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Diversity Management in der öffentlichen Verwaltung: Auswirkungen institutioneller Kontextbedingungen auf die Diskriminierungserfahrung von LGBTIQ*-Personen


Diversity und Chancengleichheit sind in aller Munde. Auch in der öffentlichen Verwaltung finden sich u.a. unter dem Stichwort Diversity Management zahlreiche Maßnahmen und Instrumente, welche die Gleichstellung aller Mitarbeitenden – unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung – gewährleisten sollen. Nichtsdestotrotz scheinen öffentliche Verwaltungen in einigen Aspekten noch Entwicklungspotenziale zu besitzen.

Das vorliegende Forschungsprojekt beschäftigt sich in diesem Kontext mit der wahrgenommenen Diskriminierungserfahrung von LGBTIQ*-Personen, die im öffentlichen Sektor beschäftigt sind. Konkret soll analysiert werden, ob – und wenn ja,  welche – institutionellen Kontextbedingungen (Größe der Institution, Struktur der Organisation, Teamzusammensetzungen etc.) einen Einfluss auf die empfundene Diskriminierung von LGBTIQ*-Personen haben.

Konkret werden die folgenden Forschungsfragen beantwortet:

  • Welche institutionellen Kontextbedingungen beeinflussen die Diskriminierungserfahrung von LGBTIQ* Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung?
  • Wie beeinflussen diese Kontextbedingungen die Diskriminierungserfahrung von LGBTIQ* Beschäftigten in unterschiedlichen Institutionen der öffentlichen Verwaltung?
  • Welche Interventionsmöglichkeiten eignen sich unter Berücksichtigung der institutionellen Kontextbedingungen, um die erlebte Diskriminierung von LGBTIQ*-Personen zu begrenzen?


Das erwartete Projektziel ist die Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen für öffentliche Verwaltungen, wie diese – unter Berücksichtigung ihrer spezifischen institutionellen Kontextbedingungen – die erlebte Diskriminierung ihrer Mitarbeitenden erkennen und ggf. abmildern können.


Im ersten Schritt verfolgt das Forschungsprojekt ein exploratives Vorgehen: Mit Hilfe von Literaturrecherche  und (Telefon-)Interviews werden institutionelle Kontextbedingungen identifiziert, welche die Diskriminierungserfahrung von LGBTIQ*-Personen in der öffentlichen Verwaltung beeinflussen. Im nächsten Schritt sollen diese institutionellen Kontextbedingungen – hypothesentestend – operationalisiert und in einer größeren quantitativen Studie erprobt werden.

​​​​​​​Kooperationspartner:

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt zweier Professorinnen für Public und Nonprofit Management der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Frankfurt University of Applied Sciences.

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