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Internationale Fachtagung Social Enterprise in Social and Health Services

Forscher/-innen und Stakeholder förderten sozialpolitischen Diskurs zu sozialem Unternehmertum

Vom 27. Februar bis zum 1. März 2019 fand die internationale Fachtagung „Social Enterprise in Social and Health Services“ an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) statt. Sie wurde vom Europäischen Netzwerk für die Erforschung Sozialer Unternehmen (EMES) verantwortet, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Soziale Interventionsforschung des Fachbereichs Soziale Arbeit und Gesundheit an der Frankfurt UAS, durchgeführt. 36 Forscherinnen und Forscher aus 18 Ländern in Europa und der Türkei nahmen an dieser Tagung ebenso teil wie neun Stakeholder von der Bundesebene deutscher Wohlfahrtsverbände, Intralab, Social Impact Lab und einer großen Einrichtung, die Werkstätten für Menschen mit Behinderung betreibt. In den drei Tagen wurden 26 Referate gehalten und in Kleingruppen diskutiert.

Ein Großteil des 28. Februars war dem Dialog zwischen Forschung und sozialpolitischer und -wirtschaftlicher Praxis in Deutschland gewidmet. Oberthema hierbei waren sowohl die Themen, in denen der Austausch zu intensivieren wäre als auch die Frage nach dem Wie. Den Auftakt hierzu machten drei Referate zu den institutionellen Eckpfeilern des deutschen Wohlfahrtsstaates und den daraus resultierenden Herausforderungen für sozialunternehmerisches Handeln, zur Förderung von Intrapreneurship im Wohlfahrtssektor und zur Kooperation zwischen bestehenden Dienstleistern und Neugründungen in diesem Feld.

Mit einem World-Café eröffneten die Einladenden den Gästen die Möglichkeit, mit relativ wenig Aufwand und professioneller Anleitung die verschiedenen Sichtweisen auf – und verschiedene Herangehensweisen an das Thema voneinander kennenzulernen, Muster zu entdecken und Ziele und Zusammenhänge zu erkennen. Alle Beteiligten konnten in der Kleingruppe zu Wort kommen. Es wurde genau hingehört, hinterfragt, konstruktiv diskutiert und so ein gemeinsamer Überblick über Herausforderungen erarbeitet. In der anschließenden Fish Bowl Diskussion kamen die Teilnehmenden in eine vertiefende Diskussion zu den für sie relevantesten Fragen. Dadurch wurde bei vielen die Bereitschaft zur Mitwirkung an Veränderungsprozessen geweckt.

In den gemeinsamen Pausen und Abendessen wurde intensiv über mögliche Forschungskooperationen gesprochen. Viele Teilnehmer/-innen trafen sich bei dieser Tagung zum erstem Mal. Trotzdem entstanden einige Ideen zu transnationalen Forschungskooperationen und möglichen Praxisforschungen. Die Einladenden sind bemüht, den Gästen zu ermöglichen, über das Treffen hinaus kooperativ zu bleiben. Außerdem wird es knappe Proceedings geben. Nach Publikationsmöglichkeiten für die ausgereiften Tagungsvorträge wird derzeit noch gesucht.

Zentrale WebredaktionID: 3670
letzte Änderung: 13.04.2018