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Forschungsprojekt der Hochschule im Finale der DGNB Sustainability Challenge

Das Projekt zur Bestimmung der akustischen Wirksamkeit von Fassadenoberflächen im Stadtraum erreichte den zweiten Platz in der Kategorie Forschung.

Über 80 Projekte und Unternehmen hatten sich bei der Sustainability Challenge 2020 der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. in den drei Kategorien "Start-up", "Innovation" und "Forschung" beworben. Gesucht wurden Innovationen, die Bestehendes hinterfragen, Neues anstoßen und Veränderung bewirken. Auch Prof. Dr. Holger Techen, Professor für Tragwerkslehre und Baukonstruktion am Fachbereich 1, und Dr. Jochen Krimm beteiligten sich an dem Wettbewerb. Ihr Forschungsprojekt „Akustische Wirksamkeit von Fassadenoberflächen und -strukturen im Hinblick auf eine akustische Bewertung des Außenraumes/Stadtraumes an der Empfängerposition“ erreichte nun in der Kategorie Forschung gemeinsam mit einem Projekt der Technischen Universität Braunschweig den zweiten Platz.

„Für uns stellt die Lärmminderung in der Stadt einen wesentlichen Schritt zur lebenswerten Stadt dar“, erläutert Techen. „Die Umsetzung akustisch wirksamer Fassaden ist in Hinblick auf ein nachhaltiges Planen und Bauen ein neuer und innovativer Entwurfsansatz, den wir im Zertifizierungsprozess der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen integrieren wollen.“

Im Projekt erforschen Techen und Krimm, wie Fassaden im Stadtraum so konstruiert werden können, dass sie weniger Schall reflektieren; dadurch kann der Lärmstress in Städten reduziert werden. Im Forschungsprojekt wurde die Wirkung des akustischen Reflexionsverhaltens von Fassaden im Stadtraum unter realen Bedingungen mit einem mobilen Fassadenlabor analysiert. Die Erkenntnisse dienen dazu, die akustischen Auswirkungen von Fassadenoberflächen in Abhängigkeit des Ortes zu bewerten. Als Entwurfstool dient das hierfür entwickelte Messverfahren für die Planung und Umsetzung leiserer Stadtquartiere. So können individuelle Fassaden entwickelt werden, die den Lärm vor Ort mindern und die Lebensqualität in einer Stadt verbessern.

Zentrale WebredaktionID: 3724
letzte Änderung: 13.04.2018