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FRA-UNIted erringt dritten Platz in der Roboterfußball-Simulationsliga

Auch wenn die Fußbälle auf vielen Rasenplätzen wieder ins Rollen kommen – die Roboterfußball-Weltmeisterschaft, der RoboCup 2020, konnte in diesem Jahr leider nicht wie geplant Ende Juni in Bordeaux stattfinden. Trotzdem kam das Team der Frankfurt UAS, Team FRA UNIted, auf seine Kosten: Die Roboterfußball-Simulationsliga trug ihr eigenes kleines, wenn auch inoffizielles, WM-Turnier aus. Schließlich sind die Wettkämpfe in dieser Liga nicht auf Hardware und auf die physische Begegnung angewiesen, sondern können rein virtuell ausgetragen werden. Alle Spiele wurden auf YouTube übertragen.

Bereits im Februar war die Qualifizierungsphase abgeschlossen worden. Alle 16 internationalen Teams, die sich für den RoboCup qualifiziert hatten, waren startberechtigt. Das Turnierformat wurde gegenüber dem realen Turnier etwas angepasst: Statt großer Gruppenphasen kam eine Art Pokalturniermodus im Doppel-K.O.-System zum Tragen. Unser Hochschulteam konnte sich mit zwei klaren Siegen - 8:0 gegen das iranische Team "Namira", 3:0 gegen das chinesische Team "YuShan" - problemlos im Achtel- und Viertelfinale durchsetzen, verlor dann aber im Halbfinale mit 0:6 gegen den Vorjahressieger "Helios" aus Japan. Daraufhin ging es für FRA-UNIted im "unteren KO-System" jener Gruppen weiter, die bereits einmal verloren hatten. Dort konnte unser Team ungeschlagen bis ins Finale vorrücken. Zuletzt unterlagen die Frankfurter allerdings dem rumänischen Team "Oxsy" mit 1:5. Trotzdem konnte sich das Ergebnis unserer Roboterfußballer sehen lassen, denn FRA-UNIted erreichte den dritten Platz in der Gesamtwertung und heimste damit eine Bronzemedaille ein.

Das RoboCup-Team FRA-UNIted der Frankfurt UAS ist seit 2015 aktiv. Es besteht aktuell aus zwei Professoren des Fachbereichs Informatik und Ingenieurwissenschaften, Thomas Gabel (Teamleiter) und Eicke Godehardt, sowie Steffen Breuer, Fabian Sommer, Yalcin Eren und Niklas Müller. Eines der Hauptziele in diesem Projekt ist es, lernfähige und adaptive Komponenten in die entwickelte Software einzubringen und so die fußballspielenden Agenten zu intelligenten Systemen zu machen. An dieser Stelle trägt der Wettbewerbscharakter der RoboCup-Welt dazu bei, dass maschinelle Lernansätze nicht um ihrer selbst willen eingesetzt werden, 
sondern so, dass sie zum Erfolg der Mannschaft beitragen. Die entwickelten und verwendeten Ansätze der künstlichen Intelligenz sowie Methoden moderner Software-Entwicklung sind in über 20 wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert.

Weitere Informationen zu FRA-UNIted finden sich auf der Webseite des Teams.
 
 

Zentrale WebredaktionID: 4224
letzte Änderung: 01.05.2018