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Alle Fachbereiche müssen sich mit der Situation auseinandersetzten, dass auch im Jahr 2021
Auslandssemester und Praktika nur sehr eingeschränkt durchzuführen sein werden. Dies sollte
aber als höhere Gewalt den Studienabschluss nicht verzögern. Als Alternative ist es für einige
Studiengänge auch möglich, als sog. „Containment Scouts“ in hessischen Gesundheitsämtern
einen gesellschaftlich wichtigen Dienst abzuleisten, welcher als Praktikum anerkannt wird.
Kriterien der risikobasierten Bewertung der Gefährdungen für Auslandssemester im Folgenden,
bei Praktika kommt noch die Tätigkeit hinzu.

Es wird grundsätzlich zwischen einer Reisewarnung
des Auswärtigen Amt (AA) und Abratens des AA unterschieden.


Auslandssemester
(gefördert durch PROMOS und ERASMUS+ sowie durch Studienordnung gefordert)

 

Mobilität bei Reisewarnung:
- Mobilitäten werden finanziell nicht gefördert. Das gilt sowohl für Erasmus+, als auch
für Promos. Mobilitäten können ab dem Zeitraum gefördert werden, ab dem die Reisewarnung
für das jeweilige Land aufgehoben wurde (Stand 04.11. für Erasmus+; Promos
ist noch unklar). Das International Office stellt die finanzielle Förderung auf Weiteres
ein.
- Die Hochschule rät von Ausreisen aufgrund der Pandemie ab und fordert die Studierenden
auf, ihren Auslandsaufenthalt nicht anzutreten.
- Studierende müssen an einer Online Unterweisung teilnehmen, in der sie über den Beschluss
und Alternativen aufgeklärt werden.
- Studierende können online am Angebot der jeweiligen Partnerhochschule teilnehmen.

 

Mobilität bei „Abraten“:
- Wenn seitens des AA vor Ausreise abgeraten wird und keine Reisewarnung (z.B. Sicherheitsgründe)
besteht, kann die Mobilität gefördert und durchgeführt werden.
- Es kann ein Vertrag (Grant Agreement o.ä.) zwischen dem International Office und dem
Studierenden geschlossen werden.
- Es wird in einer gesonderten Sicherheitsunterweisung über Risiken und Gefahren aufgeklärt.

 

Einreise und Studium von ausländischen Studierenden:
Grundsätzlich können ausländische Studierende weiterhin an der Hochschule studieren, wenn
Sie einreisen können (Visa, Flugverbindungen etc.) und die vorgeschriebene Quarantäne einhalten
können. Diese sind aber über die Lage in Deutschland zu informieren und insbesondere
ein ausreichender Krankenversicherungsschutz ist durch die Incomings zu gewährleisten. Eine
Unterweisung zur aktuellen Sicherheitslage, Neuste Coronaregelungen, Verhalten bei Notsituationen
und persönlichen Verhaltensweisen ist obligatorisch.


Weitere Vorgehensweise/ Maßnahmen (sind zu dokumentieren)

Das International Office wird die Studierenden per Email über anstehende Veränderungen aufklären
und dringlich von einem Aufenthalt im Ausland abraten. Anschließend findet mit den
Beraterinnen, KoordinatorInnen und dem Sicherheitsbeauftragten eine gemeinsame Informationsveranstaltung
mit allen Outgoing Studierenden statt, um über die weitere Vorgehensweise
zu informieren. Insbesondere die Notwendigkeit einer Auslandskrankenversicherung mit
med. sinnvoller Rückführung ist deutlich auszuführen. (siehe Anlage 2) Das Meeting wird aufgezeichnet,
worauf zu Beginn hingewiesen werden muss.
Studierende werden aufgefordert die Geschehnisse und Entwicklungen im geplanten Gastland
zu verfolgen und das IO über Änderungen zu informieren. Sollte die jeweilige Reisewarnung
aufgehoben werden, kann die Mobilität stattfinden und gefördert werden. Bei Hochstufung
von Abraten auf Reisewarnung wird die Förderung nicht mehr gewährt. Das IO verschafft sich
monatlich einen Überblick über die Gefährdungslage und bleibt mit Studierenden im Austausch.
Es wird grundsätzlich dazu geraten, das Auslandssemester abzusagen und sich für das
kommende Wintersemester neu zu bewerben, zeitlich ist das unproblematisch.

 

Praktika im Ausland:
Für diese gelten die gleichen Kriterien wie oben beschrieben. Zusätzlich ist die Gefährdung
durch die Tätigkeit im Praktikum (Klinik, Frauenhaus, Arbeit mit gewaltbereiten Personen usw.)
und insbesondere die Leistungsfähigkeit des lokalen Gesundheitssystems, Sicherheitslage sowie
Leumund des NGO zu überprüfen. Eine Abstützung auf eine betreuende Hochschule vor
Ort ist nicht gegeben, daher sind die Gefährdungen im Einzelfall zu überprüfen. Ebenso die
Gefährdung der Person durch kulturelle, sexuelle, religiöse, klimatische und ethnische Unterschiede
bzw. Konflikte. (nicht abschießend, siehe auch Bezug D und Anlage 1, Kapitel 3.6)
Auch und insbesondere besteht hier die Notwendigkeit für alternative Lösungen, da Praktika
im Ausland auch für das Jahr 2021 nur unter Vorbehalt geplant werden können.

International OfficeID: 8627
letzte Änderung: 24.11.2020