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Frankfurter Studierende im Verhandlungswettstreit mit der Universität Lyon

Mit einem fiktiven Szenario lernten Studierende der Frankfurt UAS einen internationalen Kaufvertrag zu verhandeln.

Die Corona-Krise hält Dozenten und Studierende im heimischen Arbeitszimmer gefangen. Etwas Abwechslung und internationales Flair brachte nun ein gemeinsames Lehrprojekt der Frankfurt UAS mit der Université Catholique de Lyon (UCLy). Master-Studierende beider Hochschulen konnten in diesem Semester einen internationalen Kaufvertrag gegeneinander verhandeln. Betreut wurde das Projekt von Prof. Dr. Olaf Meyer (Frankfurt UAS) sowie von Dan Marcotte und Simon Wesley (UCLy).

Für diese Übung hatten die Dozenten gemeinsam ein fiktives Szenario erdacht, in dem ein Frankfurter Klinikbetreiber bei einem französischen Pharmakonzern medizinische Gerätschaften im Wert von mehreren hunderttausend Euro erwerben will. Die kaufmännischen Eckdaten des Vertrages wie der Preis und die Beschaffenheit der Ware waren bereits vorgegeben. Die Aufgabe der Studierenden bestand nun darin, dem Vertrag den letzten juristischen Feinschliff zu geben und um typische Handelsklauseln zu ergänzen.

Die Regelungen, die es zu entwerfen galt, umfassten etwa Fragen des anwendbaren Rechts und der Gerichtsbarkeit, schlossen ferner Schriftform- und Geheimhaltungsvereinbarungen mit ein und betrafen schließlich auch die Haftung bei Vertragsverletzungen. Die Frankfurter Studierenden repräsentierten dabei die Käuferseite, während Lyon für den Verkäufer verhandelte. Jede Seite musste versuchen, eine für ihren Mandanten möglichst vorteilhafte Regelung zu erreichen, ohne dabei jedoch das Zustandekommen des Vertrages zu gefährden.

Die Studierenden trafen sich dazu in kleinen Gruppen in Videokonferenzen, wo die Details der jeweiligen Vertragsklausel diskutiert wurden, selbstverständlich auf Englisch als der lingua franca des internationalen Handels. Während im Rahmen des Rollenspiels mit der gebotenen geschäftlichen Härte verhandelt wurde, gab es im Anschluss Gelegenheit, privat zu plauschen und Erfahrungen aus dem Studierendenalltag auszutauschen.

Diese Verhandlungssimulation soll in den kommenden Jahren als fester Bestandteil des Masterprogramms „Verhandeln und Gestalten von Verträgen“ wieder angeboten und weiter ausgebaut werden.

Zentrale WebredaktionID: 8862
letzte Änderung: 05.11.2020