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„Ehrenamtliche Rechtliche Betreuung durch Studierende" ausgezeichnet

Frankfurt UAS gewinnt Förderpreis für Lehr-Lern-Projekt „Ehrenamtliche Rechtliche Betreuung durch Studierende“

Der Betreuungsgerichtstag, ein interdisziplinärer Fachverband aller am betreuungsgerichtlichen Verfahren und der rechtlichen Betreuung beteiligten Personen (www.bgt-ev.de), verlieh am Freitag, den 26.03.2021, seinen Förderpreis an das Projekt „Ehrenamtliche Rechtliche Betreuung durch Studierende“. Das Lehr-Lern-Projekt wurde  2010 von Dr. Thorsten Stoy und Dr. Ursula Kämmerer-Rütten von der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) in Kooperation mit dem Paritätischen Betreuungsverein Frankfurt ins Leben gerufen und hat in der Folge zu bundesweiter Anerkennung und zu weiteren Kooperationen geführt. Der Preis wurde nun gemeinsam an die Frankfurt UAS und den Paritätischen Betreuungsverein Frankfurt sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg und den Diakonieverein in Hamburg verliehen.

Kern des Projektes ist eine intensive Theorie-Praxis Verzahnung im Kontext rechtlicher Betreuungen. In enger Kooperation mit einem örtlichen Betreuungsverein werden Studierende der Sozialen Arbeit gemeinsam in das Themenfeld der rechtlichen Betreuungen herangeführt und darauf vorbereitet, ehrenamtliche rechtliche Betreuungen zu führen. Die Studierenden unterstützen beispielsweise Menschen psychischen Erkrankungen, geistigen Beeinträchtigungen oder Demenzerkrankungen bei der Erledigung ihrer rechtlichen, sozialen und gesundheitlichen Angelegenheiten, wenn diese selbst nicht (mehr) dazu in der Lage sind und deshalb durch das Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung eingerichtet wurde. Beginnend ab dem 3. Semester des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit und für mindestens 2 Jahre begleiten Ursula Kämmerer-Rütten und Thorsten Stoy von der Frankfurt UAS sowie Tanja Schäfer-Ellrich mit Kolleginnen und Kollegen des Paritätischen Betreuungsvereins die Studierenden und ermöglichen qualifizierte fachliche Unterstützung. Neben assoziierten Lehrveranstaltungen, in denen die Studierenden theoretisch und praktisch auf die Tätigkeit vorbereitet werden, wird u.a. ein regelmäßiger Fach- und Erfahrungsaustausch angeboten.

In nunmehr 11 Jahren waren 45 Studierende in knapp 100  Betreuungsverfahren als ehrenamtliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer eingesetzt.

Prof. Dr. Dieter Röh von der HAW Hamburg sagte im Namen aller Hamburger Beteiligten: „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung, die unser Angebot an Studierende, durch die Verleihung des Preises erhalten hat. Wir verstehen es als eine Art Soziallabor, in dem wir Studierenden frühzeitig die Möglichkeit geben, sich und ihre Kompetenzen im Rahmen der rechtlichen Betreuung zu entwickeln. Die wissenschaftlich-theoretische und professionell-praktische Begleitung durch uns sichert die notwendige Qualität in diesem ethisch sensiblen und anspruchsvollen Arbeitsfeld.“

Die Jury des Betreuungsgerichtstages hob bei der Preisverleihung in der Laudatio hervor, dass es sie u.a. beeindruckt war von der engen „Verzahnung von Lehre und Forschung, die zu einer Qualitätssteigerung auch an den Hochschulen selbst führte. Das Handlungsfeld „Rechtliche Betreuung“ werde nicht nur in der Praxis, sondern auch in Lehre und Forschung anderen etablierter Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit gleichgestellt.“

Zentrale WebredaktionID: 3670
letzte Änderung: 13.04.2018