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Gemeinsame Pressemitteilung/Stadt Frankfurt am Main: Wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Campusmeile

Stadt Frankfurt am Main sichert Erweiterung der Deutschen Nationalbibliothek

Mit der Vergabe eines Erbbaurechts für ein rund 9500 Quadratmeter großes Grundstück an der Adickesallee sichert die Stadt Frankfurt die künftige Erweiterung der Deutschen Nationalbibliothek (DNB). Die Beschlussvorlage zur Bestellung des Erbbaurechts hat Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, jetzt in den Geschäftsgang gegeben. Gleichzeitig wird damit die Entwicklung der Campusmeile, die durch die Kooperation mehrerer Forschungs- und Bildungseinrichtungen besteht, weiter vorangetrieben. Bis zur Nutzung durch die DNB stellt die Stadt das Grundstück für ein interdisziplinäres Lern- und Forschungszentrum zur Verfügung, das gemeinsam von DNB, Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt School of Finance and Management und Goethe-Universität unter dem Namen „Campus V“ („Campus Verantwortung“) errichtet werden soll.

Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, sagt: „Unser Ziel ist es, den Standort der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main auf Dauer zu sichern. Gleichzeitig können wir mit dem Grundstück an der Adickesallee einen Beitrag zur Stärkung der Kooperation der Forschungs- und Bildungseinrichtungen leisten. Damit erhält die 2014 erstmals öffentlich diskutierte Idee einer Campusmeile eine konkrete Gestalt.“

Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, führt aus: „Mit diesem Vertrag ist die langfristige räumliche Entwicklung der Deutschen Nationalbibliothek am Standort Frankfurt am Main gesichert. Darüber hinaus eröffnet er uns die Chance, mit der Goethe-Universität, der University of Applied Sciences und der Frankfurt School of Finance & Management Wissensräume der Zukunft zu schaffen.“

Prof. Frank E. P. Dievernich, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, erklärt: „Bildung ist die Zukunft dieser internationalen Stadt, die sich schon längst als Wissenschaftsstadt etabliert hat. Das Areal an der Adickesallee wird wissenschaftliche und wirtschaftliche Leistung bündeln und die Stärke der Interdisziplinarität ausspielen, die die Kombination der beteiligten Institutionen bereithält. Die Campusmeile und der dort entstehende Campus V haben eine internationale Strahlkraft, die als interorganisationales Projekt ihresgleichen sucht. Unsere Hochschule wird sich unter anderem mit den Themen Nachhaltigkeit sowie Entrepreneurship im sozialen Bereich einbringen. Eine vollentwickelte Campusmeile wird zeigen, wie stark Wissenschaft und Bildung die Innovations- und Integrationsfähigkeit einer Stadt beflügeln.“

Prof. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance and Management, ergänzt: „Das Lern-, Forschungs-, Entwicklungs- und Startup-Zentrum, der Campus V, steht für Verantwortung und wird die Wissenschaftsstadt Frankfurt international weiter profilieren. Es ist ein Ort für interdisziplinären Austausch über aktuelle Zukunftsfragen zu Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und sozialen Innovationen. Gemeinsam können wir in Projekten, Vorträgen und öffentlichen Diskussionen in den Dialog kommen, Wissen teilen und unternehmerisch nutzen sowie den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft stärken.“

Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, sagt: „Ich begrüße die klare Positionierung der Stadt für die Campusmeile von FraUAS bis Senckenberg, von Forschungsexzellenz bis Integration des Wissens in die Gesellschaft. Das bietet den Unterstützern des Campus V jetzt die planbare Möglichkeit der inhaltlichen Ausgestaltung. Verantwortung ist dabei ein Anliegen aller, wie auch der klare Bezug zu Lern-und Forschungsservices.“

Das städtische Grundstück nördlich des heutigen Standorts der Deutschen Nationalbibliothek in der Adickesallee ist laut Bebauungsplan als „Sondernutzung Bibliothek“ ausgewiesen. Heute befinden sich dort eine Tankstelle und ein Einzelhandelsbetrieb. Die Deutsche Nationalbibliothek beabsichtigt, auf der Fläche einen Erweiterungsbau zu errichten, da die vorhandenen Magazinflächen perspektivisch erschöpft sein werden. Dazu stellt die Stadt Frankfurt frühestens ab 2035 das Grundstück im Wege eines Erbbaurechts zur Verfügung. Um die erforderliche Planungssicherheit zu gewährleisten, soll der Anspruch auf Bestellung des eines Erbbaurechts bereits jetzt durch die Eintragung einer Vormerkung im Grundbuch gesichert werden. Solange das Grundstück für die Erweiterung der DNB genutzt wird, verzichtet die Stadt auf einen Erbbauzins.

Bis zur Übernahme des Grundstücks durch die Deutsche Nationalbibliothek ist eine Interimsnutzung im Zuge der Campusmeile vorgesehen. Hierzu planen die Deutsche Nationalbibliothek, die Frankfurt University of Applied Sciences, die Goethe-Universität und die Frankfurt School of Finance and Management, gemeinsam auf dem überwiegenden Teil der künftigen Erbbaurechtsfläche ein Lern- und Forschungsservice-Zentrum zu errichten. Auf dem sogenannten Campus V sollen sich ab 2025 überinstitutionelle und interdisziplinäre Projekt- und Arbeitsgruppen der beteiligten Bildungseinrichtungen mit unterschiedlichen Fragestellungen beschäftigen. Zudem ist ein Veranstaltungsbereich für Vorträge und öffentliche Diskussionen vorgesehen. Das Lern- und Forschungszentrum integriert sich in das stadtplanerische Konzept einer Campusmeile entlang von Miquel-, Adickes- und Nibelungenallee. Mit dieser zentralen Wissenschaftsachse soll die Vernetzung der Institutionen verdeutlicht werden. Ziel ist es, die Identifikation von Stadt und Region mit ihren wissenschaftlichen Institutionen zu stärken und Frankfurt auch überregional als wichtigen Wissenschaftsstandort zu positionieren.

Zentrale WebredaktionID: 3670
letzte Änderung: 13.04.2018