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Aus 1 mach 12: Neue Form für Informatik-Symposium

2020 war ein steiniges Jahr für den akademischen Austausch: Ob Kongress oder Gastvortrag, Netzwerktreffen oder Exkursion – zahlreiche Veranstaltungen mussten aufgrund der Pandemie ausfallen, viele konnten nicht ohne Weiteres in den virtuellen Raum umziehen. Aber die Reise- und Kontaktbeschränkungen boten auch Impulse für neue Austauschformate. Ein Beispiel ist das jährliche Spanish-German Symposium on Applied Computer Science (SGSOACS) der Frankfurt UAS, der Universidad de Cádiz (UCA) und der Universidad Complutense de Madrid (UCM): Das Symposium wurde in eine Reihe monatlicher virtueller Treffen umgewandelt und fand kürzlich zum ersten Mal erfolgreich statt.

Intensiver deutsch-spanischer Austausch

Die Lehreinheit Informatik der Frankfurt UAS und die Forschungsgruppe Grupo Ucase de Ingeniería del Software der Universidad de Cádiz arbeiten seit 2010 zusammen. Kurze Zeit später wurde das Symposium zum ersten Mal gemeinsam ausgerichtet. Auf der Agenda stehen jeweils Vorträge und Diskussionen zu den verschiedensten Themen der Angewandten Informatik, etwa IT Security, Machine Learning, Data Analysis, Formal Methods oder Internet of Things. Vor einiger Zeit kam die Universidad Complutense de Madrid als dritte Kooperationspartnerin hinzu. Dort sollte das Symposium 2020 eigentlich abgehalten werden, denn die Hochschulen sind im Wechsel Gastgeberin. Stattdessen entschieden sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ein virtuelles Treffen – und zwar einmal im Monat.

Plattform für Nachwuchswissenschaftler/-innen

„Wir arbeiten insbesondere mit der Universidad de Cádiz intensiv zusammen, etwa im Bereich kooperativer Promotionen. Deshalb stehen wir in engem Kontakt zueinander“, erklärt Prof. Dr. Matthias Wagner, Professor in der Lehreinheit Informatik des Fb 2 an der Frankfurt UAS. „Nun möchten wir die Krise als Chance nutzen: Wir wollen den internationalen wissenschaftlichen Austausch in unserer Gruppe noch stärker fördern und unseren Doktorandinnen und Doktoranden sowie Master-Studierenden die Möglichkeit geben, ihre Forschung vor einem größeren internationalen Publikum zu präsentieren – trotz der durch die Pandemie angespannten Situation.“

Beim Auftakt des Symposiums Mitte Dezember sprach Prof. Dr. Jörg Schäfer, Professor in der Lehreinheit Informatik des Fb 2, zum Thema „CSI-based Human Activity Recognition using ML”. Im Januar ist ein Doktorand aus Cádiz an der Reihe. Ein Master-Student aus Frankfurt trägt im Februar vor. Weitere monatliche Treffen sind in Planung – und sollen mindestens so lange fortgesetzt werden, bis die Wissenschaftler/-innen wieder ganz „real“ in Spanien oder Deutschland zusammenkommen können.

Zentrale WebredaktionID: 4224
letzte Änderung: 01.05.2018