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Mediation – konstruktive Konfliktbearbeitung und interkulturelle Kompetenz

Theorie, Praxis und Methoden der Mediation, Kommunikation und der interkulturellen Konfliktbearbeitung stehen im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Weiterbildung.

Mediation als Verfahren der konstruktiven Konfliktbearbeitung hat in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Verwaltung und der sozialen Berufe Eingang gefunden. Mediation orientiert sich an den Interessen und Bedürfnissen der Konfliktparteien. Mediatorinnen und Mediatoren sind verantwortlich für den Rahmen, innerhalb dessen es zu einer Konfliktbearbeitung kommt. Sie sorgen dafür, dass alle Sichtweisen und Motive eines aktuellen Konfliktes von den Beteiligten gehört, anerkannt und nachvollzogen werden können. Die Konfliktparteien selbst treffen Vereinbarungen darüber, wie sie zukünftig miteinander arbeiten bzw. leben möchten.

Diese berufsbegleitende Weiterbildung vermittelt theoretische Grundlagen und Fähigkeiten der Konfliktdiagnose und umfasst darüber hinaus das Einüben und Beherrschen unterschiedlicher Gesprächstechniken in der Konfliktvermittlung. Wesentliches Ziel ist die Erweiterung der Wahrnehmungs-, Vermittlungs- und Handlungskompetenzen der einzelnen Teilnehmer/innen und die Entwicklung einer systemischen Sicht auf die unterschiedlichen Arbeits- und Konfliktfelder.

Die Teilnehmenden sollen selbstständig komplexe Konfliktkonstellationen analysieren lernen, den Prozess der Konfliktbearbeitung mit dem Ziel der Konfliktlösung planen und durchführen können.

Die Weiterbildung ist in drei Kompetenzbereiche gegliedert: Wissenskompetenzen, Wahrnehmungs-/Reflexionskomepetenzen, Handlungskompetenzen (s.u.).

Freitag, 13. September 2019, 17:30 Uhr

Ort: Frankfurt University, BCN/City Gate, 5. Stock, Raum 533.
Um Anmeldung wird gebeten!

 

 

  • Vermittlung theoretischer Grundlagen und Prinzipien der Mediation
  • Kennen lernen verschiedener Techniken und Methoden: Einschätzung, Darstellung und Analyse von Konflikten
  • Die Bedeutung kultureller Unterschiede für das Verfahren der Mediation
  • Auseinandersetzung mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Bezug auf Leitbilder, Rollen und Selbstverständnis von Beratung und Mediation
  • Wahrnehmen und Reflektieren des eigenen Konfliktverhaltens
  • Thematisieren von Selbst- und Fremdbildern auch in Bezug auf kulturelle Überschneidungssituationen
  • Kontinuierliche Reflexionsschleifen zur mediativen Haltung bei der Konfliktbearbeitung
  • Erweiterung des Verhaltensrepertoires
  • Erstellen einer Konfliktdiagnose, Entwicklung eines Mediationsplanes und Begleitender Konfliktparteien
  • Anwendung und Umsetzung situationsspezifischer und angemessener Verfahren
  • Wahrnehmung und Berücksichtigung kulturbedingter Kommunikations- und Interpunktionsstile in der Gesprächsführung
  • Balance bewahren in der professionellen Rolle als Vermittler zwischen der Empathie für den Einzelnen und dem Gebot der Allparteilichkeit gegenüber allen Beteiligten
  • Selbstständige Anwendung von Mediation
  • Konfliktbegriff, Konfliktdarstellung und Konfliktanalyse, Techniken der Intervention
  • Grundprinzipien und Grenzen der Mediation
  • Kommunikation, Interkulturalität, Mediation
  • Simulation von Mediationsfällen
  • Kontrakt und Abschlussvereinbarung als Bestandteil des Bearbeitungsprozesses
  • Transfer von Methoden der Konfliktvermittlung in die Praxis
  • Abschlusskolloquium und Auswertung

Das Weiterbildungsangebot ist angelehnt an die Richtlinien des Bundesverbandes Mediation e.V. (BM) und wendet sich an:

  • Hochschulabsolvent/-innen; Fachkräfte mit Berufserfahrung in den Bereichen Wirtschaft, Sozialarbeit und Pädagogik, Schule, Verwaltung (insbesondere Personalentwicklung) sowie im Migrationsbereich
  • Mitarbeiter/-innen aus Behörden, Verbänden und Vereinen

Neuer Kursbeginn: 15. November 2019.
Die Weiterbildung findet einmal im Monat freitags von 15:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 09:30 bis 16:30 Uhr statt (nicht in den hessischen Schulferien).

Veranstaltungsort ist jeweils Frankfurt University of Applied Sciences, Campus Nibelungenplatz (BCN-Hochhaus, 5. Etage).

Die wissenschaftliche Weiterbildung umfasst 200 Veranstaltungsstunden.

Nach erfolgreichem Abschluss (Kolloquium) erhalten die Teilnehmer/-innen ein qualifiziertes Zertifikat der Frankfurt University of Applied Sciences.

Eine externe Zertifizierung zum Zertifizerten Mediator nach ZMediatAusbV ist möglich.

Dr. phil. Lukas Wahab

Dozentinnen und Dozenten:

Dorothea Lochmann, Diplom Erziehungswissenschaflerin, anerkannte Ausbilderin und Mediatorin BM/BAFM

Stefan Rech, Kulturanthropologe, Mediator und Dialogprozessbegleiter

Karl Sauer, Rechtsanwalt und Mediator

Dr. phil. Lukas Wahab, (Diplompädagoge), anerkannter Mediator und Ausbilder für Mediation (BM)

Das Teilnahmeentgelt beträgt 5.450 Euro. Im Seminarpreis enthalten sind Pausenerfrischungen sowie Seminarunterlagen.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 18 Personen begrenzt. Ihre Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Anmeldeschluss: 8. Oktober 2019.

Auch als Inhouse-Schulung möglich!

Sprechen Sie uns an!

Helmut C. BüscherID: 3226
letzte Änderung: 27.08.2019