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Sommersemester an der Frankfurt UAS: digitaler Start ist geglückt

Präsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich und Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. René Thiele nehmen Stellung zum Beginn des Sommersemesters 2020.

Die Frankfurt UAS beginnt das Sommersemester aufgrund der bestehenden Corona-Pandemie erstmals mit einem erweiterten Online-Angebot – pünktlich zum Semesterstart am Montag, den 20. April 2020, begannen die Lehrveranstaltungen in verschiedenen digitalen Formaten. Wie die Umsetzung gelingen könne, wurde zuvor durch die Task Force „Onlinelehre“ unter Beteiligung aller Fachbereiche und Abteilungen sowie einer Gruppe von Studierenden erarbeitetet. Noch Montagfrüh stand die Frage im Raum, ob der Semesterstart wie geplant gelingen kann. Ein erstes Fazit kann gezogen werden: Nach kurzer Anlaufzeit ist er geglückt! Insbesondere die konstruktiven Beiträge der Studierenden als „digital natives“ trugen einen Großteil zum erfolgreichen Beginn des digitalen Semesters bei. Mit dem Semesterstart geht die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) einen wichtigen Schritt und stärkt ihre bestehenden Kompetenzen im Bereich E-Learning. Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. René Thiele sowie Präsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich wissen, dass diese Umstellung nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance begriffen werden muss.

„Es ist historisch, was gerade passiert. In nur wenigen Wochen haben wir es mit dem unermüdlichen Einsatz von vielen Mitarbeitenden und Lehrenden geschafft, einen Großteil der Angebote, die zuvor nur im Präsenzbetrieb stattfinden konnten, digital aufzubereiten. Nicht nur unsere Lehrveranstaltungen wurden digitalisiert, sondern auch ein Teil unserer Kultur- und Sportangebote. Wir sind anwendungsorientiert – und wir zeigen, dass wir Lösungen für die Praxis auch in komplexen und unübersichtlichen Zeiten produzieren können“, so Dievernich. „Die Vorbereitung dieses außergewöhnlichen Semesters war für alle Beteiligten eine große Herausforderung und Kraftanstrengung – das wird voraussichtlich noch eine ganze Weile so bleiben, denn diese Situation ist für uns alle eine vollkommen neue, die sicherlich auch einige technische Hürden mit sich bringt. Neben der Umstellung auf zum Teil neue Technologien, mussten auch die didaktischen Konzepte von Lehrveranstaltungen angepasst werden. Digitale Lehrräume schaffen neue Möglichkeiten und Chancen – zugleich verändern sie aber auch die Form des Dialogs und die interaktive Auseinandersetzung mit einem Thema. Das Erfahren der Wissensvermittlung wird die Art der Lehre und Kommunikation nachhaltig verändern und das auch mit positiven Effekten. So wird diese neue Form auch die Barrierefreiheit in Studium und Lehre weiter unterstützen, da die orts- und zeitunabhängige Teilnahme an Lehrveranstaltungen zu einer Selbstverständlichkeit wird. Zugleich kann es helfen, kommunikative Hürden weiter abzubauen und so der Diversität unserer Studierenden gerecht zu werden“, ergänzt Thiele.

„Die Lehrenden haben diese Herausforderung in den vergangenen Wochen mit viel Neugier, Innovationskraft und Kreativität angenommen und sind optimal vorbereitet“, so Thiele weiter. „Mit der Onlinelehre kommen wir nicht nur den aktuellen öffentlichen Kontaktbeschränkungen nach, sondern sehen dies auch als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Dabei versuchen wir unseren Studierenden den Semesterstart und den weiteren Verlauf ihres Studiums so normal wie möglich zu gestalten. Auch die Erstsemestereinführung wurde mit Hilfe unseres Allgemeinen Studierendenausschusses, dem AStA, komplett ins Internet verlegt. Ein großartiger Beitrag von Studierenden für angehende Studierende.“

„Jetzt ist die Stunde der Digitalisierung der Lehre! Wenn wir beginnen, diesen wichtigen Schritt nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance zu begreifen, sehe ich für unsere Hochschule eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich auch in Zukunft weiter im Bereich E-Learning zu profilieren. Wir eröffnen uns durch diese Entwicklung neue Perspektiven, die aufzeigen, wie die Lehre und das Hochschulleben in den kommenden Jahren aussehen und wie wir unsere Angebote weiter an die Bedürfnisse der Studierenden anpassen können. Ich habe den Eindruck, dass wir dafür eine gute Basis gelegt haben“, betont Dievernich. „Der Digitalisierungsschub wird dazu führen, bestimmte Kompetenzen und Angebote neu zu sortieren und zu fragen, an welcher Stelle es unerlässlich ist, unseren Kern, die Präsenzlehre, mit hoher Qualität weiter zu entwickeln und zu optimieren“, so Dievernich weiter. „Wir stellen schon jetzt fest, dass die aktuelle Entwicklung nicht nur ein Schub für die Digitalisierung ist, sondern eben auch für den Präsenzbetrieb. Gewinner sind die beiden Seiten eines modernen, zeitgemäßen Hochschullebens“, so René Thiele.

An der Frankfurt UAS wurde für das Sommersemester eine Reihe an digitalen Lehrformaten entwickelt. In den Lehrveranstaltungen werden hybride Kombinationen verschiedener Methoden eingesetzt, die den didaktischen Erfordernissen entsprechen. Hierzu zählen beispielsweise Videokonferenzen mit bis zu 300 Teilnehmenden zur Abbildung der synchronen Lehre (Virtual Classroom) sowie Lehrvideos als Download oder Stream zur asynchronen Verfügbarkeit als orts- und zeitunabhängiges Lehrangebot. Zudem stehen Screencasts zur Aufzeichnung und Verbreitung von Bildschirmpräsentationen und -aktivitäten, Live-Chats, Diskussionsforen und Blogs zur Sicherstellung des Feedbacks, die übliche Bereitstellung von digitalen Skripten sowie Lehr- und Übungsmaterial zur Verfügung. Einzig einige praktische Labor- und Vermessungsübungen sowie Module, in denen der direkte persönliche Kontakt zwingend erforderlich sind, werden zu einem späteren Zeitpunkt des Semesters, unter Einhaltung der erforderlichen Hygiene- und Abstandsvorschriften, durchgeführt.

Grundsätzlich sollen Prüfungen auch weiterhin wie geplant durchgeführt werden. „In der Regel kann dies bei einer räumlichen Entzerrung gut gewährleistet werden. Aufgrund der Verlagerung von Präsenz- zur Onlinelehre stehen an unserer Hochschule ausreichend Raumkapazitäten zur Verfügung, um die nötigen Abstände einzuhalten“, erklärt Thiele. Präsentationen im Rahmen von Haus- oder Abschlussarbeiten, wie beispielsweise Kolloquien, könnten auch in Online-Formaten durchgeführt werden. Praktika, die in Abhängigkeit zu externen Partnern stehen, können nachgeholt werden. „Wenn die allgemeinen Einschränkungen die gewünschte Wirkung zeigen, gehen wir davon aus, dass wir im Verlauf des Semesters auch wieder Teile der Lehrveranstaltungen in Präsenz durchführen können. Mit den angekündigten Lockerungen werden wir beispielsweise mit Laborübungen in kleinen Gruppen, unter Einhaltung der Distanz- und Hygienevorschriften, beginnen können“, so Thiele abschließend.

Zentrale WebredaktionID: 3670
letzte Änderung: 13.04.2018