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Über den Dächern von Frankfurt mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff

Auftaktveranstaltung der Gesprächsreihe „Über den Dächern von Frankfurt“ zur Zukunft Europas

Im Rahmen der neu entstandenen Kooperation zwischen der Wirtschaftskanzlei FPS und dem Center for Applied European Studies (CAES) fand am 24. April die Auftaktveranstaltung der Gesprächsreihe „Über den Dächern von Frankfurt “ statt.  Die bereits seit über 15 Jahren bestehende Reihe wird nun, im Rahmen der Kooperation mit dem CAES, mit einem neuen Fokus fortgesetzt. Unter dem Titel „Über den Dächern von Frankfurt – Nehmen wir Europa ins Visier“ soll mit engagierten Gesprächspartnern aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft über die Zukunft Europas diskutiert werden.

FPS und das CAES begrüßten Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Leiterin der Forschungsgruppe „Konflikt und normativer Wandel“ am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), als ersten Gast im Rahmen der Reihe. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Gastgeber Rechtsanwalt Dr. Robin L. Fritz sowie den Präsidenten der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich.

Das Gespräch mit Prof. Dr. Deitelhoff führte der Geschäftsführende Direktor des CAES Prof. Dr. Dr. Michel Friedman in einer Runde geladener Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Friedman eröffnete mit der Frage, wie es zu bewerten sei, dass am vergangenen Sonntag in Frankreich rund 40% der Wähler für demokratiekritische Programme abstimmten und wie jungen Menschen in Europa erklärt werden könne, dass Verletzungen vertraglich festgelegter Demokratiestandards durch EU-Länder sanktionslos geduldet werden. Deitelhoff konstatierte, dass die „normative Idee Europa“ durch mangelnde Konsequenzen in Folge von fundamentalen Rechtsbrüchen in ihrem Kern geschwächt werde. „Es braucht eine kraftvolle Reaktion der EU“, so Deitelhoff. Sie erklärte weiter, dass internationale Verträge als weiche Instrumente von mangelnder Sanktionsgewalt und konkurrierenden Rechtsräumen geprägt seien. Deitelhoff forderte somit neue Strategien um die Überzeugungskraft europäischer Normen zu stärken. Es brauche intelligente Maßnahmen, wie beispielsweise im Rahmen des EU-Haushalts Vorteile für die Länder zu schaffen, die sich an die Regeln halten. In Zusammenhang mit dem Türkeireferendum appellierte Deitelhoff an die EU „mehr Kante zu zeigen“ und die „Akte Beitritt“ zu schließen. Abschließend betonte sie, dass es wichtig sei sich mit antidemokratischen Meinungen auseinanderzusetzen und zu streiten. Für die Demokratie zu streiten bedeute, dass sich europäische Bürgerinnen und Bürger in der Demokratie streiten, so Deitelhoff.

Die Gesprächsreihe wird in diesem Jahr mit drei weiteren Veranstaltungen fortgesetzt. Für eine vielschichtige und interdisziplinäre Diskussion der Zukunft Europas soll die entstandene Kooperation weiterhin Impulse aus der Wissenschaft mit Akzenten aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenzubringen.

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letzte Änderung: 06.09.2018