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Peer Learning unter Kolleginnen und Kollegen

Frankfurt UAS führt Experimental Learning Labs ein.

An der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) soll das Konzept der „Experimental Learning Labs“ eingeführt werden. Ziel der Learning Labs ist es, Zusammenarbeit und Austausch innerhalb des Lehrenden-Teams zu erhöhen und so die Qualität der Lehre zu stärken. Ein Design-Thinking-Ansatz soll Teams mit unterschiedlichen Hintergründen und Herangehensweisen dabei unterstützen, gemeinsam kreative Lösungen zu erarbeiten.

Aktuell fehlt es an vielen Hochschulen noch an den passenden Voraussetzungen für Lehrende, gemeinsam an ihrer Lehre zu arbeiten und so optimal aufeinander abgestimmte Angebote zu entwickeln. Die Frankfurt UAS möchte dieses Entwicklungspotenzial nutzen und stützt sich dabei auf die Expertise von Wissenschaftlern der U!REKA-Partnerhochschule Amsterdam University of Applied Sciences (AUAS), Dr. Daniël van Middelkoop und Dr. Peter Horsselenberg, um einen konstruktiven Ansatz zu entwickeln. In den Niederlanden entstand das Konzept der Experimental Learning Labs im Jahr 2015 und wurde seither auf der Grundlage verschiedener erfolgreicher Labs in Schulen und Hochschulen optimiert. Die enge Zusammenarbeit im U!REKA-Konsortium ermöglicht es der Frankfurt UAS, Best Practice-Beispiele der Partnerhochschulen kennenzulernen.

Pilot-Studiengang für das erste „Experimental Learning Lab“ ist der Master-Studiengang Barrierefreie Systeme (BaSys). Zehn Lehrende aus BaSys beteiligen sich daran. Damit einhergehend bilden die Kollegen der AUAS zwei Hochschulmitarbeiterinnen, Dr. Sabrina Engelmann, Abteilung BeSt, und Saida Kattouf, KompetenzCampus, als Trainerinnen aus.

Trainerinnen direkt an der Hochschule zu haben, die Teams bei komplexen Prozessen in ihrer Arbeit unterstützen können, ist ein Gewinn für die Hochschule: „Es sind einige Bereiche denkbar, in welchen entsprechende Impulse eine sinnvolle Unterstützung bieten können – etwa bei der Weiterentwicklung von Lehr- und Lerninhalten bestehender Studiengänge oder der Neu-Entwicklung von (interdisziplinären) Modulen“, so Engelmann. „Die Methode ist für Teams gedacht, die enger miteinander arbeiten möchten, aber nicht wissen, wie. Diese werden auf ihrem Weg zu einer strukturierten Zusammenarbeit begleitet und unterstützt. Ein Studiengang profitiert enorm von diesem Austausch innerhalb der Teams“, ergänzt Kattouf. Beide können in Zukunft entsprechend dem „Leitbild Lehre“ der Frankfurt UAS Lehrenden-Teams anleiten und dieses Wissen auch an die Personalentwicklung der Frankfurt UAS weitergeben.

Während eines Studienjahres gehen die Lehrenden-Teams durch drei Etappen, bei welchen sie von Trainer/-innen begleitet und angeleitet werden: 1. Gemeinsame Ziele formulieren, 2. Mit Maßnahmen in laufende Prozesse eingreifen, 3. Evaluieren. Die Teams entwickeln eine gemeinsame Vision und Zielstellung ihres Studiengangs und übersetzen diese Vision in den Lehrinhalt und konkrete Seminaraktivitäten. Im Austausch über eine Verbesserung der Lehrqualität wird ein gemeinsames Verständnis geteilter Verantwortung für den Studiengang unter den Lehrenden gestärkt. Die Teams wählen ebenfalls gemeinsam eine Reihe von Interventionen aus und setzen diese um. Einige Maßnahmen greifen in die Lehre ein, andere drehen sich um die Teamarbeit selbst. Die Teams verbessern dabei ihren inhaltlichen wie auch den didaktischen Ansatz. Vorteil solcher „Experimental Learning Labs“ ist, dass ein Kreislauf kontinuierlicher Verbesserung entsteht,  basierend auf Zielen, die sich das Team selbst gesetzt hat. Alle Teammitglieder kennen und nutzen dabei die Stärken der anderen.

Die Abteilung BeSt unter der Leitung von Monika Schröder koordiniert die Einführung der „Experimental Learning Labs“.

Zentrale WebredaktionID: 3672
letzte Änderung: 05.06.2018