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Studierende der Frankfurt UAS siegen im Hessen Ideen-Wettbewerb

Erfindung vereint viele Sportgeräte in einem, ist platzsparend und nachhaltig – und gerade in Corona-Zeiten besonders nützlich.

Als Fitnessstudio im Taschenformat kann man die Erfindung MultiPull von Martin Schwalm und Kai Kienke beschreiben. Die beiden Studenten der Frankfurt UAS haben die Idee zu dem mobilen Fitnessgerät entwickelt und damit den ersten Platz im Hessen Ideen-Wettbewerb 2020 belegt. „Wir freuen uns, dass wir gegen die bärenstarke Konkurrenz beim landesweiten Wettbewerb überzeugen konnten. Das ist ein wirklich riesiger Schritt und eine unglaubliche Motivation, unseren Traum vom Start-up in die Realität umzusetzen", sagen Schwalm und Kienke. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. „Bis dato haben wir die Ausgaben für den ersten Prototyp aus eigener Tasche finanziert, mit den 5.000 Euro Anschubfinanzierung haben wir jetzt viel mehr Möglichkeiten, weitere Hardware einzukaufen, um zum Beispiel Belastungstests durchzuführen und Developer-Kits für unsere Software-Entwickler zu fertigen“, freuen sich die Gründer.

Der MultiPull ist ein Fitnessgerät, das vielseitig einsetzbar ist und dabei ohne ergänzende Gewichte oder sperrige Zusatzteile auskommt. Das Gerät ist dabei gerade so groß wie ein gewöhnlicher Schuhkarton und wiegt rund 6,5 Kilogramm. Es wird an einer Stange befestigt und ist für verschiedene Kraftübungen, aber auch Ausdauerübungen oder Rudertraining geeignet. Dank eines Elektromotors kann MultiPull Zugkräfte bis 60 Kilogramm ermöglichen und ist zudem nachhaltig konstruiert: Den nötigen Strom produzieren die Anwender/-innen beim Training selbst, überschüssige Energie kann zum Aufladen mobiler Geräte genutzt werden. Über das Smartphone wird das Gerät gesteuert und die Widerstandsgewichte stufenlos eingestellt. Der MultiPull richtet sich an eine breite Gruppe von Nutzerinnen und Nutzern, „von Fitnessfanatiker/-innen, die ihrem Workout den letzten Schliff geben wollen, bis zu Anfänger/-innen, die ein Fitnessstudio noch nie von innen gesehen haben“, sagen Schwalm und Kienke, die beide Maschinenbau im Master an der Frankfurt UAS studieren.

Beim mehrstufigen Hochschul-Gründungs-Wettbewerb Hessen Ideen setzten sich Kienke und Schwalm mit ihrer Idee gegen zahlreiche Teams von hessischen Hochschulen durch. Insgesamt wurden 40 Gründungsideen von 15 Hochschulen eingereicht, 12 Teams schafften es mit ihren Ideen in die Finalrunde am 18. November. Dort präsentierten die Gründer/-innen ihre Ideen vor einer Jury, die schließlich über die Preisvergabe entschied und in einem online-übertragenen Livestream im Beisein von Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Siegerteam verkündete.

Im Namen des Präsidiums der Frankfurt UAS gratuliert Hochschul-Präsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich den Gewinnern des Hessen Ideen-Wettbewerbs: „Den ersten Platz in dieser Ausschreibung zu gewinnen und als beste Gründungs-Idee des Landes Hessen zu gelten, ist ein toller Erfolg für Herrn Schwalm und Herrn Kienke und für unsere Hochschule. Ich gratuliere den beiden Gründern ganz herzlich und wünsche ihnen auf den nächsten Schritten bei Ihrer Produktentwicklung alles Gute. Dieser Sieg ist für uns Ansporn, als Hochschule noch mehr im Themenfeld Entrepreneurship zu leisten. Unsere Gesellschaft braucht mehr denn je innovative Lösungen für die Praxis.“

Mehr in der Pressemitteilung.

 

Zentrale WebredaktionID: 8862
letzte Änderung: 05.11.2020