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Historischer Vertragsabschluss: Meilenstein für die Weiterentwicklung der Frankfurt UAS

Anmietung schafft Raum für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende.

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit den zukünftigen Eigentümern hinsichtlich der Immobilie der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) an der Friedberger Landstraße/Hungener Straße (Nordend), Michael Baum und Max Baum, wird die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) für die nächsten zehn Jahre einen großen Teil der dortigen Flächen anmieten. Dieser wichtige Vertragsabschluss in Coronavirus-Zeiten ist ein deutliches Signal für die Zukunft.

An der Frankfurt UAS studieren mittlerweile über 15.500 Studierende, und die Hochschule beschäftigt knapp 1.000 Mitarbeitende in Lehre und Verwaltung. Die Frankfurt UAS, die vor allem für die Themen „Chancen durch Bildung“, Diversität, Internationalität und Interdisziplinarität steht und die einzige staatliche Hochschule in der Stadt Frankfurt am Main ist, an der technische Studiengänge wie bspw. Maschinenbau, Architektur und Informatik angeboten werden, kann damit endlich ihren unter Platznot leidenden innerstädtischen Campus erweitern. Auf dem ehemaligen Gelände der BG Bau wird die Frankfurter Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Räume für die stark zunehmenden Aktivitäten in der Forschung und Weiterbildung schaffen und Interimsflächen für die aktuellen und zukünftigen Baumaßnahmen auf dem Campus am Nibelungenplatz zur Verfügung stellen. Auch ein Ersatz für die vorübergehend durch den Brand des Hauptgebäudes der Hochschule an der Kreuzung Friedberger Landstraße/Nibelungenallee nicht nutzbaren Flächen ist dort vorgesehen. Insgesamt erweitert sich die Frankfurt UAS mit diesem Schritt um ca. 10.000 m².

„Bereits heute gehört die Frankfurt UAS zu den zehn größten HAWs Deutschlands. Mit diesem Schritt werden wir nun für Lehre, Forschung und Weiterbildung ideale Rahmenbedingungen schaffen, um die Spitzenposition weiter auszubauen. Mit der weiteren Realisierung der begonnenen und geplanten Baumaßnahmen werden wir in zehn Jahren dann auch zu den räumlich modernsten HAWs Deutschlands gehören“, prognostiziert der Präsident der Frankfurt UAS, Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich. Mit dem Schritt der Erweiterung des Campus wird vor allem auch die Transferfunktion von Wissen in die Gesellschaft gestärkt: Der Standort Friedberger Landstraße/Hungener Straße wird in Zukunft auch ein Zentrum für interdisziplinäre Forschung beheimaten, in dem vor Ort gemeinsam mit Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen geforscht wird und interdisziplinäre, innovative und nachhaltige Lösungen produziert werden.

„Die Anmietung der Hungener Straße sowie die parallel stattfindenden Baumaßnahmen stellen für uns einen Meilenstein in der Geschichte unserer Hochschule dar. Die Wichtigkeit einer starken HAW für eine solch prosperierende Region ist erkannt worden“, so Dievernich. Der Kanzler der Hochschule, Dr. Bert Albers ergänzt: „Dass das ermöglicht wurde, verdanken wir einer sehr intensiven Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie dem Hessischen Finanzministerium, die uns dabei unterstützen, eine Hochschule mit baulich zukunftsfähiger Infrastruktur zu werden.“ „Mit diesem Schritt ermöglichen wir endlich unseren Forscherinnen und Forschern, in einem angemessenen Umfeld interdisziplinär zusammenzuarbeiten und die Forschungsaktivitäten der Hochschule weiterzuentwickeln. Zudem wollen wir durch eine Neugestaltung der Räume für unsere Weiterbildung unserem gesellschaftlichen Auftrag des Lebenslangen Lernens noch mehr Gewicht geben. Durch die damit verbundene Entlastung des Campus Nibelungenplatz sind wir darüber hinaus in der Lage, für unsere Studierenden bessere Studien- und Lernmöglichkeiten schaffen zu können“, betont Dievernich.

„Als Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer sehe ich vor allem das fünf-stöckige Gebäude B auf dem Grundstück als Filetstück an. Dort werden wir das neue ,House of Science and Transfer (HOST)‘, das Zentrum für interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschung und deren Transfer an der Frankfurt UAS errichten. In diesem HOST wird zudem unser ,KompetenzCampus Weiterbildung und Lebenslanges Lernen‘ noch stärker zur Geltung kommen. Er wird für Berufstätige, die sich wissenschaftlich fortbilden möchten, eine attraktive Anlaufstelle für Weiterbildung sein. Genau das braucht es in Zeiten der Digitalisierung und des schnellen technologischen und sozialen Wandels“, sagt Prof. Dr. Martina Klärle.

Ein großer Teil der Ingenieurwissenschaften soll nach einem Umbau der neu angemieteten Flächen in das drei-geschossige Gebäudeteil C vorübergehend auf dem Gelände einziehen, bis nach Abschluss der Baumaßnahmen auf dem Campus Nibelungenplatz der Fachbereich komplett neue Flächen beziehen kann. Dort entsteht in den nächsten Jahren ein völlig neues Laborgebäude, welches mit einer Schaufensterfunktion zur Nibelungenallee transparent zeigen soll, wie moderne, anwendungsorientierte Forschung aussieht. Weitere Etagen des Hochhauses auf dem Grundstück Friedberger Landstraße/Hungener Straße werden für einen kürzeren Zeitraum als Flächenersatz für den Brandschaden des Hauptgebäudes genutzt.

„Mit diesen Zukunftsaussichten werden wir uns auch aktiv in die angestrebte Planung für das Neubaugebiet ,Günthersburghöfe‘ einbringen. Dazu stehen wir in Gesprächen mit der Stadt, um auch studentisches Wohnen in dem Gebiet zu ermöglichen“, so Dievernich. „Dieser Mietabschluss bedeutet eine weitere Belebung des schönen Nordends und ist in der aktuellen Situation ein starkes Signal für den Frankfurter Immobilienmarkt“, erklärt Max Baum, der neue Eigentümer und Vermieter des Gebäudes.

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last updated on: 08.30.2019