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Future Skills – ohne überfachliche Kompetenzen bleibt Wissen wertlos

Frankfurt UAS stößt mit Gründung der School of Personal Development and Education (ScoPE) zur Persönlichkeitsentwicklung die Konzeptionierung einer neuen Hochschuldidaktik an

Frankfurt am Main, 30. August 2021. Der Erwerb von künftig wichtigen Schlüsselkompetenzen für Beruf und Leben, kurz „Future Skills“, gilt bei Bildungsverantwortlichen in Schulen und Hochschulen als zentraler Baustein, um junge Menschen fit zu machen für eine sich rapide wandelnde Gesellschaft und Arbeitswelt. Mit der Gründung der „School of Personal Development and Education“ (ScoPE) macht die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ihren Anspruch deutlich, beim Thema Persönlichkeitsentwicklung ihrer Studierenden zu den Pionieren in der deutschen Hochschullandschaft zu gehören. Das ScoPE versteht sich als Denk-, Bildungs- und Innovationsraum, in dem auf wissenschaftlicher Basis eine neue Didaktik von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) entwickelt werden soll. 1

„Wir entwickeln uns weg vom Leitbild einer reinen Wissensgesellschaft hin zu einer Kompetenzgesellschaft. Kompetenzen unterscheiden uns im Zeitalter Künstlicher Intelligenz von Maschinen“, sagt Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. Gerade eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) vermittle nicht nur Fachwissen. „Es geht uns konkret darum, Menschen Startbedingungen zu verschaffen, die es ihnen ermöglichen, selbstbestimmt und verantwortungsbewusst in der Gesellschaft zu leben. Für uns rückt dadurch die Rolle von Persönlichkeitsentwicklung und eben Future Skills immer stärker in den Fokus.“ Die Entwicklung und Etablierung von ScoPE stelle daher „einen tiefgreifenden Transformationsprozess in den Strukturen und dem Selbstverständnis der Frankfurt UAS dar, der in alle Handlungsfelder der Hochschule einwirkt und hochschulische Bildung neu aufstellt“, so Prof. Dr. René Thiele, Vizepräsident Studium und Lehre.

Bereits Ende 2019 gründete die Hochschule das „Zentrum für Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung“ (ZPG), das die Themen Persönlichkeitsentwicklung/Meditation und Gesellschaftliches Engagement/Service Learning bündelte. Damit erfüllt die Frankfurt UAS sowohl ihre Aufgaben in ihrem Hochschulentwicklungsplan 2025 als auch die Zielvereinbarungen mit dem Land Hessen zum neuen Hochschulpakt 2021 bis 2025. Das ZPG wird als wichtiger Teil des ScoPE darin integriert. Die School of Personal Development and Education verläuft als eigenständige Einheit quer über alle Fachbereiche hinweg und bietet den Professorinnen und Professoren die Chance, sich über ihre fachlichen Themen hinaus zum Thema der Persönlichkeitsentwicklung einzubringen.

Fünf Ziele stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Persönlichkeitsentwicklung mit einem Schwerpunkt auf Meditation und Achtsamkeit
  • Allgemeinbildung durch den Aufbau einer „Smart Education für Absolvierende der Zukunft“ zur Mehrung des kulturellen Kapitals der Studierenden
  • Digitale Kompetenzen durch vielfältige Angebote (Data Literacy Education, digitale Resilienz)
  • Gesellschaftliche Verantwortung durch Verstetigung der Koordinations- und Beratungsstelle für Service Learning und gesellschaftliches Engagement
  • HAW-Didaktik: Konzeptionierung einer „Frankfurt UAS“-Didaktik als Grundlage für die curricularen und extracurricularen Angebote in den oben genannten Bereichen.

ScoPE wird daher als wissenschaftlich getragene Institution inter- und transdisziplinär von allen vier Fachbereichen der Frankfurt UAS getragen. Auf der Grundlage ihrer fachlichen Ausrichtung – und trotz oder gerade wegen ihrer ausgeprägten Unterschiedlichkeit – richten die Fachbereiche ScoPE-Professuren in den Schwerpunkten Schlüsselkompetenzen, Didaktik, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung ein. Diese werden innerhalb von ScoPE Forschungs- und Lehrprojekte durchführen und dabei innovative Formen und Formate der akademischen Ausbildung entwickeln.
Die Intention ist, sowohl bereits erfolgreiche, bisher verteilt angebotene Projekte zu zentralen Maßnahmen zu bündeln als auch neue Maßnahmen zu entwickeln und diese curricular und extracurricular in das Angebotsportfolio zu integrieren. Zu den etablierten Maßnahmen gehören beispielsweise das Service Learning (Lernen durch gesellschaftliches Engagement) oder das Programm „STEPS Frankfurt“, dessen Ziel es ist, die Studierenden mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten im gesamten Student-Life-Cycle durch ihr Studium zu begleiten. Beide Projekte (STEPS und ScoPE) werden vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst aus Mitteln des Förderprogramms QuiS (Hohe Qualität in Studium und Lehre, gute Rahmenbedingungen des Studiums) unterstützt.

„Hochschulen sind die Institutionen der Gesellschaft, die Räume für Reflexion schaffen. Persönlichkeitsbildung, gesellschaftliche Verantwortung und Hochschuldidaktik bilden einen untrennbaren, einheitlichen Zusammenhang. Diese Erkenntnis soll praktisch werden, in die Curricula einfließen und ein wesentliches Profilmerkmal der Frankfurt UAS darstellen. Mit der Gründung des ScoPE wollen wir unserer Aufgabe als Hochschule für Angewandte Wissenschaften nachkommen und unsere Studierenden, Mitarbeitenden, Lehrenden sowie die interessierte Öffentlichkeit auf die Transformation der Gesellschaft, u.a. im Zuge der Digitalisierung, der New Work, aber auch des Klimawandels vorbereiten“, betont Dievernich. „Die eigene Persönlichkeit zu stärken, sich selbst bewusst zu werden, dürfte der beste Schutz sein, um in einer instabilen Welt zu bestehen und sich darin selbst als funktionsfähigen Kompass zu erleben.“

1Die Bedeutung der Hochschulen beim Erwerb von Schlüsselkompetenzen und das ScoPE-Konzept legen Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich und Prof. Dr. René Thiele auch in ihrem Beitrag „Future Skills als angewandte Persönlichkeitsentwicklung“ dar, der zusammen mit Texten u.a. der Politökonomin und Autorin Maja Göpel in einem Praxishandbuch zum Thema Future Skills erschienen ist. Ergänzend ist eine Lernplattform mit Unterstützung renommierter Impulsgeber (u.a. Prof. Dr. Andreas Schleicher, OECD-Direktor für Bildung und Kompetenzen) an den Start gegangen:  https://www.futureskills.org

Future Skills. 30 Zukunftsentscheidende Kompetenzen und wie wir sie lernen können, hg. von Peter Spiegel, Arndt Pechstein, Annekathrin Grüneberg und Anabel Ternès von Hattburg, Verlag Vahlen Franz GmbH, Erscheinungstermin: 5.9.2021, 384 Seiten, 39,80 Euro, ISBN-13: 9783800666355

Kontakt

Frankfurt University of Applied Sciences
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Telefon: +49 69 1533-2415
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Prof. Dr.-Ing. René Thiele
Telefon: +49 69 1533-2416
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letzte Änderung: 13.04.2018