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Was ist Diskriminierung?

Diskriminierung liegt dann vor, wenn eine Person aufgrund eines Merkmals wie sexuelle Identität, Alter, Behinderung, Geschlecht (1), ethnische oder soziale Herkunft, „Rasse“, Aussehen oder Religion ohne sachlichen Grund benachteiligt wird. Das Benachteiligungsverbot ist unter anderem im Art. 3 des Grundgesetzes und im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verankert. Für die Definition von diskriminierendem Verhalten ist nicht das Motiv, sondern ausschließlich das Ergebnis relevant.

(1) Laut AGG-Wegweiser der Antidiskriminierungsstelle erstreckt sich der Diskriminierungsschutz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes in Bezug auf das Merkmal Geschlecht auf Frauen, Männer, intergeschlechtliche Menschen und auf Transsexuelle/Trans*Personen. Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hg.) (2015): AGG-Wegweiser. Erläuterungen und Beispiele zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (5. Aufl.)

Unmittelbare Diskriminierung

Eine unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person wegen eines oben genannten Merkmals eine weniger günstige Behandlung als eine andere Person in einer vergleichbaren Situation erfährt, erfahren hat oder erfahren würde. Unter unmittelbarer Diskriminierung ist, neben Benachteiligung von einzelnen Menschen oder Gruppen, auch Ungleichbehandlung, Nichtbeachtung, Geringschätzung, Herabsetzung und Ausschluss zu zählen.

Beispiel:

„Mitglieder einer Berufungskommission zweifeln daran, dass eine Bewerberin auf eine ausgeschriebene Professur wegen ihrer zwei Kinder die Tätigkeit ausüben kann. Die Kommission entscheidet sich für einen männlichen Bewerber.“ (2)

(2) Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hg.) (2013): Leitfaden: Diskriminierungsschutz an Hochschulen. Ein Praxisleitfaden für Mitarbeitende im Hochschulbereich. Berlin, S. 9

Mittelbare Diskriminierung

Eine indirekte Diskriminierung liegt vor, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren Personen wegen eines oben genannten Merkmals gegenüber anderen Personen benachteiligen.

Beispiel:

„Ein jüdischer Student kann wegen seiner Religion nicht die Samstagsklausuren mitschreiben. Ausweichtermine werden ihm nicht angeboten.“(3)

(3) Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hg.) (2013), S. 9

Belästigung

Wird gegenüber einer Person ein feindliches Umfeld geschaffen, da sie aufgrund eines Merkmals beleidigt, erniedrigt oder eingeschüchtert wird, so spricht man dabei von Belästigung. Belästigungen wirken benachteiligend auf die betroffene Person, weil die erfahrene Kränkung eine Einschränkung der Bewegungsfähigkeit und des Wohlbefindens zur Folge haben kann bis hin zur Aufgabe des Arbeits- oder Studienplatzes. Die Belästigung kann durch herabwürdigende Bemerkungen, Lehrmaterialien, Bilder, Aushänge und dergleichen aber auch durch Gesten und körperliche Übergriffe oder zum Beispiel durch Ignorieren und Ausschließen erfolgen. Auch Mobbing und Stalking zählen dazu.

Beispiel:

Wegen seiner Homosexualität wird ein Student von Professor_innen und Kommiliton_innen beleidigt.“ (4)

(4) Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hg.) (2013), S. 9

Sexualisierte Belästigung

Sexualisierte Belästigungen sind unerwünschte, sexuell bestimmte Handlungen, die eine Verletzung der Würde bezwecken oder bewirken. Sexuelle Belästigung hat nichts mit Kontaktanbahnung, Sex oder der Attraktivität einer Person zu tun. Durch sexuelle Belästigung wird Macht demonstriert, Konkurrenz ausgeübt oder Respektlosigkeit zum Ausdruck gebracht.

Beispiel:

„Im Beisein ihrer Kollegin machen männliche Angestellte anzügliche Bemerkungen. Darüber hinaus schicken sie ihr E-Mails mit pornografischem Inhalt.“ (5)

(5) Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hg.) (2015): AGG-Wegweiser: Erläuterungen und Beispiele zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, S. 28

Weitere Informationen zum Thema (Anti)Diskriminierung

AGG-Wegweiser.
Erläuterungen und Beispiele zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.
Hg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2015) (5. Aufl.).
Download unter:
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Wegweiser/agg_wegweiser_erlaeuterungen_beispiele.html


Leitfaden: Diskriminierungsschutz an Hochschulen.
Ein Praxisleitfaden für Mitarbeitende im Hochschulbereich.
Hg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes, (2014).
Download unter:
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Diskriminierungsfreie_Hochschule/Leitfaden-Diskriminierung-Hochschule-20130916.html


Sexuelle Belästigung im Hochschulkontext – Schutzlücken und Empfehlungen.
Expertise von Prof. Dr. Eva Kocher/Stefanie Porsche,
Europa-Universität Viadrina,
Frankfurt (Oder).
Hg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2015).
Download unter:
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Expertisen/Expertise_Sexuelle_Belaestigung_im_Hochschulkontext.pdf?__blob=publicationFile


Handbuch „Rechtlicher Diskriminierungsschutz“.
Hg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2015) (2. Aufl.).
Download unter:
http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Handbuch_Diskriminierungsschutz/Vorleseversion.pdf?__blob=publicationFile&v=1

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