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Studienfinanzierung

Ein Studium in Deutschland kostet Geld. Für Lebensmittel, Miete, Bücher, Krankenkassen- und Semesterbeitrag sind monatlich rund 1.000  Euro nötig. Die meisten ausländischen Studierenden tragen diese Kosten mit Hilfe ihrer Familien. Daneben gibt es noch einige weitere Wege der Studienfinanzierung. Diese wollen wir Ihnen anschließend kurz vor­stellen. Gleich vorweg müssen wir Ihnen aber sagen, dass nicht alle dieser Förderungen jedem zur Verfügung stehen. Einige sind nur für spezifische Situationen vorgesehen (Studien­abschluss, akute Notlagen), andere sind nur mit bestimmtem Aufenthaltsstatus zugänglich (z.B. BAföG).

Eine ausführliche Beratung zu den für Sie in Frage kommenden Finanzierungs­möglich­keiten können wir Ihnen in unseren Sprechstunden geben.

Grundsätzliches
Vor allem Studienbewerber/-innen hoffen, die Kosten eines Studiums durch ein Stipendium aufbringen zu können. Stipendien für  Bachelor-Studiengänge werden in Deutschland allerdings nur selten vergeben. Die Studierenden mit Stipendien, die wir kennen, haben diese aus ihrer Heimat „mitgebracht“. Wenn Sie also ein Stipendium suchen, sollten Sie sich zunächst noch vor Ihrer Einreise erkundigen, ob Sie zu Hause eine Chance auf Förderung Ihres Studiums in Deutsch­land haben (z. B. über ein Regierungsstipendium).

Die Chancen erhöhen
Wie andere deutsche Hochschulen auch, kann Ihnen die Frankfurt UAS kein Stipendium für ein ganzes Studium anbieten. Und die Institutionen, die in Deutschland Stipendien anbieten, regeln die Vergabe meist nicht nur nach Leistung und Bedürftigkeit. Da es sich bei diesen Institutionen in der Regel um Organisationen im Umfeld von Parteien, Kirchen oder Verbänden handelt, spielt für die Vergabe der Förderungen immer auch die Beziehung des Bewerbers oder der Bewer­berin zu den Zielen dieser Organisationen eine Rolle. Mit anderen Worten: Wer sich z.B. bei einer gewerkschafts­nahen Institution bewirbt, sollte in der Heimat oder in Deutschland in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit aktiv (gewesen) sein, um eine Chance zu haben. Wenn Sie eine solche Verbindung zu einem der Stipendiengeber besitzen, sollten Sie nicht zögern, eine Bewerbung zu starten.

Master-Studiengänge
Bevor wir Ihnen die Kontaktadressen einiger geeigneter Institutionen geben, noch ein Wort zu Stipendien für Master-Studiengänge. Da die Stipendiengeber/innen Ausbildungen nach einem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss meist besonders fördern, sind für Master-Studierende die Chancen auf ein Stipendium wesentlich besser. Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) etwa ermöglicht die Bewerbung um ein Master-Stipendium schon vor der Ausreise nach Deutschland.

Kontaktdaten einiger Stipendiengeber

„BAföG“ ist eine staatliche Ausbildungsförderung. Sie ist bestimmt für Studierende, die auf eine finanzielle Unterstützung bei der Durchführung des Studiums angewiesen sind. Ob und wieviel BAföG gewährt wird, hängt von der Bedürftigkeit ab. Kriterium dafür sind die Einkommensverhältnisse des/der Studierenden bzw. seiner/ ihrer Angehörigen.

BAföG kann für die Dauer der Regelstudienzeit bewilligt werden, wenn zwischenzeitlich der Nachweis von Studien­fort­schrit­ten erfolgt. Der monatliche Förderhöchstbetrag liegt derzeit bei 853,00 Euro.

Für ein Erststudium besteht die Förderung zur Hälfte aus direkter finanzieller Hilfe (= „Zuschuss“) und zur anderen Hälfte aus einem zinslosen Kredit (= „Darlehen“). Der Kredit muss üblicherweise 5 Jahre nach Ende der Förderung bis zur Höhe von maximal 10.000,00 Euro zurückgezahlt werden.

BAföG kann man in der Regel bekommen, wenn man zu Beginn des Studiums noch nicht 30 Jahre oder älter ist. Auch ausländische Studierende können prinzipiell BAföG beziehen. Wie groß die Chance darauf in Ihrem Fall ist, hängt allerdings sehr wesentlich von Ihrem Aufenthaltstitel ab: Als EU-Bürger/-in haben Sie z.B. gute Chancen, wenn Sie eine Daueraufenthaltskarte besitzen oder wenn Sie vor Studienbeginn eine Job-Tätigkeit in Studienrichtung (im Umfang von mindestens einem halben Jahr) ausgeübt haben. Aber auch Studierende aus Drittstaaten können einen BAföG-Anspruch besitzen. Mit der speziellen Aufenthaltserlaubnis zum Zweck des Studiums (nach § 16 (1) Aufenthaltsgesetz) ist dies jedoch nur in Ausnahmefällen möglich: Entweder Sie waren vor dem Studium in Deutschland schon 5 Jahre berufstätig oder ein Elternteil von Ihnen hat hier in den letzten 6 Jahren mindestens 3 Jahre gearbeitet (in Härtefällen genügt auch nur ein halbes Jahr). Da diese Bedingungen nur sehr selten erfüllt werden, heißt das leider: Nur wenige Studierende, die eine Aufenthaltserlaubnis nach § 16 (1) haben, können eine BAföG-Förderung erwarten. Wer jedoch auf Basis einer anderen Aufenthaltserlaubnis studiert (z.B. aus humanitären Gründen, als anerkannter Asylant oder als Angehöriger eines Deutschen), ist mit hoher Wahrscheinlichkeit BAföG-berechtigt. Umso mehr gilt das, wenn man eine Niederlassungs­erlaubnis hat. Wenn eine dieser Voraussetzungen für Sie zutrifft, sollten Sie sich deshalb auf jeden Fall bei einer der folgenden Stellen persönlich beraten lassen:


Allgemeiner Studentenausschuss (ASTA) der Frankfurt UAS
BAföG-Beratung
Gebäude 5, 1.Stock
Öffnungszeiten
Tel.: +49 69 1533-3262
E-Mail: bafoeg(at)asta-fra-uas.remove-this.de
https://astafrauas.de/


Studentenwerk Frankfurt am Main
BAföG-ServiceCenter

Bockenheimer Landstraße 133
60325 Frankfurt am Main
Mo-Do 10 – 15 Uhr
Tel.: 0800-223 63 41
E-Mail: stw-ffm(at)bafoeg-hessen.remove-this.de
www.studentenwerkfrankfurt.de/bafoeg-finanzierung/bafoeg/


Beim Studentenwerk wird der BAföG-Antrag dann auch gestellt und bearbeitet.
Der BAföG-Antrag kann auch online gestellt werden.

Der Bildungskredit stellt eine weitere staatliche Finanzierungsmöglichkeit dar. Vom BAföG unterscheidet er sich in mehrfacher Hinsicht: Er dient der Förderung fortgeschrittener Studienphasen. Die Bewilligung hängt nicht von den Einkommensverhältnissen ab. Und die Vergabe erfolgt ausschließlich als zinsgünstiges Darlehen, das über maximal zwei Jahre 7200,00 € umfassen kann.

Der Bildungskredit kann nur bis zu dem Monat bewilligt und ausgezahlt werden, in dem man 36 Jahre alt wird. Wenn Sie einen Antrag stellen, müssen Sie lediglich nachweisen, dass Sie zumindest in einem mittleren, höchstens aber im 12. Hochschulsemester erfolgreich studieren. Für ein Bachelorstudium heißt das: Wenigstens die Studienleistungen der ersten beiden Fachsemester müssen vollständig absolviert sein. Falls Sie das 12. Semester bereits überschritten haben, wird ein Darlehen nur vergeben, wenn die Abschlussarbeit bereits zugelassen ist. Bildungskredite sind außer für Bachelor- auch für Master-Studiengänge möglich. Ein Rechtsanspruch auf eine Finanzierung besteht aber nicht. Die Rückzahlung des Kredites beginnt vier Jahre nach Auszahlung der ersten Rate. Für ausländische Studierende gelten dabei die gleichen Antragsvoraussetzungen wie beim BAföG.

Nur wer einen ausländerrechtlichen Status hat, der zum Bezug von BAföG berechtigt, hat auch eine Chance auf einen Bildungskredit.

Weitere Informationen und das Antragsformular können Sie beziehen über das:

Bundesverwaltungsamt
Abteilung IV Bildungskredit

50728 Köln
Tel.: 0228 99358-4492
bildungskredit(at)bva.bund.remove-this.de
http://www.bva.bund.de

Beratung erhalten Sie ebenfalls über das:

Studentenwerk Frankfurt am Main
Amt für Ausbildungsförderung

Bockenheimer Landstraße 133
60325 Frankfurt am Main
Mo, Di, Fr 10-12 Uhr
Mo, Di, Mi, Do 13-15 Uhr
Tel.: 069 / 79823010
stw-ffm(at)bafoeg-hessen.remove-this.de
http://www.studentenwerkfrankfurt.de

Nach wie vor finanzieren die meisten ausländischen Studierenden ihr Studium auch durch Arbeit. Einen geeigneten Job zu finden, ist aber manchmal nicht so einfach. Das gilt selbst für die Semesterferien. Wer einen Job braucht, sollte deshalb nicht erst danach suchen, wenn das Geld knapp geworden ist. Oftmals braucht man viel Zeit, um eine passende Stelle zu finden. Gute Anlaufstellen für Studentenjobs finden Sie noch immer bei der Post oder bei der Fraport AG (Flughafen).

Aktuelle studentische Job-Angebote der verschiedensten Branchen finden Sie im Internet im Stellenmarkt des Studen­ten­werks ­Frankfurt am Main.

Zusätzliche Angebote sind jeweils ausgehängt in der Job-Vitrine im

Beratungszentrum des Studentenwerks
Goethe-Universität, Campus Westend
Hörsaalzentrum, EG
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Das Beratungszentrum, das zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet ist, erreichen Sie z. B. mit der Buslinie 32 vom Nibelungenplatz aus: Steigen Sie an der Haltestelle Grüneburgpark aus, wechseln Sie die Straßenseite und gelangen Sie über die Siolistraße direkt auf den Campus Westend. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit die neuen Angebote in der Job-Vitrine zu sichten.

Eine weitere Möglichkeit zu einem Job zu kommen, ergibt sich über die Jobbörse der Agentur für Arbeit.

 

Studentenjobs

Jobmensa
Hohe Straße 58
50667 Köln
Telefon: +49 (0) 221-165 378 22
michael.derieth@jobmensa.de
www.jobmensa.de

Uniflitzer
Silberburgstr. 138B
70176 Stuttgart
Tel.: +49 (0) 1570-3506551
info@uniflitzer.de
http://www.uniflitzer.de

Studentenjobs24.de
Mühlenberg 56
24211 Preetz
http://www.studentenjobs24.de

Berufseinsteiger/-innen nach dem Examen

Jobbörse im Willkommensportal
http://www.make-it-in-germany.com

Interpool Personal GmbH
Winsstraße 62
D-10405 Berlin
Tel.: +49 (0)30 4050 416-00
Durchwahl: +49 (0)30 4050 416-18
Fax: +49 (0)30 4050 416-10
info@interpool-hr.com
www.interpool-hr.com

Jobbörse für Akademiker Jobs
Greifswalder Str. 212
10405 Berlin
Tel:  +49 30 240483-100
Fax:  +49 30 240483-200
t.keding@jobnet.de
www.jobnet.de

Trainee-Geflüster
Greifswalder Str. 212
10405 Berlin
Telefon: +49 30 240483-270
lukas@trainee-gefluester.de
http://trainee-gefluester.de

Absolventa GmbH
Greifswalder Str. 212
10405 Berlin
Telefon: +49 30 240483-132
matthiasernst@absolventa.de
http://www.absolventa.de

Wenn ein Arbeitgeber Sie beschäftigen will, sollten Sie immer prüfen, ob und wie der Job mit Ihrem ausländerrechtlichen Status vereinbar ist. Wie bereits Sie wissen, dürfen die meisten Studierenden aus dem Ausland nur in begrenztem Umfang bzw. nicht ohne Arbeitserlaubnis jobben (Arbeitserlaubnis). Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie während der Vorlesungszeit keine Beschäftigung von mehr als 20 Stunden/Woche annehmen. Eine solche Arbeit erschwert nicht nur die Konzentration auf das Studium, sondern bringt erhöhte Sozialversicherungsabzüge von Ihrem Lohn mit sich. Nähere Infos dazu erhalten Sie im International Office.

Für ausländische Studierende, die unverschuldet in finanzielle Probleme geraten, unterhalten die Studentengemeinden Notfonds. Wer akute Probleme hat, die nächste Miete oder den nächsten Semesterbeitrag aufzubringen, kann sich an die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) oder die Evangelische Studentengemeinde (ESG) wenden. Laura Knäbel und Philipp Müller werden als Ansprechperson versuchen zu helfen. Wegen begrenzter Mittel können sie allerdings nur überbrückende Hilfe in echten Notfällen anbieten. Eine längerfristige Unterstützung ist in der Regel nicht möglich.


Evangelische Studentengemeinde an der Frankfurt UAS
Philipp Müller
Kleiststraße 3
60318 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: https://esg.ekhn.de/esg-frankfurt/wir-ueber-uns/oeffnungszeiten.html
Tel.: +49 69 1533-2979 (Frankfurt UAS) sowie 069-4786210-00 (Uni Campus Westend)
ppmueller(at)esg-frankfurt.remove-this.de
www.esg-frankfurt.de


Katholische Hochschulgemeinde 
Laura Knäbel
Kleiststraße 3
60318 Frankfurt am Main
Sprechzeiten: Di 10-12 Uhr sowie Do 14-16 Uhr Geb.8 R.24 1. Stock
Tel.: 069/-1533-2979 (Frankfurt UAS) sowie 069-788087-21 (Uni Campus Westend)
knaebel(at)khg-frankfurt.remove-this.de
https://khg-frankfurt.de/

Studienabschlussbeihilfe des International Office

Zu jedem Semester vergibt das International Office in begrenztem Umfang Studienabschlussbeihilfen. Die Vergabe der Stipendien erfolgt aus Mitteln und nach den Richtlinien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Die Unterstützung ist für „Bildungsausländer/-innen“ in der Endphase des Studiums bestimmt. Das bedeutet: Wer mit Zeugnissen aus der Heimat (oder aus dem Studienkolleg) an die Frankfurt UAS gekommen ist, kann im letzten oder vorletzten Fachsemester gefördert werden. Weitere Kriterien sind gute Studienleistungen und Bedürftigkeit. Die Beihilfen sollen vor allem Examenskandidaten und Examenskandidatinnen vor finanzieller Not bewahren, die sich ihr Studium bisher als Werkstudent/-innen teilweise selbst verdient haben. Über Vergabe und Höhe der Stipendien entscheidet eine Auswahlkommission aus Professoren und Professorinnen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des International Office und der Abteilung für Studierende.

In erster Linie wird die Beihilfe für das Semester gewährt, in dem die Abschlussarbeit geschrieben wird. Bedingung der Auszahlung ist dann meist die Aufnahme der Abschlussarbeit im betreffenden Semester.

Wenn Sie sich um eine Abschlussbeihilfe bewerben wollen, sollten Sie Folgendes beachten: Der Antrag muss immer schon im Semester vor der gewünschten Förderung gestellt werden. 

Falls Sie sich zum Beispiel für eine Beihilfe im Wintersemester bewerben wollen, müssen Sie dies schon im voran­gehenden Sommersemester tun. Wenn Sie sich für ein Sommersemester bewerben wollen, muss dies bereits im voran­gehenden Wintersemester geschehen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung muss das Thema der Abschlussarbeit noch nicht bekannt oder angemeldet sein. Es genügt die Erwartung, dass das Studium auf Grund der vorhandenen Leistungsnach­weise im nächsten bzw. übernächsten Semester abgeschlossen werden kann.

Abschlussbeihilfe der KHG und der ESG

Parallel zur Frankfurt UAS bieten auch die Evangelische Studentengemeinde (ESG) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Abschlussbeihilfen an. Über die betreffenden Bewerbungsbedingungen informieren Sie sich bitte bei den Gemeinden selbst (Unterstützung in finanziellen Notlagen).

Förderung durch die Alfred Toepfer Stiftung

Für bestimmte Studiengänge und Nationalitäten besteht darüber hinaus die Möglichkeit der Förderung durch die private Alfred Toepfer Stiftung.

Kontakt

Jürgen SchwanBetreuung ausländischer Studierender
Gebäude 1, Raum 02
Fax : +49 69 1533-2748
International OfficeID: 3579
letzte Änderung: 10.03.2020