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Vizepräsidentin und Vizepräsident starten in weitere Amtszeit

Am 21. Juli 2021 sind der Vizepräsident und die Vizepräsidentin der Frankfurt UAS im Amt bestätigt worden. Für den Bereich Studium und Lehre wurde Prof. Dr.-Ing. René Thiele durch den erweiterten Senat der Hochschule wiedergewählt, für das Amt mit den Schwerpunkten Forschung, Weiterbildung und Transfer Prof. Dr. Martina Klärle, beide im zweiten Wahlgang. Die Amtszeiten beginnen am 1. April 2022 und enden am 31. März 2025.

„Ich freue mich, dass der erweiterte Senat die Richtung, die das Präsidium in den vergangenen Jahren eingeschlagen hat, auch weiterhin unterstützt. In diesem eingespielten Vierer-Team wollen wir in den kommenden Monaten die strategische Ausrichtung und die Sichtbarkeit der Frankfurt UAS weiterentwickeln und unseren eingeschlagenen Kurs fortführen. Jetzt geht es um die Umsetzung großer Themen, beispielsweise die Gründung der School of Personal Development and Education (ScoPE), die die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden fördern oder das House of Science and Transfer (HoST), das die interdisziplinäre Forschung sowie das Unternehmertum stärken soll“, blickt Hochschulpräsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich auch im Namen des vierten Präsidiumsmitglieds Kanzler Dr. Bert Albers in die Zukunft.

„Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel und neue Arbeitswelten stellen auch unsere Absolventinnen und Absolventen vor neue Herausforderungen. Da Bildung das Kapital der Zukunft ist, kommt den Hochschulen in diesem Wandel eine zentrale Rolle zu. Die Halbwertzeit von Wissen reduziert sich rapide und Bildungseinrichtungen werden zu Institutionen Lebenslangen Lernens. Neben einer fundierten Fachlichkeit müssen Hochschulen überfachliche Kompetenzen vermitteln und in einen Bildungskanon einbetten. Dabei bilden Schlüsselkompetenzen, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung die Basis nachhaltiger Bildungskonzepte“, fasst René Thiele seine Ziele für die zweite Amtszeit zusammen. Mit der Gründung der ScoPE ist ein kreativer Denkraum geschaffen worden. Hier sollen innovative Lehrformate entworfen werden, um die heterogene Studierendenschaft auf die Anforderungen der Arbeits- und Lebenswelten der Zukunft vorzubereiten. 

Thieles erste Amtszeit war geprägt von einem intensiven Strategieprozess, wofür er die Kommunikation mit allen Statusgruppen intensivierte. In der Studiengangsentwicklung konnten u.a. Qualitätskriterien entwickelt und formalisiert werden. Mit dem Programm STEPS Frankfurt werden studienbegleitendeund -unterstützende Maßnahmen im gesamten Student-Lifecyclegebündelt. Beginnend bei der Studienorientierung und -auswahl, über unterstützende Einstiegsprogramme und das wissenschaftliche Arbeiten bis zum Übergang in den Beruf sollen Studierende effektiv zum Studienerfolggeführt werden. Die anwendungsorientierte Lehre ist ein elementarer Bestandteil des Selbstverständnisses der Frankfurt UAS. Mit den aus dem neuen Hochschulpakt kommenden zusätzlichen Professuren für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wurden erste wichtige Schritte eingeleitet. Zudem strebt Thiele eine Intensivierung der Praxisvernetzung durch Praxisbeirätein den Studiengängen an, um eine Reflexion mit den Anforderungen der Arbeitswelt sicherzustellen. Studierende sollen früh mit Forschungsprojekten in Kontakt kommen und so die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens lernen. Die Weiterentwicklung des Interdisziplinären Studium Generale ist für Thiele ebenso von Bedeutung wie die strategische Weiterentwicklung der Studiengänge, darunter die curriculare Einbettung von Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Persönlichkeitsentwicklung, die Erhöhung der Digital-Kompetenz oder die Entwicklung neuer Studiengänge. Die Vereinbarkeit von Studium, Familie und beruflicher Tätigkeit soll im Sinne des Audits „Familienfreundliche Hochschule“ weiter verbessert werden. In der von Thiele initiierten hochschulinternen Förderlinie „Innovationsfonds digitales Lehren“ sollen innovative Projekte von Lehrenden auf alle Fachbereiche übertragen werden. Im Bereich der Internationalisierung will er die Mobilitäten – auch virtuell – für Studierende und Dozierende ausbauen und Kurzzeitformen wie Summer- und Winterschools fördern. Englischsprachige Module und Studiengänge sowie Doppelabschlüsse sollen ausgebaut werden.

 

„Meine erste Amtszeit empfand ich wie ein Empowern der Forschung an den hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Generellen“, blickt MartinaKlärle zurück. „Durch die Unterstützung des HMWK auf der einen Seite und die Schaffenskraft und Vielfalt unserer Hochschulangehörigen auf der anderen Seite, konnten wir die Rahmenbedingungen für die Forschung und Weiterbildung in den vergangenen zwei Jahren deutlich verbessern.“ Daran möchte Klärle auch weiterhin festhalten. Die Frankfurt UAS konnte ihre Forschungsaktivitäten in den letzten Jahren kontinuierlich steigern, darunter verdoppelten sich die eingeworbenen Mittel im Jahr 2020 auf über 10 Mio. Euro im Vergleich zu den Vorjahren, und auch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen stiegen deutlich an. Insgesamt 50 neue Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitenden wurden im neuen Mittelbauprogramm an der Frankfurt UAS in vier Förderlinien vergeben. Als erstes Promotionszentrum unter Federführung der Frankfurt UAS wurde „Mobilität und Logistik“ gegründet. Die Frankfurt UAS beteiligt sich am KI-Kompetenzcampus „hessian.AI“ und gründete den Verein Frankfurt AI e.V. mit. Auch stieß Klärle Wirtschaftskooperationen mit u.a. dem „House of Energy“ oder „HessenMetall“ an. Unter ihrer Federführung wurde der neue Frauen- und Gleichstellungsplan für die Jahre 2020-2025 entwickelt sowie mehrere Millionen Euro für die Förderung von Frauen in der Wissenschaft über den Antrag im ProfessorInnenProgramm III eingeworben. Das Gütesiegel des Landes Hessen „Familienfreundliche Hochschule“ konnte Klärle in Wiesbaden und das Zertifikat „audit familiengerechte Hochschule“ in Berlin für weitere Jahre entgegennehmen. Besonders stolz und erfreut ist Klärle über den Entwicklungsprozess der Nachhaltigkeitsstrategie, der auch ihre Handschrift trägt.  „Besonders dankbar bin ich, dass es mir unter breiter Beteiligung aller Statusgruppen trotz Corona, welches alle Themen überlagerte, an der Frankfurt UAS gelungen ist, die erste Nachhaltigkeitsstrategie an einer hessischen Hochschule einstimmig im März 2021 im Senat zu verabschieden.“ Nun möchte sie die Vorreiterstellung der Frankfurt UAS unter den hessischen Hochschulen in Sachen Nachhaltigkeit ausbauen, ein Büro für Nachhaltigkeit befindet sich in der Gründung.

Wissenschaftliche Mittelbaustellen schaffen, forschungsgerechte Räume bereitstellen sowie eine Entlastung in der Lehre sicherstellen, dafür will Klärle auch in ihrer kommenden Amtszeit kämpfen und insbesondere die Forschung in den Ingenieurwissenschaften stärker fördern. Sie will sich dafür einsetzen, dass sich der Hochschulpakt ab 2026 noch erfolgreicher für die Forschung und die Weiterbildung in HAWs darstellt. Nach erfolgreicher Evaluation der drei hessischen Promotionszentren „Soziale Arbeit“, „Angewandte Informatik“ und „Mobilität und Logistik“ will sie daran arbeiten, dass diese dauerhaft weiterbestehen. Das neu bezogene HoST soll ein Kernstück der Forschungs- und Transferaktivitäten sein, wo Forschungsgruppen der Frankfurt UAS in interdisziplinärem Umfeld forschen und durch die Ansiedlung von Unternehmen und Start-Ups ein Innovations-Ökosystem entsteht. Die Förderung von Entrepreneurship/Start-Ups wird ein zentraler Schwerpunkt in der neuen Amtszeit von Klärle. Die Koordinationsstelle der wissenschaftlichen Weiterbildung in Hessen (WissWeit) ist weiterhin an der Frankfurt UAS verankert. Ein normiertes Zertifizierungssystem für alle Weiterbildungen soll an der Frankfurt UAS eingeführt werden und eine Lehrentlastung für die Weiterbildung in der Politik erwirkt werden. In den Ingenieurwissenschaften möchte Klärle den Frauenanteil bei den Professuren und Promovierenden bis zum Jahr 2025 von derzeit 14 % auf 20 % erhöhen.

Zentrale WebredaktionID: 3672
letzte Änderung: 05.06.2018