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Vortrag: „Current status of women's rights and peace process in Afghanistan”

Die Situation von Frauen in Afghanistan und der dortige Friedensprozess sind Thema eines Vortrags der afghanischen Frauenrechtlerin Jamila Afghani am 18. Mai 2019 an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Afghani ist die Direktorin von Medica Afghanistan, einer Organisation, die vor Ort psychosoziale und traumasensible Beratung für Frauen mit Gewalterfahrung anbietet, und eine von nur acht Frauen, die die Zivilgesellschaft in der dortigen ‚Peace Loya Jirga‘, der großen Ratsversammlung, vertreten.

Afghani ist Friedensaktivistin und eine Pionierin für Frauenrechte in Afghanistan. Ihre persönliche Geschichte ist eng mit der Geschichte Afghanistans verwoben: Im Bürgerkrieg floh sie aus Kabul und lebte in Peshawar (Pakistan), wo sie auch studierte. Danach arbeitete sie als Sozialarbeiterin in den Camps für afghanische Flüchtlinge in Pakistan. 2001, nach dem Ende des Taliban-Regimes, gründete sie ihre Organisation „Noor Educational and Capacity Development Organization“ (NECDO), um Frauen und Kindern gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Dort unterrichtete sie selbst: Zeichensprache, Konfliktschlichtung und Gender Studies. Für ihre Arbeit wählte sie oft religiöse Zugänge, so entwickelte sie das erste geschlechtersensible Training für Imame in Afghanistan; teilweise kooperierten bis zu 6.000 Imame mit dem Programm.

Der Vortrag in englischer Sprache findet statt im Rahmen der Studium Generale-Veranstaltung „Politik, Recht und Wirtschaft in Staaten mit islamischen Rechtstraditionen“ der Frankfurt UAS und wird unterstützt durch das Programm ‚Perspektivwechsel‘ des International Office. Das Interdisziplinäre Studium Generale ist für Studierende eines Bachelorstudiengangs der Frankfurt UAS obligatorisch und schult fachübergreifendes Denken und Handeln.

Wann und wo?

18.05.2019
10:00 bis 11:00
Gebäude 2, Raum 221

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Zentrale WebredaktionID: 3669
letzte Änderung: 10.04.2018