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Abschlussbericht Juridicum vorgestellt und diskutiert

Wie geht es mit dem Gebäude auf dem Campus Bockenheim weiter? - Vom Forschungsinstitut FFin moderierter Infoabend findet große Resonanz

Wie geht es mit dem Juridicum auf dem Campus Bockenheim weiter? Mit dieser Frage haben sich seit Januar 2026 sechs Expert*innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen im Rahmen des Zukunftslabors Juridicum auseinandergesetzt. Am 16. September wurde der Abschlussbericht im Studierendenhaus vorgestellt und öffentlich diskutiert.

Das Zukunftslabor wurde vom Frankfurter Forschungsinstitut FFin der Frankfurt University of Applied Sciences im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main wissenschaftlich begleitet und moderiert.

Zwei Entwicklungspfade sollen vertieft untersucht werden 

Die Expert*innen untersuchten vier unterschiedliche Planungsszenarien für die Zukunft des Juridicums. Im Ergebnis verdichtete das Gremium die vier Szenarien auf zwei weiter zu verfolgende Entwicklungspfade:

  • Kompletterhalt, mit Mischnutzung
  • Neubau, als gemischt genutzter Stadtbaustein

Das bestehende Juridicum, ein Bauwerk der späten 1960er Jahre, ist grundsätzlich für ein Weiterbauen geeignet. Für einen Erhalt sprechen – neben der Weiterverwendung bestehender Materialressourcen vor Ort – der gute Zustand der Tragstruktur, erhebliche Lastreserven, das große Raumvolumen, sowie die Möglichkeit, das Gebäude für unterschiedliche Nutzungen und flexible Grundrisse weiterzuentwickeln.

Ein Neubau bietet dagegen größere planerische Freiheiten bei Baukörper, Erschließung, Nutzung und Gestaltung. Aus ökologischer Perspektive bewerten die Expert*innen einen Abriss kritisch. Ein Neubau müsste deshalb gegenüber dem Weiterbauen am Bestand einen funktionalen, städtebaulichen und ökologischen Mehrwert nachweisen.

Nächste Schritte: Vorbereitende Planungen und Architekt*innenwettbewerb

Als nächsten Schritt empfehlen die Expert*innen, vergleichende Entwürfe zu beauftragen. Anhand der konkreten Entwürfe können die Szenarien Weiterbauen am Bestand und Neubau berechnet und miteinander verglichen werden. Darauf aufbauend soll ein Planungswettbewerb für die bevorzugte Variante (Weiter- oder Neubau) ausgeschrieben werden.

Unabhängig vom gewählten Entwicklungspfad wird eine Mischnutzung empfohlen. Neben Wohnen sollen auch kulturelle, soziale, gewerbliche und bildungsbezogene Angebote berücksichtigt werden.

Fragen und Perspektiven bei der Abschlussveranstaltung

Die vom Forschungsinstitut FFin moderierte Vorstellung des Abschlussberichts fand eine große Resonanz. Alle Interessierten, die den Weg ins Studierendenhaus gefunden hatten, konnten ihre Perspektiven und Fragen in die Diskussion einbringen. Über die während der Veranstaltung ausgegebenen „Fragen-Karten“ wurden zahlreiche Beiträge eingereicht. Darunter waren Fragen wie:

Wie können wir das besondere Potenzial der großen Traglasten nutzen?

Was spricht für einen Abbruch?

Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form werden Konzeptverfahren und die Forderung nach gemeinschaftlichem Wohnen einfließen?

Welche Rolle spielt die Tiefgarage neben dem Juridicum?

Abschlussbericht zum Download

Antworten auf einige dieser Fragen und eine detaillierte Darstellung der erarbeiteten Erkenntnisse und Empfehlungen in den Themenfeldern „Nachhaltigkeit und Lebenszyklus“, „Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohl“ sowie „Räumlicher und Funktionaler Kontext“ finden sich im Abschlussbericht. Dieser steht als PDF zum Download kostenlos auf der Webseite des Zukunftslabors Juridicum zur Verfügung: www.frankfurt-university.de/zukunftslabor

Kontakt:

E-Mail: zukunftslaborjuridicum(at)fra-uas.remove-this.de

Zentrales Webteam, ID: 13160, 
letzte Änderung: 23.11.2023