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Nachrichtenarchiv der Frankfurt UAS

Aktuelle Maßnahmen der Hochschule aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir wenden uns heute an Sie aufgrund der wachsenden Zahl der Corona-Erkrankungen in Deutschland und in Europa insgesamt. Wir kümmern uns, in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt, bereits seit einigen Wochen darum, eine ganze Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um auf eine eventuelle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus an unserer Hochschule vorbereitet zu sein.

Unsere vorrangigen Ziele sind, die Gesundheit der Beschäftigten und Studierenden zu schützen und durch Vorsorgemaßnahmen die Ausbreitung des Coronavirus in unserem Wirkungskreis möglichst zu verhindern. Zudem möchten wir sowohl nach innen als auch nach außen Transparenz schaffen über unsere Entscheidungen und Handlungen, die in der aktuellen Situation erforderlich sind.

Wir haben als Präsidium in Abstimmung mit dem Beauftragten für Arbeitsschutz für die kommenden Wochen die nachfolgenden Handlungsanweisungen beschlossen:

  • Die Hochschule bleibt bis auf Weiteres geöffnet und der reguläre Hochschulbetrieb wird aufrechterhalten.
  • Ein Lagezentrum unter der Federführung des Arbeitsschutzes wurde eingerichtet. Im Rahmen einer täglichen Lagebesprechung mit den wesentlichen Akteurinnen und Akteuren (Zusammensetzung nach Bedarf), jeweils um 10:00 Uhr im Raum 526, wird die Lage bewertet und ggf. über Anpassung der Maßnahmen beraten sowie Empfehlungen für die Hochschulleitung erarbeitet. Schlüsselfunktion und Gesundheitszustand von Hochschulangehörigen sind auch Faktoren, die das Lagezentrum berücksichtigt. Herr Sebastian von Behren, in seiner Funktion als Sicherheitsbeauftragter, agiert ab sofort als erste Ansprechperson zu allen Fragen in diesem Kontext. Herrn von Behren erreichen Sie unter der Funktions-E-Mail-Adresse Arbeitsschutz arbeitsschutz(at)hr.fra-uas.remove-this.de.
  • Generell werden öffentliche Veranstaltungen an der Hochschule aktuell einzeln auf Notwendigkeit, Auswirkungen, Nutzen und Risiko bewertet (Gefährdungsbeurteilung durch den Sicherheitsbeauftragten) und über ihre Durchführung entschieden.
  • Alternative Formate für die Durchführung von Veranstaltungen bzw. Sitzungen sollten in Betracht gezogen werden, wie z.B. Telefon- oder Video-/Webkonferenz, bspw. über sehr leicht zugängliche Tools wie DFN oder Pexip. Die Führungskräfte werden hierzu gesondert informiert und stehen zur Auskunft und bei Fragen zur Verfügung.
  • Messe- und ähnliche Besuche sollen zurückgestellt werden, wenn eine Teilnahme nicht zwingend notwendig ist.
  • Gemäß Empfehlung des Präsidenten des Robert Koch Instituts (RKI) aus der Pressekonferenz vom 3. März 2020 stoppt die Hochschule Dienstreisen und Austausche in vom RKI als besonders betroffen bewertete Gebiete.
  • Rückkehrer/-innen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem COVID-19-Risikogebiet (gemäß der täglichen Neubewertung durch das RKI) aufgehalten haben, werden hiermit aufgefordert, mindestens 14 Tagen nach dem Aufenthalt die Frankfurt UAS und deren Einrichtungen nicht zu betreten. Dies gilt für alle Personen, egal ob Lehrende, Beschäftigte, Studierende, Gäste, Lehrbeauftragte oder Incomings (Studierende aus dem Ausland). Durch diese Maßnahme soll das Ansteckungsrisiko minimiert werden. Bei Krankheitssymptomen, die typisch für das Coronavirus oder auch die Grippe sind, und einem Aufenthalt in einem Risikogebiet binnen der letzten 14 Tage, wenden Sie sich bitte umgehend telefonisch an die nächste hausärztliche Praxis oder die neu geschaffenen Zentren für Coronatests und sprechen Sie das weitere Vorgehen ab.
    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte rund um die Uhr an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 oder an die hessische Hotline für Fragen zu Corona unter der Nummer 0800-5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr).
  • Besonderes Augenmerk legt die Hochschulleitung auf Hochschulangehörige mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem sowie auf Schwangere. Gemeinsam mit dem betriebsärztlichen Dienst und den Führungskräften werden für diese Personen individuelle Lösungen geschaffen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren und dennoch die Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten.
  • Wer einen Arbeits-Laptop besitzt, soll diesen nach Feierabend nach Hause mitnehmen. Von zu Hause aus können prinzipiell alle Hochschulangehörigen über die Internetprogramme OWA auf ihre E-Mails zugreifen und über Confluence, Nextcloud und VPN auch auf dort hinterlegte Dateien. Die technischen Voraussetzungen für Home Office werden gerade weiter ausgebaut, u.a. durch die Bereitstellung von Citrix-Zugängen.
  • Wer grippeähnliche Symptome wie Halsschmerzen, Husten, Schnupfen oder Fieber aufweist, sollte zu Hause bleiben und ggf. aus dem Home Office arbeiten, sofern er/sie dazu in der Lage ist. Falls nicht, ist aktuell auch die telefonische Krankschreibung für 7 Tage bei den Ärzten möglich.
  • Die Hygienetipps, wie unter https://www.frankfurt-university.de/de/aktuelles/infektionsschutz/ aufgelistet, sind einzuhalten.
  • In allen Gebäuden wurden Desinfektionsspender aufgestellt und betrieben. Aktuell können aufgrund von allgemeiner Knappheit keine Desinfektionsmittel beschafft werden, sodass momentan gezielt nur der Desinfektionsspender an der Mensa befüllt wird. Mit den Verantwortlichen des Studentenwerks stehen wir im Austausch für die Planung weiterer Vorkehrungen. Die Frequenz der Reinigung von Kontaktflächen (Türklinken, Schalter, usw.) wird gezielt erhöht. Unabhängig davon bitten wir Sie, sich vermehrt die Hände mit Seife zu waschen.

Im Anhang dieses Textes finden Sie zur Information die Handreichung für die Landesverwaltung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Wir informieren Sie unmittelbar, wenn sich die Lage verändert hat und diese Entscheidungen angepasst werden müssen.

In unserer Verantwortung für die Angehörigen unserer Hochschule, aber auch darüber hinaus für die Gesellschaft, sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie diesen Anweisungen folgen. Wir sind uns sicher, dass wir dann die Ausbreitung dieses neuartigen Virus verlangsamen und somit beherrschbar machen können. Uns ist es wichtig, Ihnen zu vermitteln, dass die jetzige Situation kein Anlass zur Panik ist, sondern vielmehr Anlass zu einer vernünftigen Vorsicht, zu der wir Sie mit diesem Schreiben auffordern.

Bei Rückfragen stehen wir und der Ansprechpartner Herr von Behren Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

 

Mit besten Grüßen

 

Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich                 Prof. Dr. René Thiele              Prof. Dr. Martina Klärle           Dr. Bert Albers

Präsident                                                    Vizepräsident                          Vizepräsidentin                         Kanzler

Zentrale WebredaktionID: 7156
letzte Änderung: 21.02.2020