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Open House 2020: Präsentationen und Preisverleihungen

Die Architektur-Studiengänge präsentierten die Abschlussarbeiten und ehrten herausragende Studierende.

Am 28. Februar fand bei den Architektinnen und Architekten der Frankfurt UAS die diesjährige Open House-Veranstaltung statt: die traditionelle Ausstellung der Entwurfsmodelle mit deren Präsentationen und den Verleihungen der Preise für die besten Abschlussarbeiten. Ort der Feierlichkeiten war das Foyer des Gebäudes 1, wo auch alle Arbeiten ausgestellt waren.

Nach einer kurzen Eröffnung durch die Professoren Carsten Rohde, Heinrich Lessing und Gastprofessor Ph.D. Pedro Ravara aus Portugal, alle Fachbereich 1, ging das Mikrofon an die Studierenden: Die Präsentationen der besten Entwürfe begann. Vorgetragen wurde im Pecha-Kucha-Format – also 20 Folien mit jeweils 20 Sekunden Präsentationszeit und damit insgesamt 6 Minuten 40 Sekunden für jede/-n Redner/-in. Eindrucksvoll war, dass alle Referenten frei sprachen.

Zunächst wurden die besten Bachelor-Arbeiten vorgestellt, den Anfang machte Christian Zimmermann. In seinem Projekt ging es um die Revitalisierung eines Areals im Frankfurter Gutleutviertel, wobei der Abbau des Heizkraftwerks West und die Nutzung des dortigen Straßenbahn-Betriebshofs Teil des Entwurfs sind. Es folgte Anouschka Polenz mit einer Konstruktions-Arbeit: einem vertieften Gebäude im Dreieck dreier Straßen mit einer Sandwich-Fassade.

Danach stellte Brian Centrone seinen Entwurf vor, die Bebauung eines Areals in Linsengericht. Er versuchte, möglichst wenig am historischen Ort zu verändern und eher darauf in seinem Projekt zu reagieren. Zu den Gebäuden gehörten ein Café und die Freilegung einer Scheune, die zu einem Markt umgenutzt wurde. Es folgte Florian Bramann, dessen Projekt sich mit einem Gebiet in Altenhasslau-Linsengericht befasst. In seinem Entwurf schließt er ein umlaufendes Dach an einer Scheune an. Eine vertiefte Ebene dient als Ruhepol.

Nun kamen die Master-Studenten an die Reihe. Marija Semibratova sprach über ihr Projekt, ein städtisch-industrielles Areal in Kiew zu revitalisieren. Das will sie unter anderem dadurch erreichen, dass sie ein markantes Gebäude am Fluss Dnepr im Holztafelbau verkleiden will. Kranartige Strukturen tragen das Gebäude und bewahren so den industriellen Charakter des Ortes. Frederic Tropp befasste sich mit Silos der Biermarke Stella Artois in Löwen, Belgien. In seinem Entwurf durchbricht er die bestehende Struktur der Silos. In den neu geschaffenen Räumen wird, neben weiteren Nutzungen, ein Museum eingerichtet. Auf den Silos sollen Dachgärten  erbaut werden.

Auf Frederic Tropp folgte Meike Drux, deren Entwurf die Erweiterung des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums in Baden-Baden thematisierte. Zentraler Bau im Neubau selbst ist das leicht anmutende Terrassenhaus mit einem Atrium, das in Richtung Tal ausgerichtet ist. Auch Kathrin Schnur beschäftigte sich mit der Erweiterung des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums in Baden-Baden. Sie konstruierte als Neubau ein Lernzentrum mit zwei Großbereichen und einem Lichthof. Das Gebäude besteht aus hellen Klinkersteinen und Beton.

Mit Spannung erwartet wurde die Verleihung der Förderpreise, die mit dem Preis der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilebau e.V. begann. Diesen erhielt Anouschka Pohlenz. Den Förderpreis des Bundes Deutscher Architekten erhielt für die Bachelor-Studenten Florian Bramann, für die Master-Studentin Kathrin Schnur. Auch die Zeitschrift Wettbewerbe aktuell vergab Preise für Masterstudierende – sie gingen an Kathrin Schnur und Mariia Semibratova. Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung war die Verleihung des Studierendenpreises durch den Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM) Peter Cachola Schmal. Die Besonderheit des durch das DAM gestifteten Preises ist, dass die Jurys ausschließlich durch Studierende besetzt werden. Vertreter/-innen der jeweiligen Jury trugen dem entsprechend auch die Laudationes vor. Die Preise gingen an die Bachelorabsolventinnen und -absolventen Richard Beilmann, Carolin Riffel, Christian Zimmermann, Moritz Thumser und Anouschka Pohlenz. Für die aus Sicht der Jury besten Masterarbeiten erhielten die Masterabsolventinnen und -absolventen Tim Hassold, Parto Shamsaeinejad und Marija Semibratova jeweils einen Preis.

Zentrale WebredaktionID: 3672
letzte Änderung: 05.06.2018