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Erfolgreiche Rückholaktion der Frankfurt UAS

Wegen Corona-Pandemie: Das International Office organisierte mit großem Einsatz die Heimreise Studierender und Lehrender aus Übersee.

Eine erfolgreiche Rückholaktion gelang der Frankfurt UAS dank des großen Engagements ihrer Mitarbeitenden im International Office (IO). Sie verhalfen Studierenden und Lehrenden der Hochschule, die im Ausland infolge der Corona-Pandemie festsaßen, zur Heimkehr – schnell und unkompliziert.

Die meisten von ihnen waren zu Exkursionen, Bildungsreisen, Kongressen und Dienstreisen zu einem Zeitpunkt aufgebrochen, als noch nicht absehbar war, dass ihre Rückreise zu einem Problem werden könnte. „Die Situation änderte sich mancherorts ja innerhalb von weniger als 24 Stunden“, berichtet Juliane Reinhardt-Max vom IO. Sie selbst war mit ihrer Kollegin Ruth Conrads auf Arbeitsbesuch in Mexiko an Partnerhochschulen in Toluca, Guanajuato und Monterrey, mit denen die Frankfurt UAS langjährige Kooperationen verbindet. „Dort war Anfang März von der Corona-Krise noch nichts zu spüren“, sagt Reinhardt-Max. Doch dann meldete sich plötzlich ihr Kollege Adam Lipski, der als Hochschulkoordinator für die Austauschprogramme in Europa zuständig ist. Er berichtete, dass immer mehr Flüge nach Frankfurt aufgrund der Corona-Pandemie gestrichen würden. Angesichts der sich weltweit zuspitzenden Lage koordinierten Lipski – nun als Beauftragter für Reisesicherheit – und der Sicherheitsbeauftragte der Frankfurt UAS bereits eine umfassende Rückholaktion aller Hochschulangehörigen im Ausland. Seine Botschaft an die Kolleginnen: Kommt zurück, solange es noch geht. „Etwa 30 Minuten nach dem Telefonat hatten wir die Tickets für die Rückflüge, keine vier Stunden später befanden wir uns auf dem Weg zum Flughafen in Monterrey für den Flug nach Mexiko City. Von dort ging am nächsten Tag der Flug über München nach Frankfurt“, erzählt Reinhardt-Max.

Kaum zurück am Main waren sie schon Teil des achtköpfigen Rückholteams des IO unter Leitung von Lipski. Sie kontaktierten alle Lehrenden, Studierenden und Exkursionsgruppen, die sich im Ausland befanden, und boten Unterstützung bei der Heimreise an. Eine Professorin der Frankfurt UAS war nach einem Kongress in Kolumbien auf der Rückreise in Guatemala gestrandet, aus Indien erreichte das Team ein Hilferuf einer anderen Professorin. Sie war mit zehn Studierenden zu einer Bildungsreise aufgebrochen, als die Lage noch stabil war. Als die Situation sich binnen kurzem wandelte und die geplanten Flüge ersatzlos gestrichen wurden, schickte sie in ihrer Not eine E-Mail ans IO. Dann ging alles ganz schnell: Reinhardt-Max sicherte telefonisch Hilfe zu, organisierte umgehend für alle die Rückflüge mit verschiedenen Airlines, klärte die Finanzierung, gab die Anweisung nach Indien, wer wann wo zum Abflug bereitstehen soll – und kaum zwei Tage später waren alle zurück in Frankfurt.

Innerhalb von knapp zwei Wochen koordinierte und finanzierte das Team der Frankfurt UAS Rückflüge für über 50 Personen, gemeinsam mit Jobst Rottmann, dem sehr engagierten Geschäftsführer des Vertragsreisebüros DERPART Travel Service Frankfurt. „Die Unterstützung war unglaublich – teilweise telefonierten wir noch um 23 Uhr, um Tickets für die vorerst letzten Flüge aus Aruba, Indien, Vietnam oder Lateinamerika zu bekommen“, berichtet Lipski.

Die Frankfurt UAS kam für alle Flüge auf, die betreffenden Studierenden und Lehrenden müssen nichts zurückzahlen, versichert Lipski. Die Flüge konnte das IO aus Mitteln des ERASMUS+-Programms und aus Mitteln der Hochschule bezahlen. „Wir versuchen, zusätzliche Mittel über das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und den DAAD zu akquirieren“, so Reinhardt-Max. Entscheidend sei aber, dass alle wohlbehalten wieder daheim sind. „Wir sind unglaublich erleichtert, dankbar und auch ein wenig stolz, dass wir es gemeinsam im Team geschafft haben, eine Aktion wie diese in kürzester Zeit zu organisieren und umzusetzen.“

Zentrale WebredaktionID: 3670
letzte Änderung: 13.04.2018