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Symposium: Presse- und Medienfreiheit in der EU – ein bedrohtes Grundrecht?

Mittwoch, 16. Januar 2019, 16-20 Uhr
Gebäude 1, Raum 625

 

 

Zentrale Werte und Fundament der Demokratie sind die Meinungs- und Informationsfreiheit, die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Artikel 11 festgeschrieben sind: „(1) Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben; (2) Die Freiheit der Medien und ihre Pluralität werden geachtet.“

Die digitale Welt ist eine Herausforderung dieser Freiheiten. Die Vielfalt von digitalen Medienplattformen fördert grundsätzlich das pluralistische Informations- und Meinungsangebot. Gleichzeitig ist die politische Kultur durch neue Medien gefährdet. In sozialen Netzwerken kann jede Meinung veröffentlicht und politische Kultur manipuliert werden. Dies geschieht entweder durch den Einsatz von Algorithmen, den social bots, oder durch fake news, das Vertreiben von bewusster Falschinformation.

Wie müssen Journalismus, Politik, Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit auf nationaler und auf EU-Ebene auf diese Veränderungen der Medienlandschaft reagieren? Neben digitalen Veränderungsprozessen wird Medienfreiheit innerhalb der EU durch politisch unterschiedliche Systeme angreifbar. Die Einführung umstrittener Mediengesetze in manchen Mitgliedsländern lässt Fragen der Zensur aufkommen und objektive Berichterstattung wird durch staatliche Kontrolle unmöglich.

Ein bedrohtes Grundrecht? Die Bedrohung der Presse- und Medienfreiheit innerhalb der EU scheint vielfältig und fordert maßgeschneiderte Handlungs- und Sanktionsmechanismen. Das Symposium hat zum Ziel analytisch und reflektiv mit Vertretern aus Medien, Politik und Wissenschaft Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

ERÖFFNUNG | 16:00

Begrüßung
Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich Präsident Frankfurt University of Applied Sciences


Eröffnung
Prof. Dr. Dr. Michel Friedman Geschäftsführender Direktor Center for Applied European Studies
 

TEIL I | 16:20

Medienfreiheit und ihre Widersacher
Michael Hanfeld – Online-Ressortleitung Frankfurter Allgemeine Zeitung


Ist Meinungs- und Pressefreiheit konstitutiv für die Demokratie?
Prof. Dr. Ulrike Ackermann – Direktorin John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung

 

TEIL II | 17:00

Presse- und Medienfreiheit in Europa in Gefahr – eine Bestandsaufnahme
Prof. Dr. Christian Schertz – Rechtsanwalt für Medienrecht Kanzlei Schertz Bergmann


Presse- und Medienfreiheit in Polen
Prof. ord. Dr. habil. Andrzej Przyłębski – Botschafter der Republik Polen in Berlin


Streitgespräch
Prof. ord. Dr. habil. Andrzej Przyłębski
Prof. Dr. Christian Schertz
moderiert von Prof. Dr. Dr. Michel Friedman


Diskussion mit dem Publikum
anschließend Pause

 

TEIL III | 18:45

Im Zangengriff von künstlicher Intelligenz und Populismus? – Demokratie und vierte Gewalt in Europa
Paul F. Nemitz – Hauptberater Generaldirektion Justiz und Verbraucher, Europäische Kommission


Why has the EU become a more hostile environment for journalists?
William Horsley – International Director Centre for Freedom of the Media (CFOM), University of Sheffield


Diskussion mit dem Publikum

 

GET-TOGETHER | 20:00

 

 

 

 

Wann und wo

Mittwoch, 16. Januar 2019, 16–20 Uhr
Gebäude 1, Raum 625
Frankfurt University of Applied Sciences
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt am Main

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich an unter www.frankfurt-university.de/caes-anmeldung
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Mit Ihrem Kommen erklären Sie sich mit Aufnahme, Speicherung und Veröffentlichung von Bild- und Tonmaterial einverstanden.

 

Anfahrt

www.frankfurt-university.de/lageplan
Besucherparkplätze befinden sich in der Tiefgarage Zufahrt Nibelungenallee.

 

Weiterbildung

In Kooperation mit der Abteilung KompetenzCampus wird das Symposium als Weiterbildungsveranstaltung angeboten. Auf Anfrage vor Ort erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

 

Kontakt

Allgemeiner Kontakt zum Center for Applied European Studies

BCN Raum 1027
Tel.: +49 69 1533-3366

info(at)caes.fra-uas.remove-this.de

Hanne Reuther
Gebäude BCN, Raum 1027
Fax : +49 69 1533-2748
Anja Benedikt
Gebäude BCN, Raum 1027
Fax : 049 69 1533-63365
CAES-TeamID: 5301
letzte Änderung: 15.01.2019