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Am 7. September 2017 war Carl-Peter Forster, Automotive Stratege des Geely Konzerns und  sowohl Vorstandsmitglied von Volvo als auch Vorsitzender der London Electric Vehicle Company (LEVC), bei „Über den Dächern von Frankfurt“ zu Gast.

Nach der Begrüßung durch Dr. Robin Fritz, Rechtanwalt bei FPS, führte der Geschäftsführende Direktor des CAES Prof. Dr. Dr. Michel Friedman das Gespräch. Der Abend behandelte die Themen Elektromobilität, autonomes Fahren, Dieselaffäre, die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie sowie die Veränderung der gesellschaftlichen Identifikation mit Autos.

Friedman warf die Frage auf, ob Europa „zu spät“ im Bereich Elektromobilität sei, in Anbetracht des von Tesla und dem chinesischen Hersteller BYD angeführten Rankings gefolgt von BMW als drittgrößtem Hersteller von Elektrofahrzeugen. Da reine Elektrofahrzeuge schwierig zu laden seien, setze Forster die Hoffnung in Plug-in Hybride als Übergangstechnologie der kommenden zehn Jahre. Allerdings müssten die Plug-in Hybride auch stärker als moderne Technologie vermarktet werden. Im Verlauf des gesamten Abends erwies sich der Aufbau einer Ladeinfrastruktur als eine zentrale Herausforderung im Bereich der Elektromobilbranche.

Ein wichtiger Aspekt war die Identifikation mit Automarken. Forster machte deutlich, dass die Marke Auto, die seit Jahrzehnten ein Identitätsmerkmal war, in Zukunft abnehmen könnte. Als Beispiel nannte er größere Städte, wie London, in denen sich Mobilitätsgewohnheiten bereits stark verändern. Im Hinblick auf autonomes Fahren zeigte sich Forster zuversichtlich, dass Konsumenten Autos weiterhin als Symbol sozialer Positionierung sehen werden. Auch sehe er Deutschland im Rennen um Autonomes Fahren technisch konkurrenzfähig.

In Bezug auf die Diesel-Abgasmanipulationen wollte Friedman wissen, ob die deutsche Automobilindustrie „betrügen“ müsse um erfolgreich zu sein. Forster argumentierte mit dem massiven Wettbewerbsdruck und die in Einzelfällen nicht geeignete Führungsstruktur von Konzernen. Auch betonte er, dass bereits lange bekannt gewesen sei, dass das verordnete Testverfahren für Dieselautos nicht die Realität abbilde.

Forster hob auch den hohen Stellenwert der Automobilzulieferer für den Technologiestandort Europa hervor, die einen Anteil von rund 60% an den Fahrzeugen haben. Wichtige Standorte befinden sich im Raum zwischen Ostfrankreich und Westpolen, sowie Norditalien und Nordschweden.

Die Gäste vertieften in der anschließenden Diskussion unter anderem die Themen politische Verantwortung insbesondere auch die Verantwortung der Städte Länder und Kommunen, Schaffung einer Ladeinfrastruktur sowie die Herstellung und Entsorgung von Batterien.

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letzte Änderung: 06.09.2018