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Institut für Mixed Leadership gegründet

Wandel der Unternehmenskultur und Diversität als Erfolgsfaktor: Frankfurt UAS bündelt Forschung und baut Akademie für Führungskräfte auf

Mehr Frauen in Leitungspositionen bringen, Gleichberechtigung fördern, Vielfalt als Stärke vermitteln und den Wandel der Unternehmenskultur unterstützen: So lauten die wesentlichen Ziele des Instituts für Mixed Leadership (IML), das die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) im Juni 2019 gegründet hat. Das Institut, das sich sowohl die Forschung und Lehre im Bereich Mixed Leadership als auch die anwendungsorientierte Qualifizierung und Beratung zur Aufgabe gemacht hat, wird in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main die Akademie Mixed Leadership aufbauen und betreiben. Die Frankfurt UAS baut damit den Bereich Weiterbildung an der Hochschule weiter aus.

Alleinstellungsmerkmal der Akademie ist das Thema Diversität. „Diversität und Chancengleichheit sind essentielle Themen an unserer Hochschule, im täglichen Miteinander ebenso wie in der wissenschaftlichen Arbeit“, sagt Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. „Mit der Institutsgründung bündelt die Frankfurt University of Applied Sciences ihre bereits breit aufgestellte Forschung zu den Themen innovative Führung und Wandel der Führungskultur sowie Diversity und Empowerment insbesondere von Frauen für Führung und baut sie gemäß den Bedürfnissen der Praxis aus. Wir können heutzutage keine Zukunft mehr denken, die nicht bunt und divers ist – dafür braucht es Lösungen, die Akademie wird sie erarbeiten und zur Verfügung stellen.“

Leiterin des Instituts ist die Juristin Prof. Dr. Andrea Ruppert. Weitere Direktoriumsmitglieder sind Prof. Dr. Regine Graml, Prof. Dr. Yvonne Ziegler und Prof. Dr. Martina Voigt. Alle vier Wissenschaftlerinnen forschen und lehren seit vielen Jahren am Fachbereich Wirtschaft und Recht der Frankfurt UAS zu Genderthemen im Kontext von Management und Leadership; dabei geht es beispielsweise um den Umgang mit Macht, Rollenstereotype, karriereorientiertes Netzwerken, Diversität im Management, Vereinbarkeit von Karriere und Familie, Reflexion von Rollenmodellen sowie Genderkompetenz.

„Inhaltlich sind wir beim Thema Mixed Leadership seit längerem gut aufgestellt, jetzt haben wir den formalen Rahmen geschaffen, um unsere Forschung auf diesem Gebiet zu intensivieren und unsere Expertise in Form von Qualifizierungsangeboten weiterzugeben“, erläutert Prof. Dr. Andrea Ruppert. „Die bisherigen Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungsetagen greifen zu langsam, eine Kulturveränderung findet kaum statt. Hier setzt die Akademie an. Unser Fokus liegt dabei nicht allein auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen, sondern es geht darum, Diversität in der Führung als Erfolgsfaktor herauszuarbeiten, eine gendersensible, innovative Führungskultur zu gestalten und Männer und Frauen für die Arbeit in gemischten Teams zu qualifizieren.“ Die Akademie nimmt im Herbst 2019 ihre Arbeit auf und bietet Weiterbildungsmodule mit ETCS-Zertifizierung sowie Seminare und Workshops für Führungskräfte an. Perspektivisch sollen die einzelnen Module zu einem MBA-Abschluss kombinierbar sein.

Das Institut Mixed Leadership, als wissenschaftliche Einrichtung angesiedelt am Fachbereich 3 Wirtschaft und Recht, ist zugleich Plattform für die interdisziplinäre Kooperation an der Hochschule und kooperiert mit Unternehmen, Behörden, Verbänden und anderen Hochschulen im In- und Ausland. Neben dem Aufbau und Betrieb der Akademie Mixed Leadership führt es u.a. wissenschaftliche Tagungen und Kongresse durch, qualifiziert und betreut Studierende und bietet Politikberatung zum Thema Mixed Leadership an.

 

Zentrale WebredaktionID: 3724
letzte Änderung: 13.04.2018