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Strategische Partnerschaft zwischen Hochschule und Unternehmen zahlt sich aus

„Gewinn für beide Seiten“: Frankfurt UAS und Wirtschaftsförderung des Kreises Offenbach ziehen nach zwei Jahren positive Zwischenbilanz ihrer Kooperation.

Eine durchweg positive Zwischenbilanz ihrer strategischen Partnerschaft ziehen nach zwei Jahren die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und der Kreis Offenbach. Die Kooperation zwischen der Hochschule und der Wirtschaftsförderung des Kreises wurde im Oktober 2017 besiegelt mit dem Ziel, den Wissenstransfer zu vereinfachen, den Unternehmen und Handwerksbetrieben des Kreises unkompliziert Zugang zu Hochschulwissen zu ermöglichen und ihnen  Ansprechpartner für Fragen zu Innovation, Digitalisierung und Personalmanagement zu vermitteln.

„Die Zusammenarbeit zwischen der Frankfurt UAS und dem Kreis Offenbach auf eine strategische und solide Basis zu stellen, war uns ein besonderes Anliegen. Nun, nach den ersten zwei Jahren Partnerschaft, können wir schon sehen, dass dieses Wirken Früchte trägt“, sagte Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS, im Rahmen der Beiratssitzung, zu der Landrat Oliver Quilling sowie Vertreter der Kooperationspartner IHK Offenbach am Main, Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach und der kreisangehörigen Kommunen in der Frankfurt UAS zusammenkamen. „Die Beziehungen zwischen unserer Hochschule und den Kreiskommunen, der IHK und den Wirtschaftsförderungen haben sich intensiviert und es gibt viele konkrete Beispiele der Zusammenarbeit in Forschung, Weiterbildung und Transfer mit Unternehmen, Verbänden und Behörden des Kreises", so Dievernich.

Auch die Wirtschaftsförderung des Kreises Offenbach hat nach Aussage von Landrat Quilling sehr von der Kooperation profitiert. „Wir haben uns von der strategischen Partnerschaft einen stärkeren Wissenstransfer erhofft, um unsere Kompetenzbranchen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, wissensintensive Dienstleistungen, Maschinenbau, Automotive sowie Logistik zu stärken. Dieses Ziel haben wir mehr als erfüllt. Gerade in diesem Bereich hat sehr viel Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stattgefunden. Dies ist inzwischen ein Markenzeichen des StandortPlus Kreis Offenbach“, so sein Fazit.

Auf gute Resonanz stießen die Beratungstage im Kreishaus mit Kristiane Seidel, Leiterin der Abteilung Forschung Innovation Transfer der Frankfurt UAS. „Die Reihe wird fortgesetzt, da es zu sehr guten Kontakten kam“, bestätigt Seidel. Abschluss- und Forschungsarbeiten sowie Praktika trugen ebenfalls dazu bei, Theorie und Praxis enger zu verbinden. „Ein weiteres großes Plus ist für uns die Fachkräftebindung“, so Landrat Oliver Quilling. „Wir haben quasi Vollbeschäftigung in unserem Kreis. Das stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Viele Studierende der Frankfurt UAS sind regional verortet. Dies eröffnet gute Perspektiven. Die Unternehmen im Kreis können durch die Kooperation frühzeitig Fachkräfte an ihren Betrieb binden.“ Ein Forschungsprojekt befasste sich z. B. mit der Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Rückgewinnung von Lösemitteln in der Druckindustrie; durchgeführt hat es der Verfahrenstechniker Prof. Dr. Niklas Döring gemeinsam mit der Rafflenbeul Anlagenbau GmbH in Langen. Dieses Projekt „Absorptive Lösemittelrückgewinnung mittels Diglykoletherderivaten nach vorangegangener Aufkonzentration der Emissionsbestandteile“ wurde durch die Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) des Landes Hessen gefördert.

Die Studierenden des Studiengangs Geoinformation und Kommunaltechnik waren besonders gefragt bei dem Projekt „Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Neu-Isenburg“, das sie unter Leitung vonProf. Dr. Martina Klärle, Professorin für Landmanagement, zusammen mit der Hugenottenstadt durchführten. Unter dem Titel „Vom alten Ort zur neuen Welt“ lieferten die Studierenden Ideen für ein nachhaltiges städtebauliches Entwicklungskonzept.

Profitiert hat die Frankfurt UAS auch im Bereich Abschlussarbeiten und berufspraktische Semester. Da 80 bis 85 Prozent aller Bachelor-Arbeiten in einem Unternehmen stattfinden, wurden entsprechende Angebote aus dem Kreis Offenbach gut angenommen. So gab es unter anderem Kooperationen mit den Firmen Adicon Gesellschaft für Bauwerksabdichtungen mbG (Rödermark), Afric GreenTec AG (Hainburg), delta pronatura KG (Egelsbach), Deutsche Flugsicherung GmbH (Langen), DZB Bank GmbH (Mainhausen), EMP Elektrotechnik, Maschinenbau, Planung GmbH (Mühlheim a. M.), HASBRO Deutschland GmbH (Dreieich), KARL MAYER Textilmaschinenfabrik GmbH (Obertshausen), Schneider Electric GmbH (Seligenstadt) sowie PepsiCo Deutschland GmbH und time:matters (beide Neu-Isenburg).

Unternehmen aus dem Kreis beteiligten sich an Veranstaltungen der Frankfurt UAS. So nahmen das Digital Aviation & Analytics Lab von Boeing aus Neu-Isenburg und die Deutsche Flugsicherung (DFS) aus Langen am Tag des Luftverkehrs 2018 teil; an der European Summer University in Global Logistics 2019 beteiligte sich REWE aus Neu-Isenburg. Bei der „Tech Solutions 2018“ auf dem Campus der Frankfurt UAS, einer Kontaktbörse zum Thema Digitalisierung, war der Kreis Offenbach Partner. Einblick in die Praxis gewährte die DFS den Studierenden des Studiengangs Luftverkehrsmanagement, die in Langen den Fluglotsen bei der Arbeit über die Schulter sahen. Im Aufbau begriffen ist eine interaktive „Praxislandkarte“, die Studierenden die Suche nach Praktikumsplätzen, Partnern für Abschlussarbeiten oder auch Werkstudierendenplätzen erleichtern soll.

Ziel ist außerdem eine vermehrte Einbindung der Unternehmen in konkrete Lehrprojekte. Hierzu will die Frankfurt UAS die didaktische Methode Service Learning bekannter machen: In diesem Lehrformat können die Studierenden fachrelevantes Wissen im gemeinnützigen Bereich praktisch anwenden; die Organisationen hingegen erhalten kompetente Unterstützung, die sie sich in der Regel nicht einkaufen bzw. leisten könnten. Weitere Informationen dazu unter: www.frankfurt-university.de/servicelearning

Weitere Informationen zu Forschungskooperationen und zur Abteilung Forschung Innovation Transfer (FIT) der Frankfurt UAS unter: www.frankfurt-university.de/forschung

Weitere Informationen zur Wirtschaftsförderung des Kreises Offenbach unter: www.standortplus.de

Bildunterschrift: Zogen eine positive Zwischenbilanz ihrer Kooperation (v.l.): Ralf Hügel und Sybille Möller (beide Kreis Offenbach), Uwe Czupalla (Kreishandwerkerschaft Offenbach), Landrat Oliver Quilling, Präsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Frank Achenbach (IHK Offenbach), Kristiane Seidel (Frankfurt UAS), Till Andrießen (Wirtschaftsförderung Stadt Rödermark) und Dr. Stefan Houweling (Frankfurt UAS).

Zentrale WebredaktionID: 3672
letzte Änderung: 05.06.2018