina, Schmitz, Hans-Jürgen, Fiedler, Sebastian, Reichhardt, Ulrike
Eigenveröffentlichung der Frankfurt University of Applied Siences, Frankfurt 2014

Das Olympische Dorf München
Planungsexperiment und Musterstadt der Moderne
Heger, Natalie
Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2014

 

Performed City
Performative Stadtaufstellung und –konstitution
Hoeppe, Patricia
Performance Press International, Berlin 2015

The Walking, the Crossings and the Passings
Über Wege-Performances
Hoeppe, Patricia
Vokal-Verlag, Leipzig 2010

Fachartikel

Die Nachkriegsmoderne als Forschungsobjekt
In: Transforming Cities, Ausgabe 01/2019

 

In die Zange genommen, Kritik am Wohnungsbau um 1968
In: sub/urban Band 6 Heft 2/3 2018
    


Alles schon mal dagewesen. Wohnhochhäuser in der Stadt
In: Stadtbauwelt, Oktober 2017

 

Facelift einer Ikone
Trellick Tower wird saniert
In: Bauwelt, Mai 2017

 

Wohnen im Turm
In: Edition Le Monde diplomatique 1/2014, S. 52–55

 

Methodik zur Bestandsanalyse und Entwicklung von städtebaulichen Konzepten
In: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 2/2014 S. 9–12

 

Die inneren Werte. Nordweststadt Frankfurt.
In: Bauwelt 40/41 2014, Seite 26 – 31, September 2014


Vom Wohnen für alle zur Notlösung für Arme.  Kommunaler Wohnungsbau in London nach dem Zweiten Weltkrieg.
In: Informationen zur Modernen Stadtgeschichte 2013/1 Seite 60 – 72, Januar 2013

 

Zukunftsfähige Stadtentwicklung. Energieeffiziente Wohnformen am Beispiel Frankfurt Riedberg.
In: Raumplanung. Zeitschrift für räumliche Planung und Forschung, Nr. 163, 4-2012 Seite 8 – 14, Juli 2012

Weitere Veröffentlichungen finden sich auf den persönlichen Webseiten der Mitglieder des Forschungslabors.

 

 

2019

Warum Enteignungen kein Sozialismus sind – sondern Demokratie
Interview mit Prof. Harnack auf bento.de, 10. April 2019

  Presseinformation – Fachtagung Adaptive Re-Use, Frankfurt University of Applied Siences, September 2019

2018

Ehrenrettung für die Wohnburg
FAZ, 09.10.2018

Presseinformation – Frankfurt University of Applied Siences, September 2018

 

Irgendwann funktioniert eine Stadt nicht mehr…
Interview von Prof. Harnack in der Reihe „Mal ehrlich: welche Probleme haben wir wirklich?“,
Kulturfrühstück; hr2-kultur, 7. September 2018

 

2017 - 2013

Frankfurt wächst...
Hessenschau, Hessischer Rundfunk, Interview mit Prof. Peterek, 24.08.2017

 

Weitergedreht: IvI
Hessenschau, Hessischer Rundfunk, Interview von Prof. Harnack, 4. Juni 2017
 

Mangel an günstigen Wohnungen in Städten
Hessenschau, Hessischer Rundfunk, Interview von Prof. Harnack, 10. Mai 2017
 

Edificio Copan –Leben im größten Wohnhaus der Welt
Freistil Feature, Deutschlandfunk, Interview von Prof. Harnack, 11. Dezember 16
 

Stadt Frankfurt kauft Wohnhaus zum Schutz der Mieter
Hessenschau, Hessischer Rundfunk, Prof. Harnack als Studiogast, 19. Juni 2016
 

Boomtown Frankfurt zu teuer für den Durchschnittsverdiener?
Hessenschau, Hessischer Rundfunk, Interview mit Prof. Harnack, 8. Sept. 2016

 

Baukulturkonvent 2016
Kulturjournal, Österreichischer Rundfunk Ö1, Interview mit Prof. Harnack, 26. April 2016

 

Großsiedlungen heute – Zu Hause in der Trabantenstadt
Zeitfragen Feature, Deutschlandradio Kultur, Interview mit Prof. Harnack, 15. Sept. 2014

 

Stadtlust. Wachsende Städte – können Menschen dort wirklich gut leben?
Sonntags – TV fürs Leben, ZDF, Interview mit Prof. Harnack, 6. Juni 2013

 

Prof. Dr.-Ing. MSc Maren HarnackID: 5473
letzte Änderung: 15.10.2019