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Haltung zeigen und Werte leben: Aufstehen für Demokratie und Menschenwürde

Heute vor einem Jahr blickte ganz Deutschland auf Hanau, als zehn Menschen einem rassistisch motivierten Mord zum Opfer fielen. Die Geschehnisse, die sich am 19. Februar 2020 zugetragen haben, dürfen nicht vergessen werden. Wir gedenken der Opfer dieser schrecklichen Tat und sind in Gedanken an der Seite der Hinterbliebenen.

Den heutigen Jahrestag der furchtbaren Morde in Hanau nehmen wir, der Senat und die Hochschulleitung der Frankfurt UAS, zum Anlass, Ihnen den Senatsbeschluss mit dem Titel „Aufstehen für Demokratie und Menschenwürde“ zu übermitteln, in dem wir ausdrücklich Stellung gegen den zunehmend sichtbaren Hass in der Gesellschaft sowie gegen sexistische und rassistische Herabsetzungen von Personengruppen und Einzelpersonen beziehen.

Es gab in den vergangenen Jahren mehrere Impulse, eine solche Erklärung auf den Weg zu bringen. Der rassistische Terror von Hanau war schließlich der Auslöser, eine erste Fassung unseres Positionspapiers zu formulieren. Dieser Text wurde von einer Gruppe von Senatsmitgliedern – Studentinnen und Studenten, Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – erarbeitet. In weiteren Diskussionen der Arbeitsgruppe und des Senats wurde er zugespitzt und geschärft, bis schließlich die nun vorliegende Fassung im Anhang am 14. Oktober 2020 einstimmig beschlossen wurde.

Der Senatsbeschluss hat zum Ziel, unsere Position als Hochschule gegen jede Art von Vorurteil, Diskriminierung und Hass allgemeingültig zu fassen. Gleichzeitig soll er den differenzierten und kritischen Umgang mit Informationen und Wissensbeständen, aber vor allem den Respekt gegenüber allen Menschen und den wertschätzenden Umgang miteinander, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Aussehen, Sprache, Heimat und Herkunft, Glauben und anderer religiöser oder politischer Anschauungen, sexuellen Orientierung, sowie gegenüber Menschen mit Behinderungen fördern.

Dieses Dokument, so unser Wunsch, soll Ihnen eine Hilfe und Basis sein, wenn Sie Haltung zeigen und Verschwörung, Diskriminierung und Hass keinen Raum geben. Führen Sie wertschätzende, und, wo es sein muss, kontroverse Gespräche. Setzen Sie sich ein für Demokratie und Menschenwürde – dafür danken wir Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich                   Prof. Dr. Hans-Reiner Ludwig
Für das Präsidium                                           Für den Senat

 

Zentrale WebredaktionID: 8862
letzte Änderung: 05.11.2020