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Wirtschaftsinformatikerin wird neue Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer

Prof. Dr. Susanne Rägle ist zur Nachfolgerin von Prof. Dr. Martina Klärle gewählt worden

Prof. Dr. Susanne Rägle, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Steuern und Rechnungslegung, ist am 26. Januar 2022 durch den erweiterten Senat der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) zur neuen Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer gewählt worden. Ihre dreijährige Amtszeit beginnt am 1. April 2022 und endet am 31. März 2025. Sie übernimmt das Amt von Prof. Dr. Martina Klärle, die als neue Präsidentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) nach Stuttgart wechselt.

„Mit Prof. Dr. Susanne Rägle erhalten wir eine in der Hochschulpolitik, Lehre und Forschung langjährig engagierte Kollegin als neue Vizepräsidentin, die sich mit Begeisterung für den Ausbau der Bereiche Forschung, Weiterbildung und Transfer einsetzen wird. Eine besondere Rolle wird dabei die Stärkung des Bereiches Entrepreneurship/Start-Ups/Unternehmensgründungen spielen. Wir wollen in den kommenden Monaten die strategische Ausrichtung und die Sichtbarkeit der Frankfurt UAS weiterentwickeln und unseren eingeschlagenen Kurs fortführen, wie er im Hochschulentwicklungsplan sowie in der Zielvereinbarung mit dem Land Hessen festgeschrieben wurde. Susanne Rägle hatte bereits als Hochschulsenatorin bei der Entwicklung und Verschriftlichung des Hochschulentwicklungs­plans 2025+ mitgewirkt. Unser 2021 gegründetes House of Science and Transfer (HoST) soll die interdisziplinäre Forschung sowie das Unternehmertum stärken. Dieses wichtige Zukunftsthema unserer Hochschule liegt im Geschäftsbereich unserer neuen Vizepräsidentin“, zeigt sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich erfreut über die erfolgreiche Wahl. Er hatte Rägle für das Amt vorgeschlagen. Kanzler Dr. Bert Albers und der Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr.-Ing. René Thiele sind weitere Mitglieder des Präsidiums.

„In den vergangenen Jahren hatte ich bereits die Gelegenheit, als Professorin, im Fachbereichsrat sowie als Senatorin an Zukunftsthemen der Frankfurt UAS mitzuwirken. Im Zuge der Auseinandersetzung mit diesen Fragen habe ich erkannt, dass ich die positive Entwicklung unserer Hochschule noch stärker mitbefördern will und kann. Ich danke dem Senat für sein Vertrauen“, erklärt Rägle. „Die Frankfurt UAS stelle ich mir als eine Hochschule der Chancen in Bildung, Forschung und Transfer, als Experimentierraum, Zukunftslabor und Think Tank für gesellschaftlich relevante Fragestellungen unter Nutzung der kollektiven Intelligenz aller Hochschulmitglieder vor. Wir haben uns mit Praxisnähe, gesellschaftlicher Verantwortung, Nachhaltigkeit, Interdisziplinarität, Digitalisierung und Internationalität sechs Leitthemen gegeben, an denen wir die strategische Entwicklung hin zur zukunftsfähigen Hochschule, einer Institution des Lebenslangen Lernens und relevanten Forschungs- und Entwicklungspartnerin, ausrichten.“

Forschung
Das HoST als räumliches und inhaltliches Zentrum für interdisziplinäre Forschung und Transfer bietet einzigartige Chancen zur Profilierung der Forschung an der Frankfurt UAS. Rägle will Strukturen etablieren, die die Forschenden entlasten. Sie sollen einen Freiraum für Forschungsaktivitäten generieren und gewährleisten, dass Erkenntnisse und Fragestellungen systematisch in die Forschungsprozesse einfließen. Wesentliche Voraussetzung dazu ist der Ausbau des wissenschaftlichen Mittelbaus. Die Forschungslabore und Promotionszentren sind Garanten herausragender Forschung, deren Verstetigung Rägle erreichen will. Zudem soll die Etablierung weiterer Promotionszentren betrieben werden. Besonders wichtig ist Rägle der Austausch zwischen den Forschenden, externen Wissenschaftler/-innen sowie Praxispartnern. Anwendungsorientierung gilt es zu stärken, indem bestehende Beziehungen zu Wirtschaft, Kommunen, Verbänden und Wissenschaftseinrichtungen gezielt zu strategischen Partnerschaften entwickelt werden. Im Zentrum stehen z.B. das Netzwerk „Flexible Wissenschaftskarrieren in Frankfurt und Rhein-Main“, das Ausrollen der als Pilotmodell angelegten Zusammenarbeit mit dem Landkreis Offenbach auf andere Landkreise sowie die Ansiedlung eines Start-up-Knotens als Außenstelle des „hessian.AI“ im HoST.

Transfer
Die Hochschule versteht Transfer als eine Kernmission, durch die sie zur gesellschaftlichen Weiter­entwicklung beiträgt. Derzeit wird Transfer in vielfacher Hinsicht betrieben, darunter forschungsbasierte Kooperationen oder Initiativen im Gründungsbereich. Eine Strategie zur konsequenten Steuerung und Unterstützung des Transfers wird noch nicht umgesetzt. Rägle möchte zunächst das Wissenschaftsmarketing ausbauen und über ein Zentrum für partizipativen Transfer, als Kern des HoST, eine bedarfsgerechte Infrastruktur schaffen. Dort könnten neuartige Modelle der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern umgesetzt werden. Dies würde Praxispartnern einen niederschwelligeren Zugang zur Hochschule ermöglichen und Existenz- und Unternehmensgründungen fördern. Gründungsinteressierte können sich im HoST räumlich installieren und von professioneller Unterstützung durch Professorinnen und Professoren, Alumni und Praxispartner in einem hochschuleigenen Inkubator/Maker Space profitieren.

Weiterbildung
Das Selbstverständnis der Frankfurt UAS als Institution des Lebenslangen Lernens erfordert zeitgemäße Weiterbildungsangebote. Die Ansiedlung des KompetenzCampus – Weiterbildung und Lebenslanges Lernen (WeLL) im HoST schafft verbesserte Bedingungen für den Transfer von Forschung in die Weiterbildung. Die Etablierung zusätzlicher zertifizierter Programme wird in den nächsten Jahren erfolgen. In dem neuen Master-Studiengang „European Green Studies“ wird ein weiteres Zukunftsthema interdisziplinär aufgearbeitet. Durch die Einführung eines normierten Zertifikatsrasters erreicht die Hochschule, dass die Weiterbildungsangebote systematisiert und vergleichbar sind. Rägle wird sich dafür einsetzen, die politischen Rahmenbedingungen für eine starke wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen zu verbessern. Gerade in einer dynamischen Gesellschaftsentwicklung werden immer mehr Menschen Hochschulen als moderne Weiterbildungsbegleiter benötigen und aufsuchen.

Diversity und Gleichstellung
Die Umsetzung des Frauen- und Gleichstellungsplans möchte Rägle auch in Zukunft engagiert verfolgen. Vor allem müssen die Geschlechterunterrepräsentanzen bei Professorinnen und Professoren weiter abgebaut werden. Die Entwicklung zur familiengerechten Hochschule wird weiter vorangetrieben und die Ziele aus dem Diversity-Audit „Vielfalt gestalten“ umgesetzt.

Nachhaltigkeit
Der Klimawandel als Herausforderung soll noch mehr integraler Gegenstand der Forschungsaktivitäten sein. Die Hochschule will Nachhaltigkeit in allen Bereichen leben. Hierzu müssen Forschungserkenntnisse in Zusammenarbeit mit Praxispartnern und in Form von Gründungsinitiativen umgesetzt werden. Dabei sind innovative Transferaktivitäten gefragt. Entrepreneure sollen dazu im Maker Space unterstützt werden.

Zur Person:
Prof. Dr. Susanne Rägle studierte an der Universität Mannheim Wirtschaftsinformatik und wurde dort zur Dr. rer. pol. promoviert. Für ihre Dissertation entwickelte sie ein Künstliches Neuronales Netz zur Beurteilung des Fehlerrisikos eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Derzeit arbeitet sie an einer Learning Machine zur Unterstützung steuerlicher Klassifikationsentscheidungen. Weitere Forschungsthemen waren Islamic Banking, die Familienbesteuerung und Kryptowährungen. Rägle war bei Ernst & Young tätig, absolvierte das Examen zur Steuerberaterin und leitete zuletzt die Steuerabteilung der MVV Energie AG. Die Möglichkeit, Praxis und Lehre zu verzahnen, nahm sie in Form von Lehraufträgen wahr. 2004 folgte sie dem Ruf auf eine Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Steuern und Rechnungslegung an die Frankfurt UAS. Sie engagierte sich in der Selbstverwaltung am Fachbereich Wirtschaft und Recht, insbesondere im Fachbereichsrat, leitete den deutsch-französischen Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft sowie zwei Prüfungsausschüsse und verantwortete das Fach Steuern. Seit 2017 ist sie Senatsmitglied und hat den Vorsitz der Senatskommission für Haushaltsgrundsätze und Entwicklungsplanung inne.

Kontakt

Frankfurt UAS
Prof. Dr. Susanne Rägle
Tel.: +49 69 1533-2418
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Abschied von Prof. Dr. Martina Klärle
Mit dem Amtsantritt von Rägle verabschiedet das Präsidium gleichzeitig die Umweltwissenschaftlerin und Geodätin Prof. Dr. Martina Klärle, die 15 Jahre an der Frankfurt UAS in Lehre, Forschung und Weiterbildung Wegweisendes geleistet und prägende Ideen eingebracht hat, insbesondere mit ihren Forschungsthemen zur Energiewende, so z.B. die Entwicklung des Solarkatasters, das 2016 in ganz Hessen ausgerollt wurde. Sie vertrat die Hochschule im Beirat der Mainova, war Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Stiftung für Forschung und Bildung, Studiengangsleiterin, Prodekanin, Dekanin, Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik und Direktorin des Center for Applied European Studies (CAES) und seit 2019 Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer. Darüber hinaus hat sie das Ziel verfolgt, die Frankfurt UAS nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten. So ist unter ihrer Amtsführung z.B. die Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule entstanden. Klärle tritt 2022 ihr Amt als Präsidentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg an. „Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit und die Chancen, die sich dadurch ergeben und danken Martina Klärle für ihr großes Engagement in den vergangenen Jahren zunächst als Professorin, dann als Dekanin und schließlich seit knapp drei Jahren als Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer, mit dem sie sich für unsere Hochschule eingesetzt hat“, gratulierte Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS.
Link zur Pressemitteilung (19.10.2021): Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Klärle

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