Menü

Erste Nachhaltigkeitsprofessur gestartet

Professor für „Nachhaltige Freiraum- und Stadtgestaltung“ berufen/Nachhaltigkeitsprofessuren unterstützen unsere Hochschule auch bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Frankfurt UAS hat zum Wintersemester 2022/2023 die erste von insgesamt vier Nachhaltigkeitsprofessuren berufen. Prof. Dr.-Ing. Jan Dieterle startete im Oktober am Fachbereich 1. Seine Professur widmet sich dem Thema „Nachhaltige Freiraum- und Stadtgestaltung“. Somit befasst sich Dieterle mit aktuellen Themen und Herausforderungen an der Schnittstelle der Landschaftsarchitektur zur Architektur und zum Städtebau – auch im globalen Kontext.

„Die Frankfurt UAS hat im März 2021 ihre Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet und lebt ihren Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen Hochschule authentisch vor. Als interdisziplinäre Hochschule für Angewandte Wissenschaften liefert die Frankfurt UAS seit Jahrzehnten Forschungsergebnisse, die unsere empfindliche Welt schützen helfen. Jedes Jahr entlassen wir über 2.000 Absolventinnen und Absolventen, die leidenschaftlich für Nachhaltigkeit stehen und in ihren zukünftigen großen Aufgaben Botschafter/-innen für dieses Thema sein können. Doch wir möchten noch mehr erreichen. Die Nachhaltigkeitsprofessuren sind deshalb ein wichtiger Aspekt unserer Strategie, in Studium, Lehre, Weiterbildung, Forschung und Transfer Lösungen für eine zukunftsfähige Welt zu entwickeln“, fasst Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Räglezusammen. Die Nachhaltigkeitsprofessuren begleiten die Arbeit des Nachhaltigkeitsbüros wissenschaftlich und arbeiten an der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie mit.

Pro Fachbereich wird eine Professur besetzt. Im Januar 2023 startet am Fachbereich Wirtschaft und Recht Prof. Dr. Timo von Wirth, der sich insbesondere mit Prozessen der sozio-ökonomischen Transformation und nachhaltiger Mobilität befasst. Der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit besetzt die Nachhaltigkeitsprofessur zum April 2023 auf dem Gebiet „Eco-Social Work and Care“. Am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften befindet sich die Professur „Nachhaltige und moderne Antriebe/Mobilität“ im Besetzungsverfahren.

Die Professur „Nachhaltige Freiraum- und Stadtgestaltung“

Die zukunftsfähige Gestaltung von urbanen Räumen für Menschen, unter Einbeziehung aktueller Herausforderungen wie sozialer Gerechtigkeit und Umweltgerechtigkeit, gehört zu den Inhalten von Dieterles Professur. Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die Klimawandelanpassung und Mobilitätswende mit ökologischen und sozialen Prozessen zu verknüpfen. Hierfür müssen klimagerechte und wassersensible Konzepte auch auf sozialverträgliche und wirtschaftliche Komponenten geprüft werden. „Nachhaltige Konzepte müssen immer auch lokale Akteure miteinbeziehen, ohne die eine Umsetzung und dauerhafte Funktion nicht gewährleistet sein kann. Häufig fokussieren wir uns zu sehr auf technische Lösungen und ,top-down-Strategien‘ und vergessen dabei, dass das Verhalten und die Aktivitäten der Menschen die entscheidende Rolle bei der Transformation zur Nachhaltigkeit spielen“, erläutert Dieterle. Die gelebte Praxis müsse sich verändern. Der Fokus müsse deshalb nicht mehr auf die Gefahr und deren Abwehr („technische Lösung“) gerichtet werden, sondern auf die Betroffenheit und Kapazitäten unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen.

Interdisziplinarität ist großer Mehrwert der Nachhaltigkeitsprofessur

Für Dieterle ist die Nachhaltigkeitsprofessur besonders reizvoll, da er interdisziplinär arbeiten wird: er wirkt an interdisziplinären Studiengängen mit und kooperiert mit Professorinnen und Professoren aus unterschiedlichen Disziplinen. „Nachhaltige Planung heißt ganzheitlich zu denken, also interdisziplinär oder sogar transdisziplinär zu planen“, betont Dieterle. Die Lehre nimmt dabei eine wichtige Rolle ein: „Mein Ziel ist es, neugierige, motivierte und begeisterungsfähige Studierende als Expertinnen und Experten für die Gestaltung zukünftiger urbaner Landschaften auszubilden. Ich möchte sie befähigen, zukunftsorientiert zu denken und zu handeln, um sowohl Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen als auch die künftige Entwicklung von Städten und Landschaften positiv zu beeinflussen.“ Dies praktiziert er bereits im neuen Bachelor-Studiengang Stadtplanung (B.Eng.), der zum Wintersemester 2022/23 startete (https://www.frankfurt-university.de/stadtplanung).

Zentrale WebredaktionID: 3724
letzte Änderung: 13.09.2022