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Vortragsreihe "Think Europe – Europe thinks": Europäisch-chinesische Beziehungen: Kooperation oder Konfrontation?

Die Entwicklungen der letzten Jahre im europäisch-chinesischen Verhältnis deuten keineswegs auf eine Entspannung hin und kennzeichnen sich bspw. durch den globalen Infrastruktur-Plan der G7-Staaten als Alternative zur chinesischen „Neuen Seidenstraße“ oder das chinesische Anti-Sanktionsgesetz. Im Zuge der chinesischen Sanktionen u. a. gegen EU-Abgeordnete und europäische Institutionen lehnt das Europäische Parlament derzeit sogar die Weiterführung des EU-China-Investitionsabkommens ab.

Innerhalb der EU bestehen interne Differenzen zur Vereinbarkeit von wirtschaftlichen Beziehungen mit Fragen des politischen Systems und der Menschrechtslage in China. Muss die EU in dieser Atmosphäre einen erneuten „Kalten Krieg“ befürchten? Versucht China seine Wirtschaftskraft zu nutzen, um eine neue Weltordnung durchzusetzen? Bedroht die chinesische Wirtschaftspolitik Europa? Sind Zugeständnisse hinsichtlich der Menschenrechte in China vereinbar mit Vorteilen europäischer Firmen? Ist Kooperation wichtiger als Konfrontation?

Das Center for Applied European Studies (CAES) lädt Sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Think Europe – Europe thinks" herzlich ein zum Vortrag: „Europäisch-chinesische Beziehungen: Kooperation oder Konfrontation?“ mit Herrn Reinhard Hans Bütikofer, MdEP, außenpolitischer Sprecher und Koordinator der Grünen/EFA, und Herrn Prof. Dr. Thomas Heberer, Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas, Universität Duisburg-Essen. Der Geschäftsführende Direktor des CAES, Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, führt das Gespräch mit den beiden Referenten. Die anschließende Q+A wird moderiert von Hanna Immich, hr-iNFO.

Freitag, den 19. November 2021 um 18:00-20:00 Uhr.

Campus Nibelungenplatz, Gebäude 4, Raum 111/112.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Hier gehts zur Anmeldung

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird live auf dem CAES YouTube-Kanal gestreamt.

 

Für eine Präsenz-Teilnahme beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit Aufnahme, Speicherung und Veröffentlichung von Bild- und Tonmaterial einverstanden.

Besucherparkplätze stehen Ihnen in der Tiefgarage Zufahrt Nibelungenallee zur Verfügung. Bitte finden Sie hier weitere Informationen zur Anfahrt sowie zum Lageplan der Frankfurt University of Applied Sciences.

 

Aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen beachten Sie bitte Folgendes:

» Es sind 80 Personen für die Veranstaltung vor Ort in der Reihenfolge

der Anmeldung zugelassen.

» Wahren Sie bitte einen Mindestabstand von 1,60 m zu anderen Besuchern.

» Ab dem Betreten der Gebäude sind Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.

» Einlass: 30 Minuten vor Beginn des Vortrags.

» Es gilt die  3G-Regel – geimpft, genesen, getestet: Bitte legen Sie vor Ort Ihren Impf- oder Genesenennachweis bzw. eine negativen zertifizierten Coronatest-Nachweis vor.

 

Reinhard Hans Bütikofer: Seit Juni 2009 ist Reinhard Bütikofer Mitglied des Europaparlaments. Er ist Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten (AFET), in dem er Sprecher der Grünen/EFA Fraktion ist. Er ist stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA). Außerdem ist er Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China und ist Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und stellvertretendes Mitglied in der ASEAN-Delegation.Von 2012 bis 2019 war Reinhard Bütikofer Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei. Reinhard Bütikofer ist Mitglied im Europa/Transatlantik-Beirat und in der Mitgliederversammlung der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS). Des Weiteren ist er Mitglied des NABU Club, Mitglied von ver.di, Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, des Deutsch-Chinesischen Dialog Forums (DCDF) sowie der DGAP, des ECFR und des IISS.

Prof. Dr. Thomas Heberer, geb. in Offenbach/M., studierte Ethnologie, Politologie, Philosophie und Sinologie in Frankfurt/M., Göttingen, Mainz und Heidelberg. Nach seiner Promotion im Jahre 1977 arbeitete er vier Jahre (1977-81) als Übersetzer und Lektor bei einem chinesischen Verlag in Peking. 1989 habilitierte er sich an der Universität Bremen im Fach Politikwissenschaft. Im Jahre 1998 übernahm er den Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ostasien an der Universität Duisburg-Essen. 2013 wurde er emeritiert, aber sofort danach vom Rektor der Universität als „Seniorprofessor“ reaktiviert. Seitdem beschäftigt er sich in Drittmittelprojekten (DFG, BMBF) hauptsächlich mit Grundlagenforschung. Seit 1981 betreibt er auf nahezu jährlicher Basis Feldforschung in China zu unterschiedlichen Themen und in verschiedensten Regionen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Prozesse, Strukturen und Akteure des politischen, sozialen und institutionellen Wandels in China. 2020/21 sind u.a. fünf größere Publikationen erschienen (als Autor oder Ko-autor): Weapons of the Rich: Strategic Acting of Private Entrepreneurs in Contemporary China (mit Gunter Schubert); Disciplining of a Society. Disciplining and Civilizing Processes in Contemporary China (Harvard University); Entwicklungsstaat China. Politik, Wirtschaft, sozialer Zusammenhalt und Ideologie, Hg. Friedrich Ebert Stiftung (mit Armin Müller); Ostpreußen und China. Nachzeichnung einer wundersamen Beziehung; und Kang Youwei, Die Große Gemeinschaft. Eine Anleitung zum Weltfrieden (Hrsg.). Heberer beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit China und gehört zu den führenden Chinaexperten in Deutschland.

 

Bei Rückfragen steht Ihnen das Team des CAES gerne jederzeit zur Verfügung: info(at)caes.fra-uas.remove-this.de

Wann und wo?

19.11.2021
18:00 bis 20:00
Gebäude 4, R. 111/112
Zentrale WebredaktionID: 3671
letzte Änderung: 27.04.2018