Kontakt:

Prof. Dr. Heino Stöver
BCN-Gebäude
Raum 220
Nibelungenplatz 3
60318 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 1533-2823
Mobil: (0162) 1334 533

Masterstudiengang "Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe"

Im WiSe 2015/16 startete der Masterstudiengang „Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe M.A.” (Flyer) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Dieser integriert eine von den Deutschen Rentenversicherern zertifizierte suchttherapeutische Ausbildung und richtet sich an SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und ÄrztInnen.

E-Learning Courses

The CARE Project E-learning
offers four courses:
HarmReduction.eu

Zertifikatskurs Psychosoziale Beratung begleitend zur Substitutionsbehandlung
Gendersensible Suchtarbeit – Wie geht das?

Fortbildung Gender & Sucht
In-House-Schulung Gender & Sucht

Quality and continuity of care for drug users in prisons (Care) - EU-Projekt

Projektleitung: Prof. Dr. Heino Stöver

Mitarbeiterin am ISFF: Dr. Heike Zurhold

Kooperationspartner: Mehrere Institutionen in den EU-Ländern

Laufzeit: 1.1.2013-31.12.2014

Finanzielle Förderung: Europäische Kommission

Berichte für den Auftraggeber: Halbjahresberichte und Endbericht

 

Den Drogenkonsum in Gefängnissen und damit zusammenhängende Risiken sowie Präventions- und schadensreduzierende Maßnahmen untersucht das Projekt „CARE: Quality and continuity of care for drug users in prisons“ (= Qualität und Kontinuität der Betreuung von Drogenkonsumenten in Justizvollzugsanstalten). Es wird im Rahmen des „Drug Prevention and Information-Programme“ mit über 350.000 Euro von der EU-Kommission, vertreten durch die Generaldirektion für Justiz, gefördert.

Die Frankfurt University of Applied Sciences koordiniert das Projekt, an dem Partner aus Italien, Frankreich, Litauen, Dänemark, Belgien und Österreich beteiligt sind. Dr. Heino Stöver, Professor für sozialwissenschaftliche Suchtforschung am Fb 4: Soziale Arbeit und Gesundheit und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences, leitet das EU-geförderte Projekt in Frankfurt.

„Inhaftierte Drogenkonsumenten haben ein wesentlich höheres Risiko, sich mit HIV oder einer anderen mit dem Drogenkonsum zusammenhängenden Infektion anzustecken“, erklärt Stöver den Hintergrund des Forschungsprojekts, das noch bis Ende Dezember 2014 läuft. Auch das Risiko, überhaupt mit dem Konsum von Drogen zu beginnen, sei bei Inhaftierten erhöht. „Darüber hinaus ist die medizinische Versorgung während der Inhaftierung oder kurz nach der Haftentlassung mangelhaft, obwohl gerade zu diesem Zeitpunkt Rückfälle und Überdosierungen drohen.“

Im Rahmen von „CARE“ sollen Informationen gesammelt werden über Drogenmissbrauch von Gefängnisinsassen, die damit zusammenhängenden Risiken sowie über entsprechende Behandlungsprogramme, Präventionsmaßnahmen von Überdosierung und die Reintegration vor der Haftentlassung. Die Daten sollen verbreitet werden – auch und vor allem mit dem Ziel einer qualitativ besseren Gesundheitsversorgung für die Betroffenen.

Zudem sieht das Projekt die Entwicklung von innovativen Ansätzen zur Reduzierung der Risiken und Schäden des Drogenmissbrauchs mit dem Ziel vor, Überdosierungen und damit zusammenhängende Todesfälle bei Häftlingen und Entlassenen zu reduzieren.

 

Erste Ergebnisse:

Harm reduction measures in 5 European countries:

the results of the CARE-PRIDE project

The first work package of the project, the PRIDE study, assessed the implementation of harm reduction measures in EU prisons, identifying structural hindering factors.
Through a survey conducted in Austria, Italy, Denmark, Belgium the actual implementation of international recommendations was assessed. The harm reduction measures analysed include: information, education and communication (IEC), testing and counselling, condoms and lubricants, opioid substitution therapy, bleach, HBV vaccination, post-exposition prophylaxis, needles exchange programs, ARV treatment, risk prevention for tattooing and piecing. A score ranging from 0 to 12 or 9 (O= minimum and 12 or 9 maximum implementation for the Austrian-Italy-Danish-Belgium or French surveys respectively) measured the level of adherence to the guidelines.
The results show a low level of implementation of harm reduction measures; but variations were reported between the EU countries and the different harm reduction measures. Austria reported the highest observance to international guidelines and Italy the lowest. In general the most implemented interventions were ART for HIV and OST, whilst the lowest level of implementation concerned needles exchange programs and condom distribution. Structural factor, such as prison overcrowding may represent a serious obstacle for the implementation of HR services in prison.