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Erste Absolventin des Doppelprogramms PED deutsch-spanisch

Sie ist die Erste – und bislang noch die Einzige: Jennifer Link hat als erste Absolventin den Bachelor-Studiengang Produktentwicklung und Technisches Design in Kooperation mit der Universidad de Cádiz (UCA) abgeschlossen. Nachdem sie kürzlich das sogenannte „Tribunal“, das Abschlusskolloquium an der UCA, erfolgreich bestand, kann sie nun neben dem deutschen Titel Bachelor of Engineering auch den spanischen Grado en Ingeniería en Diseño Industrial y Desarrollo del Producto tragen.

Bewusste Entscheidung für den Studiengang

„Das Doppelabschluss-Programm war zum Teil herausfordernd, da ich noch viel Organisatorisches klären musste und ich oft die einzige Austauschstudentin in den spanischen Kursen war“, berichtet Link. „Trotzdem kann ich das Studium nur empfehlen: Neben der intensiven Auslandserfahrung habe ich spannende fachliche Impulse mitgenommen, konnte mich persönlich weiterentwickeln und beherrsche jetzt auch das technische Spanisch.“

Die 25-Jährige stammt aus dem südlichen Baden-Württemberg und hatte sich bei der Studienorientierung bewusst für den Studiengang Produktentwicklung und technisches Design an der Frankfurt UAS entschieden. „Mich reizte die Kombination des Mathematisch-Technischen und des Kreativen“, erklärt sie. Als sie auf die Möglichkeit des Doppelabschlusses aufmerksam wurde, war ihr Interesse sofort geweckt: „Nach meinem Abi habe ich ein Jahr in Bolivien verbracht und bin seitdem begeistert von anderen Kulturen und der spanischen Sprache, deshalb habe ich mich über die Chance gefreut, in Spanien studieren zu können.“ Ihr sechstes Semester absolvierte sie in Cádiz, kehrte danach an die Frankfurt UAS zurück und zog schließlich für ihr Praxissemester wieder nach Spanien. In einem kleinen Unternehmen beschäftigte sie sich dabei unter anderem mit Produkten im Bereich Smart Home und lernte die spanische Arbeitswelt „von innen“ kennen. Auch ihre Bachelorarbeit schrieb die Absolventin an der UCA. Das Thema: die Entwicklung eines Kinderwagens, mit dem sich Treppen bequem überwinden lassen.

    Vorsprung bei der Master-Wahl

    Schon im Wintersemester 2019/20 begann Link dann – den deutschen Bachelorabschluss bereits in der Tasche – mit ihrem Masterstudium an der Technischen Hochschule Köln. Sie hat sich für Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktentwicklung entschieden. „Weil ich durch den Doppelabschluss mehr Credit Points als in anderen Bachelor-Studiengängen gesammelt hatte, konnte ich aus einer großen Menge an Master-Studiengängen auswählen“, erzählt die junge Frau. „Zugleich habe ich nun im Master den Vorteil, dass ich durch die vielen Praxisprojekte im Bachelor-Studium Erfahrungen mitbringe, die anderen Studierenden fehlen.“ Neben ihrem Studium arbeitet Link beim Institut für angewandte Arbeitswissenschaften in Düsseldorf.

    Kooperation mit Tradition – und Zukunft

    An der Frankfurt UAS ist das Doppelabschluss-Programm mit der Universidad de Cádiz für den Bachelor-Studiengang Maschinenbau bereits seit mehr als zehn Jahren etabliert. Prof. Dr. Stefan Dominico, Koordinator der Kooperation mit der UCA, sieht in diesem Studienmodell großes Potenzial: „Wir bieten Studierenden die Möglichkeit, neben der deutschen Qualifikation auch einen spanischen Abschluss zu erwerben und dabei ihren fachlichen wie persönlichen Horizont zu erweitern. Gleichzeitig eignen sie sich nicht nur interkulturelle Kompetenz, sondern auch sehr gute Fremdsprachenkenntnisse an. Wir freuen uns, wenn sich künftig noch mehr Studierende für diesen nicht ganz einfachen, aber sehr lohnenden Weg entscheiden.“

    Mehr Informationen zum Doppelabschluss-Programm:

    Zentrale WebredaktionID: 4224
    letzte Änderung: 01.05.2018