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Identifikationsräume

Potenziale und Qualitäten von großen Wohnsiedlungen

In der in den 1980er Jahren einsetzenden Auseinandersetzung mit dem Großwohnsiedlungsbau wurde vor allem nach den Gründen für dessen „Scheitern“ gesucht. Als Ursache rückte hierbei auch die als defizitär empfundene städtebauliche und architektonische Gestaltung in das Blickfeld, die keine Anknüpfungspunkte zur Identifikation geschaffen habe. Die aktuelle Diskussion zeigt aber, dass sich die Bewohner und Bewohnerinnen von Großwohnsiedlungen weit stärker mit ihren Quartieren identifizieren, als es aus der Außenperspektive den Anschein hat. Obwohl die Stadterneuerung heute vielfach nach identitätsstiftenden Räumen verlangt, berücksichtigt sie in ihren Planungen bislang kaum, auf welche Weise die bauzeitlichen Strukturen und vor allem deren tatsächliche Aneignung durch die Bewohner die Identifikation mit der Siedlung beeinflussen. Gleichzeitig sind Großsiedlungen vor dem Hintergrund des sozio-ökonomischen Wandels und der zunehmenden Wohnraumknappheit in den Ballungsräumen einem hohen Erwartungs- und Veränderungsdruck ausgesetzt. Damit könnten vorhandene Identifikationsräume im ungünstigsten Fall sogar verloren gehen.

Das Symposium Identifikationsräume ging der Frage nach, wie sich Identifikationsprozesse in Großsiedlungen räumlich und morphologisch fassen und fördern lassen.

  • 13.30 Uhr Einführung
    Begrüßung - Prof. Dr. Maren Harnack
    Grußwort – Prof. Dr. Martina Klärle
     
  • 14.00 Uhr Neue Perspektiven: Großsiedlungen im Blick
    • Sozialkritik, Image und Identität. Ein Blick auf die kritischen 1970er Jahre
      Dr. Sebastian Haumann, Technische Universtät Darmstadt, Institut für Geschichte
    • Außer Betrieb. Reparatur, Unterhalt und Warum unsere Städte nicht auseinanderfallen
      Dr. Ignaz Strebel, ETH Zürich, Departement Architektur, ETH Wohnforum
    • London Apex. Urbane Photographie zwischen Konstruktion und Vision
      Rut Blees Luxemburg, Royal College of Arts, London
       
  • 16.30 Uhr Neue Handlungsoptionen
    • Großsiedlungen vermitteln. Der Beitrag der Werkstatt Baukultur Bonn
      Dr. Martin Bredenbeck, Bund Heimat und Umwelt, Bonn
    • Akademie einer neuen Gropiusstadt. Produktive gemeinschaftliche Räume
      Prof. Jörg Stollmann, Technische Universität Berlin, Institut für Architektur
       
  • 18.00 Uhr Zusammenfassung und Abschlussdiskussion

Moderation: Prof. Dr. Maren Harnack

Rut Blees Luxemburg, Dr. Martin Bredenbeck, Dr. Sebastian Haumann, Prof. Jörg Stollman, Dr. Ignaz Strebe

Dr. Ulrike ReichhardtID: 5156
letzte Änderung: 07.08.2018