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Nachrichtenarchiv der Frankfurt UAS

„Alltagsheldinnen und -helden“ vor Corona-Infektion schützen

Studierende der Frankfurt UAS entwickeln in Zusammenarbeit mit hessischen Unternehmen Gesichtsschutz als Spritzgussbauteil für den Infektionsschutz.

Medizinische Masken, die vor einer Ansteckung mit dem Covid-19-Erreger schützen sollen, sind knapp. Doch wie soll man den Bedarf decken, gerade wenn die Produktion mittels 3D-Druck sehr zeitaufwändig und kostenintensiv ist? Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben nun das Social Entrepreneurship-Projekt Protection Impuls gegründet und gemeinsam mit hessischen Unternehmen ein Faceshield (Faceshield by Protection Impuls) entwickelt, das im Spritzgussverfahren hergestellt wird. Dabei handelt es sich um ein transparentes Schutzvisier mit Stirnhalterung, mit dem die Sicherheit von Personengruppen, die einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten und unausweichlich mit dem Coronavirus in Kontakt kommen, gewährleistet werden soll. Das Visier schützt die Augen und das Gesicht dieser „Alltagsheldinnen und -helden" zum Beispiel vor direktem Husten und Niesen, ist wiederverwendbar, leicht zu reinigen und eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Das Spritzgussverfahren ermöglicht die schnelle und präzise Reproduzierbarkeit, sodass schon jetzt große Mengen des Schutzes hergestellt werden können.

„Ich bin begeistert von der Innovationskraft unserer Studierenden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unsere Gesellschaft beim Schutz vor dem Covid-19-Erreger zu unterstützen. Sie übernehmen damit im hohen Maße gesellschaftliche Verantwortung, genau das, was wir ihnen auch im Studium vermitteln und für die wir als Hochschule stehen. Die Hochschule stellt den Studierenden Gelder aus Töpfen für angewandte Forschungsfragen in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung, um die Versorgung der Personen, die den Schutz dringend benötigen, möglichst schnell zu ermöglichen“, so Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. Für das Projekt wurde ein wissenschaftlicher Beirat an der Frankfurt UAS gegründet, dem Prof. Dr. Martina Klärle, Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung, Transfer, vorsteht. „Not macht erfinderisch und als Verantwortliche für Forschung an unserer Hochschule freue ich mich, dass eine Gruppe von Studierenden diese erkannt und eine ganz einfache Lösung für die große Herausforderung gefunden hat. Wir sind stolz, dass unsere Studierenden gemeinsam mit hessischen Unternehmen in nur wenigen Tagen eine einfache und gleichermaßen geniale Technik entwickelt haben“, so Klärle.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung der Frankfurt UAS.

Zentrale WebredaktionID: 7156
letzte Änderung: 21.02.2020