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Wie kann man Kreisläufe für eine Gesellschaft neu denken?

Ob Regale, Tische, Lampen oder Matratzen: Jedes Jahr fallen in Deutschland rund 2,5 Millionen Tonnen Sperrmüll an. „Müll“, der nicht immer unbedingt sofort entsorgt werden müsste, denn die entsorgten Gegenstände sind oft wiederverwendbar oder eine wertvolle Materialressource.

Diese Tatsache nahmen sich Prof. Dr.-Ing. Natalie Heger und Ruth Schlögl, beide Fb 1, zum Anlass, ein Lehrkonzept zu entwerfen, das versucht, ganz unterschiedliche Aspekte miteinander zu verknüpfen. Dieses führt die Themenstränge Kreislaufwirtschaft, interdisziplinärer Austausch über Studiengänge hinweg, unser eigener Umgang mit dem direkten Wohnumfeld und die Partizipation von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie in der fächerübergreifenden Lehrveranstaltung „Wasteland“ zusammen. Nachdem die Idee für das Lehrkonzept 2021 mit dem Hans Sauer Award 2021 ausgezeichnet wurde, konnte „Wasteland“ im Juni 2022 in die Tat umgesetzt werden.

Studierende der Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit, unter der Leitung von Raul Gschrey, und Architektur beschäftigten sich ein Semester lang mit der Konzeption und Vorbereitung des Wasteland-Bauworkshops, der am 24. und 25. Juni 2022 in der Frankfurter Großwohnsiedlung Nordweststadt stattfand. Gemeinsam wurde dort gesägt, gehämmert und genäht und das Konsumverhalten der Teilnehmenden auf den Kopf gestellt. In zahlreichen kleinen Projekten entstanden neue Möbel, Musikinstrumente und sogar ein 16 x 6 Meter großer Tee-Pavillon in dem alle Bewohner/-innen der Nordweststadt beim Teetrinken zusammenkommen können.

Aus diesem ersten Workshop sind, neben neuen Möbeln, spannenden Bekanntschaften und unerwarteten Erfahrungen, auch viele weiterführende Ideen hervorgegangen, die in kommenden Workshops und Seminaren eingebracht werden sollen.

Zum Kurzfilm Wasteland

Zentrale WebredaktionID: 4220
letzte Änderung: 30.04.2018