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Projekt Experimentiergebäude „Tiny-Labs“

Balance von aktiven und passiven Gebäudekomponenten

Das Projekt hat zum Ziel auf dem Campusgelände der UAS zwei Experimentiergebäude als „Tiny -Labs“ zu realisieren. Diese erlauben es den Studierenden praktische Erfahrungen bei der Planung, dem Bau, dem Betrieb und dem Rückbau von Gebäuden zu sammeln. Ein Tiny-Lab wird auf einen aktiven, das andere auf einen passiven Betrieb ausgerichtet.

An diesem Projekt sind unterschiedlichen Studiengänge aktiv, die alle das Ziel verfolgen, die Gebäude besser für die Herausforderungen der Zukunft auszurichten. Die Studierenden erhalten mit den „Tiny-Labs“ die Chance, dass in den Studiengängen erlernte Wissen zum einen praktisch anzuwenden, als auch interdisziplinär arbeiten

Für das Tiny-Lab-aktiv wird ein Grundgerüst errichtet, an dem unterschiedliche Fassadenbauteile montiert werden können. Dies erlaubt den Studierenden neue Bauteile, Baustoffe und technische Anlagen, die aktuell in Forschungs- und Entwicklungsprojekten entwickelt werden, praxisnah im Betrieb auszuprobieren. Weiterhin erlaubt die Modularität des Grundsystems z.B. auch den Einbau von Einsatzelementen mit aktuellen Innovationen der Bauindustrie.

Für das Tiny-Lab-passiv wird zunächst eine Bodenplatte zur Lastverteilung aus Stahlbeton realisiert, auf der in Stampflehmbauweise eine Gebäudehülle errichtet wird. Die Dachkonstruktion wird aus Holz mit Zwischensparrendämmung als Einblasdämmung erfolgen. Der Herstellungsprozess der Stampflehmwände mit der Gemeinschaft der Studierenden ist daher ein wichtiger Teil des Projekts. Ziel ist, das Gebäude mit so wenig technischen Anlagen zur Raumkonditionierung zu betreiben wie nötig. Die Studierenden überprüfen damit, wie thermische Behaglichkeit bereits durch die Auswahl der Baustoffe möglich wird. An diesem Gebäude werden nicht nur baukonstruktive Aspekte intensiv studiert und ausprobiert, sondern auch Raumqualität in Bezug zur Materialität untersucht. Das Gebäude dient weiterhin auch dazu, Konstruktionskonzepte für Regionen der Welt zu prüfen, in denen eine reduzierte Haustechnik zum Einsatz kommen kann.

Mögliche Standorte

Die Studierenden werden schon im Vorfeld Erfahrung bei der Planung und dem Entwurf sammeln und Simulationen zu diesen Gebäuden auswerten. Es werden dabei thermische, energetische, lichttechnische und ggf. schalltechnische Berechnungen durchgeführt. Die Studierenden werden durch die Ökobilanzen der Gebäudelebenszyklen Prognosen zu den verwendeten Bauteilen und dem Gebäudebetrieb erstellen.

Die Gebäude werden errichtet und ausgestattet. Dabei lernen die Studierenden Gebäudekomponenten zu fügen und die Abläufe auf einer Baustelle zu kontrollieren. Es werden in dieser Phase auch die messtechnischen Einrichtungen aufgebaut Diese Phase endet auch mit einem Meilenstein, an dem dann entschieden wird, welche Messungen zu welchem Zeitpunkt durchgeführt werden.

Die Studierenden werden durch Messungen im Gebäudebetrieb die Ergebnisse und Prognosen aus AP 1 abgleichen und validieren. Auch werden Messungen zur Bestimmung des thermischen Komforts und der Tageslichtnutzung durchgeführt, womit eine Validierung normativer und gebräuchlicher Nachweisverfahren möglich wird. Hinzu kommen Messungen zur Staubbelastung und zum schalltechnischen Verhalten der Gebäude, wodurch eine bessere Vergleichbarkeit der Gebäudekonzepte möglich wird. Es werden die Energieverbräuche in den beiden Gebäuden erfasst und über längere Zeit aufgezeichnet. Auch die Eigenschaften der im Gebäude verbauten innovativen Bauteile werden über einen längeren Zeitraum gemessen und unter realen Gebäudebetrieb beobachtet. Dabei lernen die Studierenden die Herausforderungen im Umgang mit Gebäuden in der Praxis kennen.

Die Erkenntnisse aus den vorherigen APs dienen der Verbesserung des realen Betriebs von Gebäude. Daher werden die erfassten Daten durch Studierende ausgewertet. In der letzten Phase entwickeln die Studierenden ein Rückbaukonzept. Besonders die Frage der materialgerechten Demontage und Verwertung soll durch Studierende mit bearbeitet und beantwortet werden.

Kontakt

Projektkoordination

Prof. Dr. sc.
Volker Ritter
Professur für Technische Gebäudeausrüstung
Gebäude BCN, Raum 510

Projektpartner

Prof. Dr.-Ing.
Jochen Abel
Studiengangsleitung Real Estate und Facility Management B.Sc. und Real Estate und Integrale Gebäudetechnik B.Eng.
Gebäude BCN, Raum 510
Fax : +49 69 1533-2058
Prof. Dipl.-Ing.
Björn Gossa
Professur für Facility Management im Planungs- und Bauprozess; Lehrender Ausbautheorie
Gebäude BCN, Raum 511
Fax : +49 69 1533-2374
Prof. Dr.
Dirk Stegelmeyer
Studiengangsleitung Service Engineering (Wirtschaftsingenieur Service) Bachelor
Gebäude HoST, Raum 204
Prof. Dr.-Ing.
Enno Wagner
Studiengangsleitung Mechatronik (B.Eng.)
Gebäude 7, Raum 403
Prof. Dr.-Ing.
Mazen Ayoubi
Gebäude BCN, Raum 816
Fax : +49 69 1533-2374
Prof. Dr.-Ing.
Petra Rucker-Gramm
Gebäude 2, Raum 061
Fax : +49 69 1533-2783
Prof. Dr.-Ing.
Agnes Weilandt
Studiengangsleitung Zukunftssicher Bauen M.Eng.
Gebäude 1, Raum 40
Dr. Ulrike ReichhardtID: 8340