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Mastervortragsreihe Architektur

Die Mastervorträge sind ein fester Bestandteil im 4–semestrigen Studiengang "Architektur Master – Entwurf und Konstruktion von der Idee bis zum Detail". Diese Seminarreihe ist eine von der AKH anerkannte Fortbildungsveranstaltung. Jedes Seminar wird mit 2 Fortbildungspunkten bewertet.

Donnerstags um 18:15 Uhr | online via Zoom

„Der zunehmend mediale Zugang zu Fragestellungen von Architektur, Landschafts- und Stadtbaukunst übertönt die Tatsache, dass die Dinge im Prozess entstehen und dass hinter dem Prozess der Mensch steht. Die Kultur des Bauens wird oft auf eine Kultur der Bilder von Architektur reduziert. Aber was ist der Urgrund des Bauens? Wie entsteht Architektur? Braucht es dazu Haltung? Welche Rolle spielt der Ort? Für wen bauen wir überhaupt? Welchen Stellenwert hat das Detail als Teil des Ganzen? Wie steht es mit der Beziehung zwischen dem dreidimensionalen Prozess, dem Machen und dem publizierten zweidimensionalen Image?  
Wir sind an Haltungen, unterschiedlichen Sicht- und Arbeitsweisen, dem Prozess im Zusammenhang mit dem Ort und der Aufgabe interessiert, der Baukultur als Ganzes. Das Vermögen, Urteils- und Kritikfähigkeit im Dialog zu entwickeln, das eigene Schaffen am Werk anderer zu messen und einordnen zu können und die Erfahrung, dass Architektur etwas mit Authentizität zu tun hat, ist Hintergrund und Anspruch für die Mastervortragsreihe als Teil des Master-Studiengangs Architektur." Prof. Heinrich Lessing

Vergangene Vorträge finden Sie auf der Seite "Archiv der Mastervorträge".

Aktuelle Vorträge

Vorträge im Sommer 2020

Do. 04.06.2020 | 18:15 Uhr | Resonanzen
Ulli Böhmelmann, Objektkunst und Rauminstallationen, Köln

Do. 18.06.2020 | 18:15 Uhr | WIRKLICHKEIT
Prof. Antje Freiesleben, Modersohn & Freiesleben Architekten, Berlin

Do. 25.06.2020 | 18:15 Uhr | Aufspüren und Verorten
Prof. Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs, the next ENTERprise Architects Wien, Österreich

Do. 16.07.2020 | 18:15 Uhr | Dal Niente
Fritz Hauser, Schlagzeuger / Komponist, Basel, Schweiz

Programm zum Download

Im Programm finden Sie auch die Zoom Links zu den einzelnen Vorträgen.
Die Veranstaltung wird in Zoom mittels einer Edu Site License gehalten. Die Informationen zum Umgang mit Ihren persönlichen Daten nach Artikel 13 DSGVO finden Sie auf der Seite www.frankfurt-university.de/zoom-ds.

Resonanzen

Do. 04.06.2020 | 18:15 Uhr | Resonanzen
Ulli Böhmelmann, Objektkunst und Rauminstallationen, Köln

Raum und Licht als Ressource

Ulli Böhmelmann arbeitet mit Räumen, interpretiert sie, greift deren Bedeutung und Prägung auf, entwickelt die Räume behutsam weiter. Mit einer sorgsamen Materialwahl, verändert, verstärkt sie die Atmosphäre der Räume, oder kaschiert deren Schwächen. Fragile Materialien wie feine Stofffäden, Kristallgläser oder hauchdünne Blätter aus Porzellan durchmessen den Raum, greifen seine Geometrien auf, sind mal stärker und dominant, mal zurückhaltend und subtil interpretierend. Die Arbeiten brauchen den Raum, verwenden ihn als Ressource, bleiben aber eigenständig und stark. Exakte Geometrien, Hologrammen gleich aber aus Glasperlen gemacht, erschließen sich auf den zweiten Blick, Stoffbahnen lassen vielseitige Interpretationen des Raums zu. Filigrane Porzellanblätter machen Licht spürbar. Die Projekte von Ulli Böhmelmann generieren neue Raumerfahrungen auch dort wo der Raum in seiner Gestalt längst bekannt scheinen mag.          Heinrich Lessing

 

WIRKLICHKEIT

Do. 18.06.2020 | 18:15 Uhr | WIRKLICHKEIT
Prof. Antje Freiesleben, Modersohn & Freiesleben Architekten, Berlin

Meeting-ID: 914 3507 3040 Passwort: 182908
https://fra-uas.zoom.us/j/91435073040

 

Der alles umgrenzende Horizont

Antje Freiesleben, in Lübeck aufgewachsen, gründete bald nach dem Architekturstudium an der Hochschule der Künste in Berlin zusammen mit Johannes Modersohn das Architekturbüro Modersohn & Freiesleben. Als Architektin verfolgt sie die klassischen Ideale der Architektur. Das Denken über die Stadt und den sie umgebenden Landschaftsraum und das Benennen von Strategien für die Fehlentwicklungen innerhalb des „alles umgrenzenden Horizontes“ (Freiesleben) sind ihr ein besonderes Anliegen. Mit dem Blick auf die Stadt verfolgt sie das „Architekturmachen“ bis ins Detail: „prägnant, präzise und im besten Sinn »gewöhnlich«“ (Tobias Zepter). Horizonte (von grch. horizein „begrenzen“) lautet auch der Titel des Projektes, dass aus dem Villa Massimo Stipendium von Antje Freiesleben hervorgegangen ist. Ein weiterer Beleg für das Interesse an dem Zusammenhang von Material, Weg, Raum und Stadt. Antje Freiesleben hat im Laufe Ihrer beruflichen Karriere als Architektin die Lehre nicht aus dem Blick verloren, war wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrbauftragte, Vertretungsprofessorin und wurde 2017 als Professorin für Gebäudelehre und Entwerfen an die Universität Siegen berufen. „Das Leben der Dinge“ lautet der Buchtitel über Modersohn und Freiesleben Architekten von Tobias Zepter und beschreibt das Credo auf der Suche nach und bei der Entwicklung von Lebensräumen. 

Heinrich Lessing

Aufspüren und Verorten

Do. 25.06.2020 | 18:15 Uhr | Aufspüren und Verorten
Prof. Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs, the next ENTERprise Architects Wien, Österreich

Meeting-ID: 983 9817 5681 Passwort: 905951
https://fra-uas.zoom.us/j/98398175681

 

Im Grenzbereich

Nach dem Architekturstudium an der Universität für angewandte Kunst in Wien, geht Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs, in Graz geboren, erstmal nach New York um bei Steven Holl Architects zu arbeiten. Zurück in Wien Zusammenarbeit mit Florian Haydn und Ernst J. Fuchs als the „The poor Boys Enterprise“. Ein Team, dass 1997 eine Auszeichnung für "Experimentelle Tendenzen in der Architektur" erhält. 2000 gründen Marie Therese Harnoncourt Fuchs und Ernst J. Fuchs „The Next Enterprise Architects". TnE Architects bringen mit dem Seebad Kaltern „Beton zum tanzen“ (Christian Kühn), legen am gleichen Ort ein Stahlbetondach „wie ein Blatt zwischen die Bäume“ (Franziska Leeb) oder entwickeln für das Wohn-Bad einer Villa einen „in der Erdmasse schwimmenden Lufteinschluss“. TnE Architects arbeiten und suchen in dem Grenzbereich von Architektur, Kunst und Städtebau. Dabei entstehen Interventionen, Strukturen, Räume, die weit über die Funktion hinaus die Potentiale von Ort und Aufgabe ausloten. Suchende im besten Sinne, für die das Experiment, die Neugierde und das Interdisziplinäre wichtige Voraussetzungen für den Schaffensprozess zu sein scheinen.
Heinrich Lessing

Dal Niente

Fritz Hauser, Schlagzeuger / Komponist, Basel, Schweiz

Do. 16.07.2020 | 18:15 Uhr | Dal Niente
Fritz Hauser, Schlagzeuger / Komponist, Basel, Schweiz

Meeting-ID: 917 8350 3990 Passwort: 615322
https://fra-uas.zoom.us/j/91783503990

Impulsgeber für die Reise durch innere und äußere Welten

Als Schlagzeuger und Komponist arbeitet Fritz Hauser offensichtlich immer mit dem Raum. Die Interaktion mit Räumen, ihren akustischen Eigenschaften und Atmosphären ist zentraler Gedanke – Inspiration seines Schaffens. Während die Arbeit an den Kompositionen selbst an der Reduktion orientiert zu sein scheint, wird das Phänomen des Klangs im Zusammenhang von Instrument und Raum untersucht, wobei der Raum auch Instrument sein kann, wahrscheinlich auch immer ist. Mit dieser Haltung wirkt Fritz Hauser, der am Konservatorium Basel klassisches Schlagzeug studiert hat, weit über die Performance des Klangs hinaus in eine Wahrnehmung komplexer Zusammenhänge von Material, Proportion, Raum und Mensch hinein. Zusammen mit dem Architekten Boa Baumann sind, unabhängig von den Soloprogrammen für Schlagzeug und Perkussion Fritz Hausers, eine Reihe von Projekten entstanden, bei denen Architekt und Musiker sich gegenseitig inspirieren, korrigieren, ergänzen. Da wird Fritz Hauser zum Architekten und Boa Baumann zum Musiker. „Ein inspirierendes Beispiel für das Zusammengehen der heutzutage viel zu selten zueinander in Beziehung gesetzten Disziplinen“ (Hubertus Adam).Fritz Hauser selbst beschreibt seine Musik als „Impulsgeber für die Reise durch innere und äußere Welten“ Eine wichtige Ebene seines Schaffens ist das Improvisieren, das er weltweit mit unterschiedlichen Musiker*innen praktiziert. Sein Werk bewegt sich zwischen einer unendlichen Spanne vom Lärm bis zur Stille. Ein Anspruch, der Hörende, Sehende und Fühlende in gleichem Maße fordert, wie er sie beschenkt.
Heinrich Lessing

Claudia RothID: 5665