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Frankfurt University of Applied Sciences zeigt Europa-Ausstellung

Die Europäische Union hat jahrzehntelang für Frieden und Reisefreiheit in Europa gesorgt. Autoschlangen und lange Wartezeiten an Grenzübergängen der Staaten innerhalb Europas, ein rot-weißer Schlagbaum sowie Pass- und Zollkontrollen – all das kennen junge Menschen nicht mehr. Seit den Anfängen der Europäischen Union hat Europa gemeinsam eine Menge Positives erreicht, von dem heute vieles als selbstverständlich angesehen wird. Diese Errungenschaften und die Entwicklung der Europäischen Union beschreibt die Ausstellung „Europa! Unsere Zukunft“, die am Montagmittag an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) eröffnet wurde. Konzipiert wurde die Ausstellung vom Europe Direct Relais Rhein-Main beim Kreis Offenbach sowie dem Kreisverband Offenbach Stadt und Kreis der Europa-Union Deutschland.

„Die Frankfurt UAS steht und wirbt für ein starkes Europa. Wir möchten nicht nur unsere Studierenden für die europäischen Werte sensibilisieren; die Veranstaltungen des Center for Applied European Studies sind auch eine Einladung an die Öffentlichkeit, sich intensiv mit Europa zu beschäftigen. Diese Europa-Ausstellung ist ein weiterer Baustein: Sie ruft uns ins Bewusstsein, was wir erreicht haben und was wir leichtfertig verspielen können“, so Professorin Dr.-Ing. Kira Kastell, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Frankfurt University of Applied Sciences.

Die Europa-Ausstellung an der Hochschule informiert über die Entwicklung der EU und vermittelt spannende Fakten, zeigt zum Beispiel auf, wie viele Beschäftigte die EU-Kommission wirklich hat und wie viel Europa jeden Einzelnen täglich kostet. Auf Roll-Ups gibt es Erläuterungen und Bilder zum europäischen Einigungsprozess und zu den Staaten der EU. Die Besucherinnen und Besucher erfahren auch mehr über die Zusammenarbeit der Staaten und die Wirtschaftskraft der EU sowie über Kriege in Europa.

Dargestellt werden auf den flexiblen Schautafeln auch die Institutionen der Europäischen Union. Die Beschreibungen verdeutlichen, welches Volumen das Budget der EU umfasst, sie zeigen Wege und Möglichkeiten, wie sich die Bürgerinnen und Bürger in den politischen Entscheidungsprozess einbringen können und laden zur Diskussion über die Zukunft der EU ein.

Der Blick richtet sich auch auf die bevorstehende Europawahl, bei der die Bürgerinnen und Bürger am 26. Mai 2019 über die Zusammensetzung des Europa-Parlamentes abstimmen können. Die Ausstellung thematisiert auch die großen Herausforderungen, vor denen die Europäische Union steht: zunehmende Migration, Digitalisierung, Globalisierung und der demografische Wandel mit einer immer älter werdenden Gesellschaft. Davon ist die EU besonders stark betroffen, denn 2030 wird Europa mit einem Durchschnittsalter der Bevölkerung von 45 Jahren die Region mit den „ältesten“ Menschen sein.

Die Konzeption der Ausstellung liegt in der Verantwortung des Europe Direct Relais Rhein-Main. Diese Einrichtung gibt es seit 2005 im Kreishaus in Dietzenbach. Sie ist eine von hessenweit vier Informationszentralen, die mit lokalen, nationalen und EU-weiten Informationsstellen und Netzwerken kooperieren. Sie stellen etwa für Schulen und andere Bildungseinrichtungen Informationsmaterial zusammen, beraten beispielsweise über Förder- und Austauschprogramme und beantworten aktuelle europapolitische Fragen mit kommunalem und regionalem Bezug.

Die Ausstellung wandert nach der Präsentation an der Frankfurt University of Applied Sciences durch verschiedene Kommunen des Kreises Offenbach. An der Frankfurter Hochschule wird „Europa! Unsere Zukunft“ gezeigt, da der Kreis Offenbach und die Frankfurt University of Applied Sciences seit Oktober 2017 bei der Wirtschaftsförderung im Projekt „Standort Plus“ in einer strategischen Partnerschaft zusammenarbeiten. Ziel der Kooperation ist es, neue Brücken zwischen Wissensgenerierung und praktischer Anwendung zu bauen und anwendungsnahe, nutzerorientierte und innovative Technologie- und Produktentwicklungen zu fördern.

Die Frankfurt University of Applied Sciences spielt in der Kooperation die Rolle der Forschungspartnerin für einzelne Unternehmen. Auf der Agenda stehen unter anderem gemeinsame Aktivitäten, Beratungsangebote für die Kommunen im Kreis Offenbach sowie Dialogveranstaltungen zwischen Wirtschaft und der Hochschule. Studienabschluss- und Forschungsarbeiten, Praktika und berufspraktische Semester sollen ebenfalls dazu beitragen, Theorie und Praxis enger zu verbinden.

Die Europa-Ausstellung ist bis zum 8. Februar 2019 im Foyer von Gebäude 1 der Hochschule zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 6:00 bis 22:00 Uhr sowie samstags von 7:00 bis 18:00 Uhr. Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Homepage des Kreises Offenbach unter www.kreis-offenbach.de/europaausstellung.

Zentrale WebredaktionID: 3724
letzte Änderung: 13.04.2018