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IDAHOBITA* - Fortsetzung: Akzeptanz und Willkommen für Trans*- und Inter*- Personen

Akzeptanz und Willkommen für Trans*- und Inter*- Personen: Unter diesem Schwerpunkt erwartet Sie ab dem 11. November der zweite Teil der Veranstaltungsreihe mit Autor*innen der Publikation „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“, herausgegeben von Prof. Dr. Stefan Timmermanns (Frankfurt UAS) und Prof. Dr. Maika Böhm (Hochschule Merseburg).

Freuen Sie sich auf Workshops, Vorträge und peppige Poetry von Annika Blanke und Sven Hensel. !

Die Veranstaltungsreihe wird veranstaltet von der Stabstelle Diversity. CampusKultur unterstützt und kooperiert bei einzelnen Aktivitäten.

Aufgrund der Coronapandemie wird es digitale Formate geben. Geplant ist, soweit es das Infektionsgeschehen zulässt, einige wenige Präsenzveranstaltungen zu ermöglichen.

Eingeladen sind Schüler*innen, Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Frankfurt UAS, Zugehörige, Eltern, pädagogisches Fachpersonal sowie alle, die interessiert sind und ins Gespräch kommen wollen.

Die Veranstaltungen sind durch die Hessische Lehrkräfteakademie zertifiziert, für Mitarbeitende der Frankfurt UAS gelten die Veranstaltungen als hausinterne Weiterbildungen.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Anmeldung ist ab Ende Oktober/Anfang November möglich.

Programmüberblick:

11.11.2020, 17.00 - 19.00 Uhr

„Geschlechtliche Vielfalt – Negative & positive Erfahrungen junger divers* und trans* geschlechtlicher Menschen“

Vortrag von Dipl. Soz. Kerstin Oldemeier

Ein Blick in die Lebenswelten junger divers* und trans* geschlechtlicher Menschen legt einerseits offen, dass Diskriminierung eine nahezu tägliche Erfahrung ist: Unter ihnen haben 9 von 10 laut einer bundesweiten Studie schon mal Diskriminierung aufgrund ihrer geschlechtlichen Zugehörigkeit erlebt. Andererseits gibt es auch schöne Erfahrungen, über die viel zu selten gesprochen wird. Aus diesem Grund betrachtet der Vortrag die ‚zwei Seiten einer Medaille‘ und diskutiert Defizite sowie Ressourcen in den Lebenswelten junger divers* und trans* geschlechtlicher Menschen.

„Worte kennen keine Grenzen!“

Slam Poetry von und mit Annika Blanke:

Annika Blanke, Jahrgang 1984, steht seit fast fünfzehn Jahren auf den Poetry Slam-Bühnen in Deutschland, Österreich, Schweiz und den USA. 2015 war sie Opening Act von Andrea Gibson in Berlin, 2019 vertrat sie die Bundesrepublik Deutschland beim Länder-Wettbewerb der BUCH WIEN.

Ihre Texte behandeln eher ernste Themen - meist auf humorvoll-ironische Weise, sodass die zusehenden Personen häufig zwischen Nachdenken und Schmunzeln abwechseln müssen.

17.11.2020, 16.00 - 18.00 Uhr

„Inter* macht Schule“

Vortrag mit Workshop von Ursula Rosen, Lehrerin und Autorin:

Obwohl vor fast drei Jahren das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat, dass das deutsche Grundgesetz auch intergeschlechtliche Menschen vor Diskriminierungen wegen ihres Geschlechts schützt, hat sich in der Schule nicht viel getan:  Inter*Kinder werden weiterhin gezwungen, sich den Mädchen oder den Jungen zuzuordnen, im Biologieunterricht wird weiterhin vermittelt, dass es nur zwei Geschlechter gibt und Beratungslehrkräfte sind häufig nicht oder kaum in der Lage, die besonderen Bedarfe von Inter*Kindern einzuschätzen. Der Grund liegt zumeist in dem geringen Wissen über diese Thematik. Der geplante Vortrag mit interaktiven Übungen soll Lehrkräfte dazu befähigen, in ihrem Unterricht und im außerunterrichtlichen Bereich Inter*mitzudenken und individuelle Konzepte für die Inklusion aller Geschlechter an ihrer eigenen Schule zu entwickeln.

25.11.2020, 18:00 - 19:30 Uhr

Queer Slam Poetry mit Sven Hensel

Sven Hensel, liebevoll die "Wortgewordene Energydose der Slamszene" genannt, ist Spoken Word Artist, Slam Poet und eines der umtriebigsten Jungtalente der letzten Jahre. Seit 2014 trat er bei über 950 Spoken-Word-Veranstaltungen auf – in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und Südtirol. 2015 wurde er U20NRWMeister und 2018 Vize-Erotikmeister im Poetry Slam. Im Februar 2017 erschien sein erstes Buch "Aufhause - von Zugvögeln und Fernverkehrern“, 2019 die Anthologie „Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden“. Seine Ansätze ans Schreiben verleiten zum um-die-Ecke-denken und resultieren in unerwarteten sprachlichen Bildern, meist queer, mal laut, mal leise, aber immer Sven.

26.11.2020 16.00 - 19.00 Uhr

„Zwischen Diskriminierung, Unsichtbarkeit und Akzeptanz: Die Situation von lsbti* Kindern und Jugendlichen und wie pädagogische Fachkräfte sie verbessern können“

Vortrag mit Workshop von Dr. rer. nat. Ulrich Klocke, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Psychologie, Sozial- und Organisationspsychologie

Wenn Menschen Geschlechternormen nicht erfüllen, erleben sie oft abwertende Reaktionen. Lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* (lsbti*) Jugendliche haben daher ein deutlich höheres Suizidrisiko. Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte haben ihnen gegenüber daher eine besondere Verantwortung. Bisher berücksichtigen sie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt allerdings selten in einer selbstverständlichen Art und Weise. Der geplante Vortrag mit Workshop-Anteilen soll für die Situation von LSBTI sensibilisieren und Möglichkeiten aufzeigen, wie pädagogische Fachkräfte deren Situation verbessern können.

Weitere Informationen zum IDAHOBITA*, Details zum Programm sowie eine Aufzeichnung des Vortrag im Mai 2020:

Wann und wo?

11.11.2020 bis 26.11.2020
Online-Formate
Zentrale WebredaktionID: 8862
letzte Änderung: 05.11.2020